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Donnerstag, 26. November 2009
PS3: Rock Band
Momentan kann man Rock Band 2 samt sämtlichen Instrumenten für knapp über 70 Euro bekommen, deshalb habe ich zugeschlagen und unser Wohnzimmer steht jetzt voller Plastikinstrumente (Sven hat sich dazu DJ Hero geholt...). Da ist eine kleine Review angebracht.
Ich mag Musikspiele sehr, allerdings bin ich leider mit einem miserablen Rhythmusgefühl und mangelhaften Multitasking-Fähigkeiten gesegnet, die es mir unmöglich machen, in höheren Schwierigkeitsgraden etwas zu reißen. Aber hey, es kommt auf den Spaß an! Und den hat man mit "Rock Band" definitiv, denn schließlich vereint es gleich drei Spiele in einem. Neben Gitarre/Bass und Schlagzeug kann man auch singen, was vor allem dann nicht zu verachten ist, wenn sich schmerzhafte Schwielen an den Händen bilden. Die Instrumente haben mich durch ihre gute Verarbeitung überrascht, da hatte ich auf Grund einiger Reviews schlimmeres erwartet. Außerdem liegt ein praktischer USB-Adapter (aus 1 mach 4) bei. Nur die Gitarre ist zwar kabellos, aber das macht nichts, da man das Schlagzeug sowieso nicht bewegt und dem Micro ein sehr langes Kabel gegönnt wurde. Das Schlagzeug ist für mich das Beste am ganzen Spiel, denn es macht unglaublich Spaß, darauf herum zu trommeln. Einfach ist es aber nicht, auch wenn man hier "nur" im richtigen Moment die richtige Farbe treffen muss, während man bei der Gitarre zusätzlich anschlagen muss. Zu guter Letzt wäre da dann noch das Mikrofon. Ich treffe normalerweise keinen Ton, aber Rock Band ist sehr gnädig und so schaffe ich das eine oder andere Lied mit ganz guten Wertungen. Man sieht direkt, ob man die richtige Tonhöhe trifft, und in Passagen ohne Text, darf man im Takt auf das Mikro klopfen, um ein paar extra Punkte zu sammeln. Ein nicht zu umgehender Nachteil ist natürlich, dass man viele Rock-Songs einfach nicht besonders gut singen kann. Alles lässt sich mit der Gitarre und dem Schlagzeug spielen, aber wer das poppige Singstar gewöhnt ist, wird hier nicht glücklich werden und immer wieder die selben Lieder singen. Ich persönlich finde das aber nicht so tragisch, da es genug Download-Songs zum Ausgleich gibt und es auch mal Spaß macht, unmelodisch herum zu gröhlen. Schön umgesetzt ist der Karriere-Modus (vor einigen Tagen auf "normal" durchgespielt), bei dem man nicht nur ein Lied nach dem anderen abarbeitet, sondern seine Band ausbaut und beispielsweise um einen Tourbus oder ein Musikvideo spielt. Die Möglichkeiten, seine Band zu gestalten sind enorm (Klamotten, Instrumente, selbst gebastelte Logos) und man kann sich wenn man alleine spielt immer aussuchen, auf welches Instrument man gerade Lust hat. Auch der Schwierigkeitsgrad lässt sich für jeden Gig während der Karriere einzeln einstellen, so dass man vor dem ultimativen Videospiele-Frust bewahrt wird, dass man irgendwann gar nicht weiter kommt. Die Tracklist gefällt mir ebenfalls gut, sie ist mit über 80 Songs (+ über 20 kostenlose zum Download) sehr umfang- und abwechslungsreich ausgefallen. Man muss sich nicht mit billigen Cover-Versionen zufrieden geben und die Tonqualität ist hervorragend. Wem nach echtem Karaoke ist, der kann sogar die Sänger ausblenden. Um den Überblick zu behalten gibt es mehrere Sortiermöglichkeiten, denn wer will, kann sich noch Unmengen an (kostenpflichtigen) Download-Songs dazu holen. Die Auswahl im Store ist beeindruckend und man kann in alle Lieder reinhören. Die heruntergeladenen Stücke lassen sich dann sogar im Karrieremodus spielen, weil einige Gigs aus Zufallssongs bestehen oder man sie sich selber zusammenstellen darf. Ein paar kleine Beschwerden habe ich trotzdem vorzubringen. Zum einen ist "Rock Band" wie die meisten anderen Musikspiele zensiert. Geflucht wird hier einfach nicht, was zu den rebellischen Rockern und Punks nicht wirklich passen will. Vor allem beim singen bringen einen fehlende Wörter schon mal aus dem Takt. Ein weiteres Manko ist, dass man zwar online eine Band zusammen gründen kann, aber anscheinend nicht an einer Konsole mit mehreren Accounts. Da sollte sich so manches Spiel ein Vorbild bei "Little Big Planet" nehmen, wo man unkompliziert jeder Zeit bei dem anderen joinen kann und sogar die freigeschalteten Objekte gutgeschrieben bekommt. Fazit: Alles in allem macht Roch Band verdammt viel Spaß und bietet eine gelungene Atmosphäre, eine faire Lernkurve und einen enormen Umfang für (inzwischen) wenig Geld. Man braucht nur Platz für die Instrumente... Samstag, 26. September 2009
Bei uns wohnt jetzt eine kleine PS3
Man hat es nicht leicht als verspielter Mensch... wenn man von einem neuen, interessanten Spiel liest, dann erscheint es garantiert nicht für eines der Systeme, die man schon zu hause stehen hat. Und als Wii-Besitzer schauten wir bei der aktuellen Konsolengeneration sowieso lange Zeit in die Röhre. Nicht etwa weil die Wii schlecht wäre - im Gegenteil, für mich ist sie trotz der vielen Miesmacher nach wie vor die erste Wahl. Das Problem ist eher, dass Spiele entweder nur für die Wii ODER für die PS3 und xBox 360 erscheinen, selten für alle drei. Da lag es nahe, die kleine Finanzspritze durch die Hochzeit zu nutzen, um sich eine der schicken HD-Konsolen ins Wohnzimmer zu holen. Und die Wahl fiel auf die PS3, begünstigt durch die Preissenkung und die Tatsache, dass man für den Onlinezugang hierbei nicht extra zahlen muss.
Dieser Blogeintrag soll mein erstes Fazit sein. Allgemeines: Wir haben uns die Slim geholt, die nicht so wuchtig ist wie die alte PS3 und mir und unserem Regal deshalb besser gefällt. Zu Grafik und Sound brauche ich wohl nichts zu sagen, wenn man vorher nur die Wii hatte ist das etwas völlig anderes. Wobei ich es aber schade finde, dass die Entwickler mancher Spiele davon ausgehen, dass man über einen gigantischen Fernseher verfügt und ihre Texte HD sei Dank auf Winzgröße zusammenschrumpfen. Sehr zufrieden bin ich mit der Online-Anbindung und der Benutzerverwaltung. Jeder kann sein eigenes Süppchen kochen und trotzdem kriegt man immer mit, was die Freunde treiben. Die Trophäen sind auch eine feine Sache, wenn man ein Spiel durch hat motivieren sie dazu, es vielleicht doch noch ein paar mal rauszukramen. Und dass man bei Spielen wie "Little big Planet" ganz unkompliziert einsteigen kann, wenn man sieht dass ein anderer es gerade spielt, ist wirklich praktisch. Diese totale Vernetzung bringt aber auch Nachteile mit sich... bricht mal die Verbindung ab, werden wenn man Pech hat erreichte Trophäen nicht gespeichert und können nicht nachgeholt werden. Außerdem gibt es für jedes noch so kleine Spiel Patches. War es nicht mal der Vorteil der Konsolen gegenüber dem PC, dass man von so etwas verschont wurde? Und besonders dreist finde ich den aktuellen Trend, für extra Inhalte Geld zu verlangen, die eigentlich im Spiel integriert sein sollten. Aber dazu mehr beim Thema "Burnout Paradise"... Abgesehen davon finde ich aber, dass der Playstation Store eine gute Sache ist. Die Preise für komplette Spiele sind größtenteils fair, und es ist löblich dass direkt der Euro-Preis dabei steht - keine Punkte, die man erst umrechnen muss. In Zukunft freue ich mich übrigens besonders auf "Heavy Rain", denn "Fahrenheit" hat mir schon ausgesprochen gut gefallen. Aber erst mal zu den Spielen, die wir bisher besitzen... Vollpreis-Spiele: "Dead Space" und "Burnout Paradise" spielt bislang nur spa, deshalb kann ich wenig dazu sagen. Burnout hätte ich gerne mitgespielt, aber leider mussten wir nach dem Kauf fest stellen, dass es keinen Splitscreen-Modus enthält - den muss man erst extra dazu kaufen. Wie arm ist das denn bitte? Von einem Rennspiel erwarte ich, dass ich es gegen Freunde spielen kann! Von "Little big Planet" hingegen bin ich absolut begeistert. Ich bin nicht gerade ein begnadeter Jump'n Run Spieler, aber hier macht so gut wie jedes Level Laune und bietet unheimlich viel Abwechslung. Das ganze strotzt nur so vor Kreativität. Und es macht zusammen mit anderen sogar noch mehr Spaß. Unsere neueste Anschaffung ist dann noch "Buzz! Quiz TV", ein ganz klassisches Quizspiel mit gelungener TV-Show-Atmosphäre. Der schräge Witz von "You don't know Jack" fehlt mir zwar etwas, aber es ist trotzdem ein perfektes Partyspiel, bei dem jeder mitmachen kann. Mehr Spielmodi wären vielleicht wünschenswert gewesen, aber man kann ja nicht alles haben ;). Download-Spiele: Wir haben den Playstation Store schon fleißig geplündert. Mein Favorit ist "Pixeljunk Monsters", die beste Tower Defense Variante, die ich bisher kenne. Ich glaube kein anderes PS3-Spiel habe ich in den letzten Wochen so ausgiebig gespielt. Es ist sehr fordernd, sieht putzig aus, bietet eine Menge Inhalt für gerade mal 5 Euro und ist deshalb schlicht und ergreifend ein Pflichtkauf. Eher etwas für zwischendurch ist "Trash Panic", eine sehr ungewöhnliche, humorvolle Tetris-Variante, bei der man Müll stapeln und vernichten muss. Anfangs kommt es einem vor wie reines Chaos, aber sobald man das System dahinter zu verstehen beginnt macht es durchaus Spaß und wird sehr kniffelig. Wo wir gerade bei verrückten Spielen sind: spa hat sich "Noby noby Boy" geholt, das wir vor einer Weile bei Gina und Phil antesten konnten. Es geht um einen Wurm, dessen Vorder- und Hinterteil man einzeln steuern kann. Man frisst Objekte, scheidet sie wieder aus und wird dabei länger... ein Ziel gibt es jedoch nicht direkt. Sehr schräg. Und nichts, womit ich mich länger als 5 Minuten beschäftigen kann. Dafür haben wir noch zwei Spiele für Co-op-Action: das schön klassische "Turtles in Time Re-Shelled" und seit heute neu "Burn Zombie Burn". Und genau das geh ich jetzt zocken, tschö :). Samstag, 28. Februar 2009
PC: Defense Grid
Ich habe mir vor einigen Tagen Defense Grid: The Awakening zugelegt, weil ich seit Monaten süchtig nach diversen Tower Defense Flash-Spielchen bin. Und da wollte ich mal sehen, wie das ganze als vollwertiges Spiel funktioniert.
Für die Unwissenden fasse ich mal kurz zusammen, um was es bei Tower Defense überhaupt geht: Es handelt sich dabei um ein Genre von Strategiespielen, das durch eine War Craft 3 Map berühmt wurde. Man sieht ein Gebiet von oben, in dem man Türme bauen kann. Wellen von verschiedenen Gegnern wollen die Karte überqueren, wobei sie den kürzest möglichen Weg zum Ausgang wählen oder einem vorgegebenem Weg folgen. Man soll mit Hilfe der Wachtürme verhindern, dass sie durchkommen, darf aber nicht den kompletten Weg versperren. Die Türme feuern automatisch und für jeden erwischten Gegner gibt es Geld, das man in neue Türme oder das Aufrüsten der bestehenden investiert. Es gibt verschiedene Arten von Gegnern und Türmen, und man muss genau planen wofür man sein Geld ausgibt und wo man am besten seine Türme platziert. Defense Grid kostet 20 $ und kann unter anderem über Steam gekauft werden (ich hab es aber lieber bei Playgreenhouse geholt, dort benötigt man keine extra Software). Die Grafik ist für Tower Defense sehr hübsch geraten und die Übersicht bleibt immer erhalten, aber natürlich kann das ganze nicht mit Vollpreis-Titeln konkurrieren. Dafür bleibt die Umgebung zu statisch. Aber ich empfinde das nicht als störend, denn man will schließlich nicht unnötig abgelenkt werden. Es gibt sowohl Level mit festen Wegen als auch solche, in denen man die Feinde durch gezielt gebaute Türme selber lenken muss. Und neben einem Storymodus (naja... "Story"... *lol*) bekommt man noch diverse Herausforderungen geboten, wie stärkere Gegner und eine Begrenzung auf weniger Türme. Es gibt Online-Highscores zu allem und Achievements, das verspricht also genug Langzeitmotivation :). Ich bin jetzt im letzten Level und muss sagen, dass ich an einigen Stellen schon zu knabbern hatte. Mal sehen wie es im schweren Modus wird. Fazit: Wer eine Vorliebe für ganz klassische Tower Defense Spiele hat, der kann zugreifen. Man sollte aber auch nicht mehr erwarten, hier wird das Rad nicht neu erfunden, sondern ein beliebtes Spielprinzip in ansprechender Verpackung präsentiert. Samstag, 29. November 2008
DS: Professor LaytonMan spielt den Rätselfreund Prof. Layton und seinen Gehilfen Luke, die von einer Gräfin in ein verschrobenes kleines Dorf gerufen werden. Sie sollen eigentlich nur den goldenen Apfel, ein wertvolles Erbstück finden, aber dann geschehen viele mysteriöse Dinge. Es ist allerdings kein klassisches Adventure bei dem man ein Inventar und Dialoge mit diversen Antwortmöglichkeiten hat, die Handlung entwickelt sich sozusagen automatisch wenn man nur alle Orte gut genug erforscht und mit jedem redet. Ob man weiter kommt hängt von den Rätseln ab, auf die man unterwegs immer wieder stößt. Die Rätsel sind nicht direkt in die Handlung eingebunden, sondern starten wie Minispiele. Mein einziger Kritikpunkt wäre dann auch, dass sie leider nur selten einen wirklichen Bezug zu der Story haben. Es gibt Ausnahmen, z.B. wenn man mit dem Auto unterwegs ist und den richtigen Weg durch das Straßengewirr finden muss - so etwas hätte ich mir bei mehr Rätseln gewünscht. Die abwechslungsreichen Denksport-Aufgaben sind numeriert und können auch einzeln abgerufen werden. Man bekommt Punkte dafür, je weniger Versuche man benötigt desto mehr. Außerdem kann man gegen eingesammelte Münzen bis zu drei Tipps pro Rätsel erkaufen, man wird also wohl nicht irgendwann festhängen. Die Art der Aufgaben ist immer verschieden: es gibt Streichholz-Rätsel, Zeichenrätsel, welche wo man mit Zahlen umgehen muss oder Verschiebe-Puzzle. Das ganze ist also sehr abwechslungsreich, auch wenn man einiges natürlich schon in ähnlicher Form kennt. Anfangs sind sie meistens Rätsel noch schnell zu lösen, aber der Schwierigkeitsgrad nimmt mit der Zeit zu. Ich persönlich fand die meisten Rätsel trotzdem relativ unkompliziert, nur gegen Ende und bei einigen Bonusaufgaben geriet ich sehr ins schwitzen. Aber ich schätze das hängt davon ab, wie oft man sich schon mit Knobelaufgaben beschäftigt hat, in diversen Reviews habe ich gelesen, dass andere mehr Probleme hatten. Die Steuerung funktioniert angenehm simpel mit dem Stylus, und es wurde an viele praktische Details gedacht. So kann man sich z.B. beim rätseln Notizen machen indem man einfach auf den unteren Bildschirm kritzelt. Und wenn man das Spiel startet bekommt man kurz erklärt, wo man noch mal war und was als nächstes zu tun ist. Neben den Rätseln sammelt man noch Puzzleteile, Möbel für ein Zimmer und anderen Krimskrams für Bonusrätsel, man hat also zu tun. Und wer alles durch hat, für den gibt es jede Woche ein neues Rätsel zum kostenlosen Download über wifi. Auch das funktioniert schnell und simpel, wie eigentlich alles im Spiel. Zum Umfang: Die Story inklusive 100 Rätseln hatte ich in 14 Stunden durch, plus noch mal 1,5 Stunden für die etwa 30 Bonusrätsel. Durch die lineare Story bietet das Spiel zwar keinen hohen Wiederspielwert, aber dieses Problem haben ja alle Adventures. Ein Vorteil ist hier, dass der Fokus mehr auf den einzelnen Rätseln als auf einer zusammenhängenden Story liegt, man kann z.B. seine Lieblingsrätsel markieren um sie Freunden vorzusetzen. Oder sich nach einiger Zeit noch mal einige der knackigeren Rätsel vornehmen. Fazit: Ein unheimlich liebevoll gestaltetes Spiel, das für Rätselfreunde ein Pflichtkauf ist. Frust wird so gut es geht vorgebeugt, aber durch den große Umfang lohnt sich der Kauf definitiv. Man sollte allerdings kein echtes Adventure mit großen Freiheiten erwarten, "Professor Layton" funktioniert etwas anders. Mittwoch, 8. Oktober 2008
PC: Sacred 2 (Ersteindruck)Jetzt läuft es also ziemlich gut, wenn auch wegen der niedrigen Auflösung natürlich nicht ganz in der Pracht die ich mir erhofft hatte. Aber vergessen wir das für einen Moment, denn das Spiel macht einen sehr guten Eindruck: Die 6 Charaktere sind interessant und die Neuerungen gut durchdacht. Da merkt man, dass es nicht nur ein simpler Diablo-Klon werden sollte. Am unteren Bildschirmrand gibt es mehrere Slots für passive Skill, Kampf-Skills, Waffen und Reliquien (schützen vor Elementarschäden). Das sagt mir schon mal sehr zu, schön übersichtlich. Auch eine nette Idee ist, dass z.B. die Verteidigung gegen Elementarschäden im Charakterfenster als bunter Balken angezeigt wird - so sieht man auf einen Blick was einem fehlt, besser als nur mit Zahlen. Das Quest-Logbuch ist übersichtlich, es gibt zu jedem Fenster eine Direkthilfe und man findet schnell ins Spiel. Die Skills sammelt man wie im ersten Teil ein. Man kann sich jetzt natürlich beschweren, dass es damit aufs Glück ankommt, welchen man zuerst auf ein ordentliches Maß steigern kann - aber ich finde es gut, dass es auch mal andere Systeme gibt. Man konnte schließlich schon in Sacred 1 später gefundene nutzlose Skills gegen einen gewünschten eigenen tauschen, das geht diesmal bestimmt auch. Somit kann sich jeder seinen Charakter zurechtzimmern wie er möchte. Eine besonders hübsche Idee ist hierbei, dass man zusätzlich in Modifikationen für einzelne (der pro Klasse 36) Skills investieren kann. So lässt sich z.B. ein Fernangriff wahlweise auf Reichweite oder Schaden trimmen. Insgesamt 3 Boni kann man so zu seinen Lieblingsskills packen. Mein Charakter ist übrigens ein Tempelwächter, ein Nahkämpfer, der aber auch über futuristische Schusswaffen verfügt. Er sieht aus wie Anubis als Roboter und hat auch die passende blecherne Stimme, sehr cool. Die anderen Charaktere sind dann eher klassischer Fantasy-Natur, aber mich hat dieser seltsame Typ gleich gereizt. Der Humor kommt auch nicht zu kurz, er hat immer einen Spruch auf Lager - und die bisherigen Skills machen sehr Spaß, vor allem die Schusswaffen. Bisher habe ich aber natürlich noch nicht lange gespielt, erst 3 Stunden vielleicht. Vor allem freue ich mich natürlich auf die Reittiere später ;) So sehr ich das Spiel bisher gelobt habe, muss ich aber jetzt doch zu einem negativen Punkt kommen... Bugs. Und wenn ich schon Bugs anspreche, dann meine ich VIELE Bugs. Ich bin gerade mal in der ersten Stadt, und mir sind (neben der suboptimalen Grafik-Performance) schon einige seltsame Sachen passiert. Immer wieder stehen Gegner nur herum ohne anzugreifen, selbst wenn man direkt vor ihnen steht. Manchmal kann man dann nicht mal auf sie schießen. Es erscheinen Sprechsymbole über Menschen, die nichts zu sagen haben. Mein erster Questgegenstand war erst nach einem Neustart auffindbar. Der erste Händler den man trifft verschwand mit einem mal und tauchte auch erst wieder auf, nachdem ich sie Spielwelt kurz verlassen hatte. Und Clippingfehler erwähne ich gar nicht erst. Muss das wirklich sein? Ich kann Bugs eigentlich sehr gut ignorieren, aber so viele auf einmal, und dann auch noch nach (!) einem großen Patch, da fühlt man sich als Käufer dann doch leicht verarscht. Es steckt sicher viel Arbeit in dem Spiel, aber kann man nicht bitte warten, bis es lange genug auf Fehler getestet wurde? Negativ aufgefallen ist mir außerdem, dass "draußen" alle Gegner wieder da sind, wenn man in einer Höhle war. Das hätte man zumindest ein bisschen abschwächen können, denn es nervt einfach, wenn man nur schnell zu einem Questgeber zurück will. Außerdem frage ich mich, ob es so gut ist, dass man alle Skills von Anfang an haben kann... klar freut man sich über Flammenwerfer und fetten Laser, aber womöglich fehlt dadurch ein wenig die Motivation, sich zu den starken Skills hinzuarbeiten. Im Grunde hat man das zwar dadurch, dass man seine Wunschskills nach und nach verbessert - aber ob das das selbe ist, wie bei Diablo2 endlich lvl 30 zu erreichen, das bleibt abzuwarten. Außerdem hoffe ich, dass der Schwierigkeitsgrad diesmal besser ausbalanciert ist als beim ersten Teil, bei dem man anfangs gestorben ist und der Endgegner viel zu leicht war. (Erstes) Fazit: Es macht Spaß, sieht hübsch aus (wenn es denn läuft...) und es gibt viele sehr sinnvolle Neuerungen. Aber die äußerst benutzerfreundliche Handhabung nutzt leider wenig, wenn man dafür die ganzen Bugs drin lässt... hoffentlich bringt der nächste Patch da richtig was. Samstag, 19. Juli 2008
I feel so casual today...
Wegen der gerade stattfindenden E3 lese ich regelmäßiger als sonst auf Videospiele-Newsseiten mit - und ich muss sagen, es macht keinen Spaß mehr.
Ich besitze nämlich einen DS und eine Wii. Noch dazu bin ich weiblich, über 20, spielte "Animal Crossing", mag keine Shooter auf Konsolen und zocke mit Freunden gerne Minigames. Man könnte mich also mit etwas bösem Willen in die Schublade der Casual Gamer stecken, jenem stinkendem, hirnlosem Gewürm, auf das unzufriedene Videospieler heutzutage ihre gesamte schlechte Laune projezieren. Das Böse hat einen neuen Namen. Dabei war dieses Wort ursprünglich gar nicht so negativ belegt gewesen (und hat ursprünglich auch nicht zu mir gepasst, denn ich zocke gerne und viel): Als die Wii erschien wollte Nintendo die Leute ansprechen, die sonst gar nicht oder nur gelegentlich spielen. Das hat geklappt, super Verkaufszahlen, hoch gelobte neue Spielkonzepte - alles könnte so schön sein. Aber dann rebellierten die alten Nintendo-Fans, die sich benachteiligt fühlten als hätte ihre Mama sie wegen einem neuen Baby nicht mehr lieb. Alles was ihnen nicht gefiel wurde auf Nintendos Firmenpolitik geschoben. Angeblich würde es keine Spiele mehr für "Hardcore-Gamer" geben, nur noch für die Luschen unter den Zockern. Dass viele dieser Kinder ein Spiel höchstens auf mittlerem Schwierigkeitsgrad durch schaffen lasse ich jetzt mal außer acht, hauptsache hardcore = cool. Egal was für Spiele angekündigt werden, sofort geht das Gemecker los - zu kindisch, zu bunt, zu simpel, zu kurz, also casual. Alles. Das verrückte daran ist, dass selbst Spiele nicht sicher sind, die man zu Gamecube Zeiten nie im Leben so bezeichnet hätte. Beim ersten "Animal Crossing" erinnere ich mich noch gut an die Reviews, in denen es als Nischenprodukt für Japan-Fans gehandelt wurde - jetzt wird eine fast identische Version für die Wii angekündigt und alle schreien was von einem doofen Casual Game, einem Produkt für die breite Masse anspruchsloser Käufer und Hausfrauen. Was soll das bitte, merken die nicht wie sich selbst widersprechen? Ich lese mir inzwischen Kommentare auf Videospieleseiten kaum noch durch, weil sie tatsächlich immer gleich ablaufen und von einer erschreckenden Kurzsichtigkeit zeugen. Ein Wii-Spiel wird angekündigt, ein, zwei Leute loben etwas daran- und dann ruft einer "Casual Game" und alle sind nur noch am mitmotzen. Denn sobald ein Spiel diesen Stempel aufgedrückt bekommen hat kann ein 13 jähriges Hardcore-Kiddie es natürlich nicht mehr guten Gewissens loben. Dass es für die Wii reihenweise hervorragende Spiele gibt, die nicht nur Spielspaß für wenige Minuten am Stück bieten wird dabei grundsätzlich ignoriert. Es gibt keine guten Wii Spiele, Punkt. Und dass Wii und DS von Anfang an keinen Wert auf die beste Grafik gelegt haben wird auch übersehen - die Comment-Kinder zerpflücken immer zuerst die Grafik und werden nicht müde zu bedauern, dass eine eventuell ebenfalls erschienene PS3 Version irgendwie besser aussieht. Was ebenfalls grundsätzlich ignoriert wird ist, dass Nintendo nicht alle Spiele für die Wii selber produziert. Das machen Sony und Microsoft auch nicht. So ziemlich jeder Titel von Nintendo selber erzielt super Bewertungen - aber dass Dritthersteller die Wii bisher noch etwas stiefmütterlich behandeln, dafür können die Japaner nun wirklich nichts. Übrigens: Neben "Casual Gamer" gibt es noch ein Wort, das verboten werde solle, weil es inzwischen zum Allzweck-Schimpfwort mutiert ist - "Fanboy". Ich bin kein Fanboy, auch kein Fangirl, sondern eher ein Fanhasser. Ich hasse Fans von Videospieleseiten, egal um welche Konsole es geht. Sie können sich anscheinend nicht mehr über gute Titel freuen und begründete Kritik üben. Bei Nintendo sind die Casual Gamer schuld an allem schlechten - bei Sony sind es die X-Box30 Spieler und umgekehrt. Ein Trauerspiel. Lang lebe der PC. Samstag, 28. Juni 2008
PC: Diablo
HURRA! Heute ist der wohl glücklichste Tag in meinem Computerspielerleben (okay, nach dem Tag, an dem ich meinen ersten PC bekommen habe ;)), denn heute wurde Diablo III offiziell angekündigt! Jahrelang habe ich gewartet, denn Diablo II ist mein absolutes Lieblingsspiel, weil mich kein anderes über so viele Jahre hinweg immer wieder vor den Bildschirm bannen konnte. Das ist purer Spielspaß, und dabei spiele ich so gut wie nur den Singleplayermodus. Grund genug also, diese ganz besondere Serie in meinem kleinen Blog zu würdigen.
Begonnen hat alles vor gefühlten 100 Jahren, als mir eine Kopie (das ist inzwischen verjährt, oder?) von Diablo 1 in die Hände fiel. Ich erinnere mich vor allem noch an zwei Dinge: An das hyperrealistische Intro und die englische Sprachausgabe, die ich damals kaum verstand. Aber Sätze wie "Stay a while and listen." brannten sich für immer in mein Hirn. Aber man muss sagen, der erste Teil bot noch nicht viel Langzeitmotivation. Man metzelte sich durch eine einzige Kirche, von Stockwerk zu Stockwerk bis man schließlich unten bei Diablo in der Hölle angekommen war. Vieles war noch nicht ausgereift, so musste man z.B. für jeden Schlag einzeln klicken. Das führte bei mir dazu, dass ich auch bei neueren Actionrollenspielen noch in hektisches Dauerklicken verfalle, weil ich diese Kampftechnik nie völlig los geworden bin. Mein ausgeleierter Zeigefinger dankt Blizzard. Alles was Diablo 1 zum wahren Dauerbrenner fehlte wurde dann aber bei der Fortsetzung nachgereicht - Diablo 2 war schlicht und ergreifend das perfekte Spiel, vor allem mit dem Add On "Lord of Destruction". Noch heute wird ja jedes neue Hack & Slay RPG damit verglichen, und bisher hat es keines geschafft an Diablo 2 heranzureichen. Klar, es gab ein paar wirklich gute - Titan Quest und Sacred haben sich z.B. sehr ins Zeug gelegt. Aber das gewisse Etwas hat immer gefehlt. Dass ein Spiel nach so vielen Jahren noch so erfolgreich und beliebt ist kann nur daran liegen, dass es eine Unmenge an Möglichkeiten bietet. Mehr als gute Grafik und eine spannenden Story. Man kann den selben Charakter in alle möglichen Richtungen entwickeln und kann so viele verschiedene Items sammeln, dass man wahrscheinlich alleine darüber Bücher füllen könnte. Und dann ist da ja noch der kostenlose Multiplayermodus, der nach wie vor ausgiebig genutzt wird. Ich für meinen Teil spiele wie gesagt vor allem den Singleplayermodus. Wenn Multiplayer, dann spiele ich nur mit Leuten die ich kenne - und da gibt es leider nicht viele. Aber alleine macht's auch Spaß, ich habe schon mehrmals alle Schwierigkeitsgrade durch geschafft und dabei einige Charaktere hervorgebracht, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Mein Liebling ist wohl die flinke Assassine mit ihren Fallen und Klauen ;) Und immer wieder krame ich die CDs raus, weil mich immer wieder das Verlangen packt ein paar Monster zu metzeln. Das kann man in anderen Spielen auch, aber keines macht so süchtig wie Diablo 2 - warum auch immer. Tja, und jetzt kommt endlich Diablo 3... ich hatte gehofft, dass das Spielgefühl erhalten bleibt, und die ersten Ingame-Videos sehen seeeehr vielversprechend aus. Aber ob der dritte Teil letztendlich dieses Gewisse Etwas hat, das wird man wohl erst einige Zeit nach dem release sagen können. Ich hoffe jedenfalls schlicht und ergreifend, dass es das beste Spiel aller Zeiten wird :) Montag, 9. Juni 2008
DS: Yu-Gi-Oh!Soviel zu meinen liebevoll aufgearbeiteten Vorurteilen dem Anime gegenüber. Das DS-Spiel "Yu-Gi-Oh! - Nightmare Troubadour" bekam ich dann irgendwann von spa geschenkt, und weil ich Magic the Gathering sehr mag gab ich ihm eine Chance. Ich muss sagen: Ich habe es nicht bereut und gestern durchgespielt. Glücklicherweise muss man sich kaum mit so etwas wie einer Story herumschlagen und kann sich deshalb ohne Vorwissen aufs Kartenspielen konzentrieren. Und das macht unheimlich Spaß! Wer Magic und ähnliche Sammelkartenspiele mag wird auf keinen Fall enttäuscht werden, vor allem wenn man bedenkt, dass es Magic ja leider nicht für den DS gibt. Und einmal den Preis für so ein Videospiel zu bezahlen ist in jedem Fall günstiger, als sich die ganzen Karten in echt zu holen. Für diejenigen, die diese Art von Spielen nicht kennen erkläre ich natürlich kurz um was es geht: Man duelliert sich mit diversen Computergegnern, und für jeden Sieg erhält man Punkte, mit denen man sich neue Karten kaufen kann. Man levelt außerdem und hat nach und nach die Möglichkeit, an stärkere oder speziellere Karten zu kommen. Aus den hunderten von Karten die man irgendwann besitzt stellt man sich sein Deck aus etwa 40 Karten zusammen - das ist der Stapel mit dem man seinen Gegnern entgegentritt. Die Karten gut aufeinander abszustimmen ist der größte taktische Reiz, und mit der Zeit stellt man auch fest, dass jeder Gegener bestimmte Strategien bevorzugt. Die Spiele selbst laufen so ab, dass man Karten zieht und sie vor sich ablegt, um sie auszuspielen. Es gibt Monster, mit denen man den Gegner angreifen und sich verteitidigen kann, sowie Zauber- und Fallenkarten um diese Kämpfe zu beeinflussen oder einfach so mal böse dazwischenzufunken. Karten kann man entweder offen und verdeckt spielen, dafür gibt es spezielle Regeln. Und stärkere Karten kann man oft nur ausspielen, indem man andere opfert. iel ist es die lebesnpunke des Gegeners durch Monsterangriffe und Zauber auf 0 zu bringen, bevor man selber besiegt wird. In den ersten Runden ist man noch etwas verwirrt und wird leicht Fehler machen, denn man muss sich ja erst an die vielen unterschidlichen Karten gewöhnen von denen jede irgendwelche Spezialfähigkeiten hat. Aber ich kam dann doch relativ schnell rein und ab dann möchte man gar nicht mehr aufhören. "Och, noch ein Duell... vielleicht bekomme ich durch die Punkte ja die eine Karte, die ich so lange suche!". Um die Übersicht zu behalten kann man seine Karten nach verschiedenen Kriterien sortieren oder unterschiedliche Deck-Rezepe speichern. Es ist außerdem eines der wenigen Spiele, bei denen Duelle gegen Computergegner tatsächlich Spaß machen. Es gibt aber natürlich auch einen Multiplayermodus, bei dem man gegen einen Freund antreten kann, der das Spiel ebenfalls besitzt. Die Grafik ist zweckmäßig, die Musikstücke schön, wiederholen sich aber ein bißchen zu oft. Was wirklich genial ist ist die Steuerung, das Spiel ist wie für den DS gemacht! Man schiebt die Karten locker übers Spielfelf und fragt sich, wie man das bitte früher mit den Tasten auf dem GBA gespielt hat? Die Spieldauer kann ebenalls überzeugen, bis man den Endboss besiegt hat dauert es eine ganze Weile. Allerdings geht die Story extrem shleppend voran - die meiste zeit läuft man tatsächlich nur durch die Stadt und kämpft gegen einen Gegner nach dem anderen. Das klingt öder als es ist, aber man sollte halt vorher wissen, dass man keine hohen Ansprüche an die Handlung stellen darf. Wer die Serie eh nicht mag wird das vielleicht gar nicht so schlecht finden ;) Fazit: Nein, ich mag die Serie immer noch nicht. Die kann man aber bei diesem Spiel ignorieren. Für Fans von Sammelkartenspielen wie "Magic: The Gathering" ist es schon fast ein Pflichtkauf, denn dank der bequemen Steuerung und großen Kartenvielfalt machen die Kämpfe richtig Spaß. Man sollte sich nur überlegen zu welchem Teil man greift, denn inzwischen ist schon ein neuerer für den DS erschienen, der Wifi untertsützt. Erwartet nur nichts von der Story oder gar Extras wie Minispiele, hierbei geht es rein um die Kartenduelle. Montag, 15. Oktober 2007
DS: Pokémon DiamantMan lebt in einem kleinen Dorf in der Region Sinnoh, in der die Menschen friedlich mit Pokémon zusammen leben. Das sind kleine (oder größere) Kreaturen, die überall in der Wildnis leben. Trifft man auf eines kann man es entweder mit einem Pokeball fangen, oder man besiegt es mit seinem eigenem Pokémon-Team. Dadurch gewinnen diese an Erfahrung und leveln, wodurch sie immer stärker werden. Jedes Pokémon verfügt über bestimmte Eigenschaften und beherrscht vier unterschiedliche Attacken. Lernt es eine neue, muss eine alte vergessen werden. Man erforscht also das Land (eine Rollenspiel-mäßige Story gibt es natürlich auch), kämpft gegen andere Trainer und wilde Pokémon und versucht alle zu fangen, denen man begegnet. Aus denen stellt man sich dann ein möglichst effektives Team zusammen. Besonders der Grundtyp der Kleinen sollte dabei beachtet werden, denn ein Wasserpokemon ist beispielsweise besonders effektiv gegen Feuerpokémon, hat dafür aber auch gewisse Schwächen. Mit der Zeit merkt man, dass die Kämpfe deshalb eine gewisse Taktik erfordern. Aber es geht nicht nur ums stumpfe kämpfen und hochleven seines Teams. Wie gesagt gibt es auch eine Story, sowie bestimmte Gebäude und Areale in jeder Stadt. Man kann an Wettbewerben teilnehmen, in denen die Pokémon verkleidet werden, tanzen oder bestimmte Attacken vorführen sollen. Es gibt ein Spielkasino, ein Safari-Spiel und natürlich einige Möglichkeiten über wifi mit anderen Spielern in Kontakt zu treten. Dann kann man kämpfen, tauschen oder zusammen besondere Gebiete erforschen. Zudem findet man auf seiner Reise massenhaft Items. Das Hauptziel ist aber klar: Fang sie alle! Zuerst sind es nur überschaubare 150, aber wenn der Abspann gelaufen ist kommt man in ein neues Gebiet und kann nun mit viel Geduld fast 500 Pokémon fangen. Man sollte allerdings wissen, dass viele davon nur zur Verfügung stehen, wenn man die GBA-Versionen gespielt hat und sie von diesen überträgt. Es ist aber auch so schon manchmal gar nicht so leicht, ein bestimmtes Pokémon zu bekommen. Manche zeigen sich nur zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden und sind schwer zu fangen. Andere entwickeln sich aus anderen Pokémon weiter, wenn man sie hoch genug levelt oder ihnen spezielle Items zu tragen gibt. So kann schon mal aus einem schwächlichem Fisch ein riesiger Drache werden - man muss nur herausfinden, wie ;) Der Sammeltrieb sorgt also dafür, dass man auch nach dem Abspann noch bei der Sache bleibt, und so soll ein Spiel finde ich sein :) Ich spiele jetzt seit 150 Stunden und werde mir auch die GBA-Versionen holen, weil das Spielprinzip einfach Laune macht und ich sehen will, was für Pokémon es noch gibt. Ach ja, bevor ich's vergesse... ein paar Worte zu den technischen Aspekten. Grafik und Musik sind sehr stimmig, allerdings merkt man, dass hier die GBA-Spiele als Grundlage genommen wurden. Der Touchscreen wird am ehesten noch in kleinen Minispielen genutzt, die Menüs bedienen und laufen muss man leider mit den Tasten. Man gewöhnt sich zwar schnell daran, aber trotzdem hätte ich mir da mehr Einbindung der DS-Features erhofft. Fazit: Bisher eindeutig eines der DS-Spiele mit der größten Langzeitmotivation. Es ist unglaublich, was alles eingebaut wurde, man bekommt also auf jeden Fall genug für sein Geld. Und glücklicherweise hat die Handlung nichts mit dem Anime zu tun und auch die Charaktere scheinen komplett andere zu sein. Freitag, 28. September 2007
Wii: My SimsMein Verhältnis zum erfolgreichsten PC-Spiel aller Zeiten ist gespalten. Ich habe den ersten Teil samt mehrerer Add Ons sehr ausführlich gespielt und war dann auch vom Nachfolger erst mal begeistert. Allerdings ebbte das schnell ab, weil ich merkt, dass sich am Spielprinzip nichts geändert hatte - Häuser bauen in schönerer Grafik. Die Konsolenableger der Sims ließ ich deshalb links liegen, auch wegen der oft nicht gerade prickelnden Bewertungen. Warum hole ich mir also My Sims? Zum einen weil ich das Gefühl hatte, dass man sich hier große Mühe gegeben hat, etwas neues zu machen. Das merkt man schon an der Grafik, die sicher nicht den Geschmack von jedem treffen wird - aber einzigartig, das ist sie auf jeden Fall! Alles wirkt aus einem Guss. Zum anderen reizte mich, dass "My Sims" sehr Richtung Animal Crossing gehen sollte. Und dieses süchtig machende Spiel war immerhin über ein Jahr lang Dauergast in meinem DS gewesen. Worum geht es nun bei "My Sims"? Man baut sich erst mal eine Figur, wobei einem eine Vielzahl an Gestaltungsmitteln zur Verfügung stehen. Vor allem die große Auswahl an Klamotten sorgt dafür, dass sich jeder ein würdiges Ebenbild basteln kann. Dann zieht man in einem kleinen Dorf ein, das ziemlich heruntergekommen ist. Da man die Gabe besitzt, Häuser und Möbel zu bauen, soll man diesen Umstand ändern - und schon geht es los. Erst baut man sein eigenes Haus, dann bekommt man Aufgaben von den Nachbarn und potentiellen Zuziehern. Man beschäftigt sich im Spiel vor allem mit drei Dingen: 1) Essenzen sammeln - Blumen, Bäume, Fische, Steine... aus allem möglichen kann man Essenzen gewinenn und einsammeln. Diese dienen dann entweder als Farben und Muster oder man kann sie direkt als nette Accessoirs für die Wohnung verwenden. Jede Essenz verfügt außerdem über eine bestimmte Eigenschaft (z.B. lustig, niedlich oder gruselig). Das beschaffen von Essenzen ist sehr simpel, wenn man erst mal weiß wo welche sind. 2) Möbel bauen - in der Werkstatt kann man mit Hilfe von Bauplänen alle möglichen Möbel entwerfen. Man wählt erst einen Plan aus, z.B. für ein Sofa - und dann kann man seine Phantasie spielen lassen. Zum bauen verwendet man unterschiedlich geformte Bauklötze und die gesammelten Essenzen (diese aber vor allem zum einfärben). 3) Häuser bauen - an bestimmten Stellen im Dorf kann man Häuser für neue Sims bauen. Meistens geben diese einem ein grobes Thema vor (z.B. möchte jemand ein Museum), man kann sich dann aber sehr frei austoben. Auch hier stehen einem verschiedene Einzelteile zur Verfügung, sowie Fenster, Türen und sonstiges Zubehör. Wie gesagt geben die anderen Bewohner einem Aufgaben - und das nicht zu knapp. Als Belohnungen erhält man meistens Baupläne für neue Möbel und nette Spezial-Möbel. Man kann auch die Beziehungen zu den anderen pflegen, hierbei beschränken sich die Möglichkeiten aber in der Regel auf "reden", "nett sein" und "böse sein". Und das ist nicht der einzige Part, der sich von den PC-Sims unterscheidet. Zum Beispiel wurden alle Bedürfnisse gestrichen. Man muss weder essen, noch schlafen, noch aufs Klo gehen. Das sorgt dafür, dass man das Spiel sehr frei angehen kann - wie bei Animal Crossing gibt es keine echten Verpflichtungen. Die Aufgaben der Nachbarn werden zwar in einem Buch vermerkt, ob und wann man sie erledigt liegt aber bei einem selber. Letztendlich ist das Hauptziel, sich eine Stadt zu erschaffen, in der man sich wohl fühlt und die eine gute Bewertung erhält. Aber natürlich will man auch möglichst viele verborgene Orte, seltene Essenzen und ausgefallene Baupläne finden. An Grafik und Sound gibt es nichts zu meckern, und auch die Steuerung finde ich sehr gelungen. Selbst der filigrane Möbelbau gelingt meistens (wenn auch nicht immer...) auf Anhieb. Schade ist, dass man die Häuser von außen gestalten kann wie man will - innen haben sie aber immer nur eine Etage mit fester Raumaufteilung. Und generell darf man den Sinn von vielem in diesem Spiel nicht hinterfragen. Wieso soll man mühsam einen verschnörkelten Tisch designen, wenn es auch zwei Klötze tun würden? Wozu die eigene Wohnung einrichten, wenn man weder essen noch schlafen muss? Wozu gibt es dann überhaupt ein Restaurant in der Stadt? In dem Spiel geht es hauptsächlich darum, kreativ zu sein und sich in dieser kleinen Welt einzuleben, nicht darum, möglichst schnell ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Darauf muss man sich einlassen können, sonst hat man keinen Spaß und wird sich schnell langweilen. Fazit: Ich spiele jetzt seit etwa 6 Stunden und es macht Spaß. Wie ein Haufen Bauklötze für die Wii ;) Ich bin aber mal gespannt, wie es mit der Langzeitmotivation aussieht, denn bisher wirken die Aufgaben etwas zu einfach und auf die Dauer wird mir das freie Bauen alleine wahrscheinlich nicht fordernd genug sein. Ich melde mich in ein paar Wochen noch mal zu Wort.
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