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Samstag, 26. Dezember 2009
AgricolaLeider scheint das Spiel trotz seiner hervorragenden Bewertungen (nicht nur auf dieser Website) bei der breiten Masse eher unbekannt zu sein. Dabei hat es sogar einen "Spiel des Jahres" Sonderpreis als komplexes Spiel erhalten. Dabei ist Agricola gar nicht sooo kompliziert, wie man beim Auspacken befürchtet. Die Anleitung hält eine einsteigerfreundliche "Familien-Variante" bereit und ist sehr übersichtlich und verständlich geschrieben. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Trotz der relativ komplexen Regeln versteht man alles auf Anhieb und wir mussten während des Spielens kaum etwas nachschlagen. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass dieses Spiel zwar komplex, aber nicht so abstrakt ist, wie viele andere. Man spielt einen mittelalterlichen Bauern, der seinen Hof aufbaut, und alles wird durch liebevoll bemalte Pappkärtchen, bunte Steine und Holz-Tiere symbolisiert. Man muss nicht erst nachdenken, was ein bestimmter Stein oder eine Karte doch gleich bedeutet, denn es ist alles direkt ersichtlich. Offensichtlich hat der Designer des Spiels lange daran gefeilt. Hier sieht nicht nur alles hübsch aus, sondern funktioniert einfach - beispielsweise besteht das Spielbrett aus einzelnen Teilen, die man sich so zurechtlegen kann, wie sie am besten auf den Tisch passen. Und da das Spiel viele Einzelteile enthält (die man aber zum Glück nicht immer sortieren muss), wurden in weise Voraussicht jede Menge kleiner Plastiktüten beigelegt. Über ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis kann man sich jedenfalls nicht beklagen. Wir haben also wie schon erwähnt schnell ins Spiel gefunden. Es besteht aus 14 Runden, die man zu zweit angenehm in unter einer Stunde durchspielen kann. Ziel ist es, am Ende durch Siegpunkte zu gewinnen, die es für so ziemlich alle Aspekte des Hofaufbaus gibt. Man kann sein Bauernhaus erweitern, Kinder kriegen, Felder für Getreide und Gemüse bestellen oder diverse Tiere züchten... alles auf einem kleinen Spielfeld, das man vor sich liegen hat, und das einem das Land zeigt, das einem zur Verfügung steht. Man ist nacheinander an der Reihe und darf pro Familienmitglied eine Aktion pro Runde ausführen. Fies ist, dass die Aktionen, die in der Mitte ausliegen, immer nur einmal pro Runde benutzt werden dürfen - hat der Gegner Schweine gekauft oder ein Feld gepflügt, muss man sich bis zur nächsten Runde gedulden, um das selbe zu machen. Direkt in die Aktionen des Gegners eingreifen kann man zwar nicht, aber durch den ständigen Kampf um die zur Verfügung stehenden Aktionen kriegt man sich genug in die Haare. Da man zwischendurch immer wieder seine Familie mit Nahrung versorgen muss besteht die Herausforderung darin, seinen Hof zu vergrößern, ohne dabei die Grundversorgung aus den Augen zu verlieren. Setzt man zuerst auf die Schweinezucht oder sollte man doch lieber noch ein Feld mit Getreide bepflanzen? Lohnt es, einen Brunnen zu kaufen, oder sollte man noch ein Zimmer anbauen, um später Platz für Kinder zu haben? Fazit: Ein schönes Strategie-Spiel, das mir wie gesagt vor allem deshalb gefällt, weil es trotz seiner Komplexität absolut logisch aufgebaut und direkt verständlich ist (in der Familien-Version!). Ich bin schon gespannt auf die umfangreichere Variante, bei der noch Handkarten dazu kommen. Freitag, 31. Juli 2009
Geburtstag!Den weißen Karton, Figuren und ein großes Blanko-Spielbrett bestellte ich im Internet, bedruckbare Spielkarten hatten wir noch zu Hause. Das Material hatte ich also - fehlte nur noch die Gestaltung. Da man den Karton leider nicht bedrucken konnte, musste ich ihm mit Eddings zu Leibe rücken, da sich leider herausstellte dass keine anderen Stifte auf dem beschichteten Material hielten. Und selbst die Eddings hatten schwer zu kämpfen. Das lief dann etwa so ab: einen Strich zeichnen .... Stift schütteln ... einen Strich zeichnen ... auf Schmierpapier kritzeln, bis wieder Farbe kommt ... einen Strich zeichnen... Aber irgendwann war der Karton zum Glück fertig. Es hat mehrere Wochen gedauert, genug Ideen für die Felder des Spielplans zusammen zu suchen und passende Bilder zu finden, denn nicht zu allem gab es Fotos und natürlich erinnere ich mich nicht an viel aus der Zeit, bevor ich Sven kennengelernt habe. Da mussten dann seine Eltern und Carlos aushelfen, was wie man sieht glücklicherweise super geklappt hat. Das Geschenk wurde rechtzeitig fertig :). Und zum Schluss: Das fertige Spielfeld in groß! Sonntag, 27. Juli 2008
Kill Doktor Lucky Dieses Spiel habe ich auf gut Glück meinem Geburtstags-Freund geschenkt, und wir haben es inzwischen schon zu zweit und zu dritt ausprobiert. Und ich muss sagen: es gefällt mir extrem gut, obwohl es in Deutschland leider relativ unbekannt ist. Das muss geändert werden! :)Story: Die Spieler befinden sich in dem noblem Herrenhaus von Dr. Lucky und trachtem ihm nach dem Leben. Aber natürlich soll kein anderer der Anwesenden mitbekommen, was man vorhat - also schleicht man dem Doktor hinterher, durchstöbert die Räume nach Waffen und hofft darauf, dass der Mordanschlag nicht vereitelt wird. Denn Dr. Lucky hat extrem viel Glück und wird bestimmt nicht beim ersten Angriff das Zeitliche segnen. Packung und Spielplan machen erst mal nicht viel her, nicht einmal Figuren liegen bei. Die spartanische Ausstattung sollte einen aber nicht abschrecken, denn sie mindert nicht den Spielspaß - und wer unbedingt will kann sich die "Deluxe"-Version aus den U.S.A. bestellen ;) Es hat aber finde ich seinen eigenen Reiz, sich aus anderen Spielen lustige Figuren zusammenzusuchen. Die Spielkarten sind auch eher schlicht gestaltet, schwarz-weiß ohne groártige Illustrationen - aber auch sie erfüllen ihren Zweck, man blickt sofort durch. Die Anleitung ist kurz gehalten, leicht verständlich und kommt ebenfalls ohne unnötigen Schnickschnack aus. Der Spaß liegt im Spiel selber - und dazu komme ich jetzt ;) Zum Spielverlauf: Der Spielplan zeigt einen Grundriss des Herrenhauses mit über 20 Räumen und diversen Fluren dazwischen. Dort stehen Spielfiguren für die menschlichen Mitspieler und Doktor Lucky. Wenn man an der Reihe ist gibt es zwei Möglichkeiten: - man geht maximal einen Raum weiter und durchstöbert ihn (zieht eine Karte) - man geht maximal einen Raum weiter und setzt beliebig viele Handkarten ein Bei den Handkarten gibt es im Grunde drei Arten: Karten, die einen selber oder Dr. Lucky um mehrere Räume weiter bewegen. Karten, die einen Mordanschlag von Mitspielern verhindern können (Fehlschlag-Karten), die also nicht im eigenen Zug eingesetzt werden. Und mannigfaltige Waffen *g*. Sobald man sich mit Dr. Lucky in einem Raum befindet kann man ihn angreifen - allerdings darf kein Zeuge in Sichtweite stehen (die Position der Türen muss z.B. beachtet werden). Ist das der Fall kann man eine Waffe einsetzen um seinen Angriff zu verstärken - z.B. die Bratpfanne, die in der Küche stolze 4 Punkte bringt. Mit den bloßen Händen wäre es nur einer. Nun müssen die Mitspieler mit Fehlschag-Karten kontern, dürfen sich jedoch nicht absprechen. Bluffen ist hier wichtig, denn man möchte natürlich lieber dass die anderen ihre Karten opfern. Auf den Fehlschlagkarten steht immer drauf, wie viele Punkte sie wert sind, und insgesamt müssen es mindestens so viele sein, wie der Mordanschlag "wert" war. Dann gilt er als vereitelt, die Karten werden abgelegt und der Doktor zieht weiter. Auch wenn er nicht angegriffen wurde zieht er am Ende jedes Zuges ein Zimmer weiter, schließlich will er es seinen potentiellen Mördern nicht zu einfach machen. Das ist schon fast alles, aber trotz des simplen Spielprinzips bleibt es durchgehend spannend. Da es die Regel gibt, dass der Spieler automatisch dran kommt, zu dem der Doktor ins Zimmer kommt, lassen sich interessante Kombos durchführen, in denen man sein Opfer mehrere Züge lang vor sich her treibt. Da viele Waffen Boni in bestimmten Zimmern erhalten ist auch das ein wichtiges taktisches Element. Und zu allem Überfluss kommen einmal benutzte Fehlschlag-Karten aus dem Spiel - so kann das ganze nicht endlos weiter gehen und wird zum Ende hin noch mal extra spannend. Schon zu zweit macht das Spiel viel Spaß, zu dritt dauert es etwas länger, durch das bluffen mit den Fehlschlagkarten spielt es sich aber noch mal etwas anders. Auf der Packung ist angegeben, dass bis zu 8 (!) Spieler teilnehmen können, wahrscheinlich wird es dann besonders schwer sich ungesehen an den Doktor heranzuschleichen. Fazit: Ein erstaunlich simples Spiel, das aber trotzdem jede Menge taktischer Möglichkeiten bietet und sehr unterhaltsam ist. Dicker Zwergentipp, mir macht es jedenfalls sehr viel Spaß :) Sonntag, 27. Mai 2007
Monsters Menace AmericaDas eigentliche Spiel gliedert sich in zwei Teile. Zuerst trampelt man mit seinem Monster durch die USA und macht dabei möglichst viele Großstädte und gegnerische Militärbasen statt. Gleichzeitig behindert man die gegnerischen Monstern durch die Militäreinheiten. Durch seine Zerstörungswut gewinnt ein Monster nach und nach mehr Leben und andere Boni. Sobald eine bestimmte Anzahl an Städten zerstört ist gilt die doofe Menschheit als besiegt und sämtlichte Militäreinheiten werden abgezogen. Nun startet die zweite Phase des Spiels: die Monster kämpfen in einem großen Finale gegeneinander, und natürlich hat dabei derjenige einen großen Vorteil, der vorher fleißig Boni gesammelt hat. Gewonnen hat dann das Monster, dass die anderen besiegt. Ich lobe so viele Spiele, deshalb kommen wir hier gleich zur Kritik. "Monsters Menace America" hat in meinen Augen ein großes Problem: es kommt zu sehr auf Glück an. Ich finde die Idee genial, dass man gleichzeitig das Monster und das Militär spielt. Man ist zwar meistens mit seinen paar Einheiten zu schwach um den Gegner richtig fertig zu machen, aber man will ihn schlielich nur ein bisschen vor dem Endkampf schwächen. Es macht einfach Spaß ihn immer wieder mit seinen Mini-Flugzeugen und Panzern zu nerven. Leider entscheiden sich die Kämpfe aber durch pures Würfelglück. In anderen Spielen werden Kämpfe zwar auch ausgewürfelt, aber bei "Monsters Menace America" habe ich das Gefühl, dass noch viel weniger Taktik dazugehört als beispielsweise bei Doom. Man bewegt seine Militäreinheiten zwar wohl überlegt übers Feld, aber die Auswirkungen des Überlegens sind letztendlich viel geringer als die des Würfelglücks. Beim Endkampf wird das besonders deutlich, denn dann steht man sich wirklich nur noch gegenüber und würfelt stumpf so lange, bis einer tot ist. Boni die einem dann wirklich helfen sind viel zu selten und man bekommt sie auch nur mit viiel Glück. Schade eigentlich, denn wenn das Spiel nicht so extrem vom Glück abhängen würde wäre es sehr gut. Das Thema an sich ist mal was anderes und alles wurde mit viel Liebe zum Detail (und zu Monsterfilmen) gestaltet. Allein die Spielfiguren sind ein echter Hingucker :) Fazit: Wer Monsterfilme mag wird seine Freude an diesem hübschen Spiel haben, aber mich stört etwas, dass der Sieg zu sehr von purem Glück abhängt. Man kann finde ich zu wenig durch seine Taktik beeinflussen, und das haben andere Spiele schon besser gelöst. Donnerstag, 22. März 2007
Cranium
Langsam muss ich mich mal dransetzen, die Spiele und Filme vom Wochenende aufzuarbeiten. Beginnen wir mit dem Spiel "Cranium", das Johanna mitgebracht hatte. Es ist eines dieser ominösen Partyspiele, die man entweder hasst oder liebt, und für die man immer einen Mitspieler mehr braucht, als man gerade zur Verfügung hat. Deshalb habe ich es mir noch nicht selber gekauft, obwohl es großen Spaßgemacht hat... man braucht halt immer mindestens 4 Leute.
Die Regeln orientieren sich an Klassikern wie "Activity" oder "Das Nilpferd in der Achterbahn" und sind SEHR einfach: man bildet Gruppen und versucht zuerst das Ziel zu erreichen. Auf jedem Feld zieht man eine Karte und muss die Aufgabe erfüllen, die darauf steht. Es gibt vier Kategorien: Word Worm: Hier geht es um Sprache, man muss also Buchstabenrätsel lösen oder vorwärts / rückwärts buchstabieren können. Data Head: Wissensfragen und solche, bei denen man einfach schätzen muss. Creative Cat: Der kreative Bereich, bei dem man etwas kneten oder mit offenen / verbundenen Augen zeichnen muss. Star Performer: Für diejenigen, die gerne Stars nachmachen, Pantomime mögen und Lieder nachsummen können. Einige Aufgaben der ersten beiden Kategorien werden von der gesamten Gruppe gelöst, bei allen anderen sucht man sich einen Freiwilligen aus, der die Aufgabe übernimmt. Das fand ich ziemlich gut an dem Spiel, denn es liegt ja zum Beispiel nicht jedem, vor versammeltem Publikum ein Lied zu summen. Fazit: Cranium bietet nicht unbedingt neue Ideen, aber es verbindet auf einfache Art und Weise die Highlights aus verschiedenen anderen Partyspielen. Deshalb ist es jedem zu empfehlen, der sowas mag und genug Mitspieler auftreiben kann.
Sonntag, 4. Februar 2007
Bausack
Heute habe ich mich auf eine Reise zurück in meine Kindheit begeben, einen Sack bunte Bauklötze ausgepackt und damit gespielt.
"Bausack" wirkt erst mal ein wenig anders als herkömmliche Gesellschaftsspiele. Kein Plastik, keine Hochglanz-Anleitung, nicht mal einen Karton hat das ganze. Der schlichte Öko-Sack enthält bloß einen zusammengefalteten Zettel mit Spielvarianten, Bohnen (!) zum zählen der Punkte und einen Haufen hübscher Holz-Bausteine. Die meisten sind nicht so einfach geformt wie man das aus dem Kindergarten kennt, sondern haben schiefe Seiten, Rundungen, Löcher oder Dellen. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: nach einander setzt jeder Stein auf Stein, und bei wem der Turm umkippt der hat verloren. Wer zuletzt erfolgreich einen Stein ablegen konnte bekommt eine Bohne und darf den Grundstein für die nächste Runde aussuchen. Man kann die Regeln nach Wunsch erweitern, z.B. kann man festlegen, ob man sich seinen Stein aussuchen darf oder blind einen aus dem Sack ziehen muss (das erschwert die ganze Sache allerdings meiner Meinung nach zu sehr). Das Spiel macht trotz seiner Einfachheit eine Menge Spaß, denn natürlich versucht man immer seinem Gegner einen Stein hinzubauen, bei dem es schwer wird noch einen drauf zu setzen. Wir haben heute ein paar Runden gespielt und irgendwann angefangen, herumliegende Gegenstände mit ein zu beziehen... das hat auch bestens geklappt. Man braucht aber ein ruhiges Händchen, um Spaß mit dem Bausack zu haben. Montag, 15. Januar 2007
World of Warcraft - das Brettspiel• 3 - 7 Stunden Zeit • viel Geduld beim ersten Durcharbeiten der Anleitung • einen überdurchschnittlich großen Tisch Wer damit dienen kann hat aber garantiert seinen Spaß, denn sowohl "Doom" als auch das später erschienene "Warcraft" konnten dadurch überzeugen, dass es erstaunlich taktische Spiele waren. Aber ich will jetzt ja gar nicht über die beiden schreiben, sondern über unsere neuste Anschaffung: WoW. Vorweg: das mit dem großen Tisch kann man diesmal getrost vergessen, denn es existiert meines Wissens nach KEIN Wohnzimmertisch, der diesem Spiel gerecht wird. Ein Ausweichen auf den Fußboden sollte also von vorneherein einkalkuliert werden (seht euch einfach die Fotos unten an). Was die zeitlichen Dimensionen angeht haben wir gestern 7 Stunden vor WoW zugebracht... und müssen heute noch fertig spielen ;) Der Packungsinhalt entspricht in etwa dem was passiert, wenn man "Doom" und "Dungeons & Dragons" mischt: massenhaft Marker, Karten, Figuren, Würfel und Übersichtsblätter. Das erste Durchkauen der Regeln hat uns etwa 3 Stunden gekostet. Wer auf simple Spielkonzepte steht ist hier eindeutig falsch, denn diese Leute werden wahrscheinlich schon bei den Regeln aufgeben... wobei man aber fairerweise sagen muss, dass das Handbuch SEHR ausführlich gehalten ist und jede Kleinigkeiten Idiotensicher erklärt. Das ginge auch wesentlich schneller. Gegen die Aufmachung kann man nichts sagen, die Massen an Zubehörteilen sind alle liebevoll gestaltet. Jeder Charakter hat ein eigenes Inventar für Ausrüstungskarten und Fähigkeiten, die er im Spielverlauf kaufen oder als Quest-Belohnungen erhalten kann. Die auf der Weltkarte verteilten Quests sind das wichtigste am Spiel, denn nur wenn man sie schafft erhält man Erfahrung und kann so immer weiter aufsteigen. Netterweise sind die Quests für die beiden Fraktionen getrennt, so kann man dem anderen wenigstens nichts wegschnappen. Quest-Aufgaben laufen üblicherweise nach dem Schema "Töte das fette Monster" ab. Das Spiel ist in maximal 30 Züge unterteilt und wenn die eigene Fraktion am Zug ist kann man mit jedem Charakter nur 2 Aktionen ausführen (z.B. laufen + kämpfen oder erholen + trainieren). Da muss man gut planen... Außerdem muss man sich überlegen, ob man seine 2-3 Charaktere einzeln Abenteuer bestehen, oder sie als Gruppe schwerere Quests erledigen lässt. Je schwerer die Aufgabe, desto größer fällt die Belohnung aus - aber dafür muss man sie dann zwischen den Gruppenmitgliedern aufteilen. Die Kämpfe an sich laufen (wie immer in solchen Spielen) so ab, dass gewürfelt wird. Genau will ich jetzt nicht darauf eingehen, aber das System ist sehr durchdacht und durch die richtige Ausrüstung oder spezielle Fähigkeiten kann man das Ergebnis gut beeinflussen. Viel mehr will ich jetzt eigentlich gar nicht schreiben, aber es gibt noch einiges mehr in dem Spiel zu entdecken. Fazit: Wer das PC-Spiel kennt wird einiges wiedererkennen, aber auch für alle anderen ist das Brettspiel zu empfehlen. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich von dem vielen Zubehör und der langen Spielzeit nicht abschrecken lässt. Und anfangs dauert ein Zug besonders lang, weil man sich erst die Reihenfolge merken muss. Vor allem das Kampfsystem braucht einige Zeit zur Eingewöhnung, aber schon nach wenigen Runden geht es einem flüssiger von der Hand. Wer sich die Zeit nimmt, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen bekommt ein sehr geniales, strategisches Fantasy-Abenteuer geliefert. Ich jedenfalls bin begeistert :D Donnerstag, 11. Januar 2007
Scene it?Die Regeln sind simpel: man legt die DVD ein, stellt die Spielfiguren auf den Spielplan und würfelt mir zwei Würfeln. Der eine Würfel bestimmt die Kategorie, der andere wie weit man laufen darf, wenn man richtig liegt. Die Regeln kann man variieren um die Spielzeit nach belieben anzupassen. Je nachdem welche Kategorie man erwischt muss man entweder eine Karte ziehen und eine normale Quizfrage beantworten oder die DVD wird genutzt. Die interaktiven Aufgaben sind sehr verschieden, und man muss entweder alleine oder zeitgleich mit den Gegnern spielen. Mal muss man einen kurzen Filmclip betrachten und dann eine Frage dazu beantworten, mal gilt es Filme nach ihrem Entstehungsjahr zu sortieren oder Stars zu erraten. Bilder- und Worträtsel sind ebenfalls vertreten. Wer richtig liegt darf vor, und so erreicht man dann irgendwann das Ziel mit den Abschlussfragen. Actionkarten lockern das ganze zusätzlich auf und schicken einen mal vor, mal zurück oder lassen Spieler aussetzen. Ich habe in einigen Kritiken gelesen, dass angeblich zu viele alte deutsche Filme dabei sein sollen und nur einige wenige aktuelle aus Hollywood. Das stimmt zumindest bei meiner Edition nicht, eher das Gegenteil ist der Fall. Allerdings steht auch ein extra "Blockbuster"-Vermerk auf der Packung, womöglich gibt es ja zwei Varianten des Standard-"Scene It?". Die Steuerung per DVD-Player ist übrigens auch gut gelungen und die Aufgaben wiederholen sich bisher nur sehr selten. Zu jedem Film-Clip gibt es zum Beispiel mehrere mögliche Fragen. Allerdings will ich noch nicht zu viel zur Langzeitmotivation orakeln, denn ich habe das Spiel ja noch nicht oft gespielt. Fazit: Für Filmfans ein großer Spaß, und durch die DVD kommt sogar richtiges Quizshowfeeling auf. Die Aufgaben sind schön verschieden, so dass nicht nur Leute mit einem fundierten Kinowissen punkten können, sondern es geht auch um Phantasie und Schnelligkeit. Momentan bekommt man diese normale Edition in einigen Läden schon sehr günstig, da kann man nichts falsch machen. Nachtrag: Die letzte Runde dauerte erstaunlich lange... und deshalb muss ich fairerweise hinzufügen, dass es durchaus passieren kann, dass man mehrmals hintereinander Fragen zieht, die man beim besten Willen nicht beantworten kann. Das kann dann schon etwas frustrieren, kam aber bisher zum Glück nur während eines Spiels vor ;)
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