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Artikel mit Tag GutesDienstag, 25. August 2009
Köppel heißt jetzt HimmenAm Freitag Morgen begleitete mich Svens Schwester zum Friseur, und nach etwa einer Stunde war ich Hochzeitsfertig. Anfangs bereitete mir die lange Schleppe vom Brautkleid noch Probleme (ich blieb im Aufzug hängen, das hätte böse enden können... *g*), aber nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt. Weil es vom Friseur zum Römer nicht weit, aber mit dem Taxi umständlich war (und ich Autofahren hasse), beschlossen wir uns den Spaß zu erlauben per U-Bahn zu fahren. Das war tatsächlich ein Erlebnis :D. Allerdings war ich ziemlich enttäuscht von der Hilfsbereitschaft der Frankfurter, die einer über den Bahnsteig eilenden Braut nicht einmal die Tür aufhalten. Gegen 12:00 h traf ich mich mit meinem (staunenden) Bräutigam, den 33 Gästen und dem Fotografen vor dem Römer, und dann wurde es ernst. Glücklicherweise haben wir mit der Kirche nichts am Hut, deshalb wurde es nur eine standesamtliche Trauung. Das war für meine Nerven trotz der Kürze aber schon schlimm genug *schwitz*. Schade nur, dass die Standesbeamtin sich nicht die Zeit nahm, vorher selber kurz mit uns zu sprechen - sie sprach meinen Namen prompt falsch aus. "Tschanina"... hmpf. Unsere Trauzeugen waren übrigens unsere besten Freunde Gina und Carlos. Nach dem Ja-Wort folgte dann meine erste zaghafte Unterschrift als "Himmen", und das ist auf jeden Fall das, was am meisten Umgewöhnungszeit brauchen wird. Unsere erste Prüfung bestand dann darin, eine altbekannte Hochzeitstradition auszuführen: Aus einem Bettlaken sollten wir gemeinsam mit kleinen Scheren ein Herz schneiden, und dann wurde ich durch das Loch getragen. Glücklicherweise meisterte Sven diese erste Prüfung. Dann schlenderten wir am Main entlang zum Literaturhaus, wo die Feier stattfinden sollte, und dabei entstanden einige Fotos. Ein paar zwielichtige Typen unter einer Brücke wollten mich entführen, ein Straßenmusikant spielte spontan einen Hochzeitsmarsch und sogar ein vorbei fahrender Rettungswagen wünschte uns lauthals alles Gute. Man fällt schon auf als Brautpaar... Am Literaturhaus wartete die nächste Überraschung auf uns, meine Schwester hatte nämlich Unmengen von Ballons organisiert, die wir am Mainufer steigen lassen sollten. An jedem hing eine leere Glückwunschkarte mit unserer Adresse, und wer sie findet kann sie dann losschicken. Leider hatten viele Ballons die Nacht nicht überlebt, weil sie schon am Vortag mit Helium gefüllt worden waren und sich das nicht so lange hält. Aber einige flogen dann doch, und wir hatten unseren Spaß. Und heute kam tatsächlich die erste Postkarte bei uns an! :) Aber zurück zur Feier. Um es kurz zu machen (das sieht man eh besser in der Foto-Galerie): Wir bekamen dann nach und nach noch eine Hamster-Torte und Hamster-Kekse überreicht, ein eigens für uns ausgedachtes Lego-Set (das ich mit Svens Hilfe blind zusammenbauen musste), ein Gedicht von meinem Opa, ein Gitarren-Ständchen von Nina, ein ganz ausgefallenes beleuchtetes South Park Gemälde und es gab diverse Hochzeits-Spiele. Zwischendurch schnitten wir dann noch unsere Hochzeitstorte an. Weil wir beide keine Sahnetorten-Fans sind, hatten wir uns für einen trockenen Schokoladenkuchen mit South Park Motiv entschieden - und er kam gut an. Die meisten verglichen ihn mit einer großen Milchschnitte, und Milchschnitte mag schließlich jeder ;). Zwischen 18:00 h und 21:00 h löste sich die Feier dann langsam auf, aber zu hause wartete echte Knochenarbeit auf uns - Geschenke auspacken! Ich bin immer noch ganz geplättet darüber, wie viel wir bekommen haben. Und dazu kommen natürlich noch die ganz persönlichen Erinnerungsstücke, wie das Gästebuch (das mich dann tatsächlich doch noch zum heulen gebracht hat) und eine Leinwand, auf die jeder Gast ein Herz für uns gemalt hat. Tja, Herzen haben wir jetzt jedenfalls genug gesehen... aber wenigstens sind wir um weiße Tauben herum gekommen *g*. Da bleibt jetzt eigentlich nur noch zu sagen: Es hätte kein schönerer Tag werden können, und ich bin mir sicher, dass ich den bestmöglichen Bräutigam gefunden habe :). Freitag, 24. Juli 2009
DominionSeit gestern besitzen wir es, und wir haben gleich am ersten Tag 7 Runden gespielt. Der Rummel um das Spiel ist absolut gerechtfertigt, wir hatten lange nicht mehr so sehr den Drang, nach einer Runde sofort die nächste anzufangen! Aber erst einmal zu den Regeln: Dominion besteht aus etwa 500 hübsch gestalteten Karten, die zu Beginn ordentlich sortiert in der Mitte des Tisches liegen. Grob gesagt gibt es drei Sorten: "Geld", "Punkte" und "Aktionen", und alle kann man für Geld kaufen. Man beginnt mit einer Hand voll Geld- und Punktekarten, die verdeckt vor einem liegen und den eigenen Ziehstapel bilden (= "Deck"). Dieses Deck versucht man nach und nach um möglichst gute Karten zu ergänzen, denn man kann nur ziehen, was man zuvor dem Deck hinzugefügt hat. Ein gutes Deck ist dann der Schlüssel zum Sieg. Wer die meisten Punkte sammelt gewinnt, an die kommt man aber nur mit viel Geld heran, und durch den geschickten Einsatz von Aktionskarten. Eine Runde zum Start kann z.B. so aussehen: Man zieht 5 Karten von seinem Deck. Zwei Punktekarten (bringen erst bei der Endwertung etwas) und drei Geldkarten im Wert von je "1". Man könnte also von den Stapeln in der Tischmitte eine Aktionskarte im Wert von "3" kaufen. Man könnte aber auch eine Geldkarte im Wert von "2" dafür kaufen. Sparen kann man nicht, denn am Ende der Runde werden alle nicht verwendeten Handkarten abgelegt - man sollte aber auch nicht zu viele billige Karten kaufen, da man sich nachher nur ärgert, wenn man zu viele von diesen im Deck hat. Eingesetztes Geld verliert man nicht, es wird wieder ins Deck gemischt, wenn der Stapel aufgebraucht wurde. Die Aktionskarten sorgen für Abwechslung und können sehr unterschiedlich ausfallen. Hat man eine auf der Hand kann man z.B. in dieser Runde extra Karten ziehen, dem Gegner eine Karte klauen oder mehrere Aktionen ausführen, was interessante Kombos ermöglicht. Da man immer nur mit 10 ausgewählten Aktionskarten-Typen spielt, verläuft jede Runde anders. Mal ist es schwer an Geld zu kommen, mal stehen viele Karten zur Verfügung, um den Gegnern zu schaden. Auch Aktionskarten verliert man nicht, wenn man sie einsetzt - sie bleiben im Deck und stehen immer wieder zur Verfügung. Fazit: Ein absolut geniales Spielprinzip! Auch wenn es erst mal nicht den Anschein hat, ist Dominion eines dieser Spiele, in die man extrem schnell reinfindet. Es ist schnell erklärt, schnell kapiert und bietet trotzdem eine Menge Abwechslung. Anders als bei "Die Siedler von Catan" und ähnlichen Spielen, kann man hier ohne viel Aufzubauen loslegen und die Runden haben eine angenehme Länge. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Runden sehr ausgeglichen verlaufen - bisher blieb es bei uns immer bis zu letzt spannend. Und man braucht kaum Platz, da man seine Karten in seinem Stapel behält und nicht vor sich ausbreitet. Nur die große Packung sollte man nicht wegrationalisieren, denn ohne eine Vorsortierung der vielen Karten würde das ganze schnell im Chaos enden. Kaufen! :) Dienstag, 21. April 2009
Zwergenhochzeit: The Beginning
Es ist soweit... Einer meiner allerersten Blogeinträge hatte eine Verlobung zum Thema, jetzt steht am 21. August die dazugehörige Hochzeit vor der Tür.
Wir haben uns das schon vor einer Weile überlegt, aber erst gestern haben wir die letzten Formalitäten beim Standesamt geklärt, und deshalb ist es jetzt offiziell. Wer hier mitlest, weiß eh wen ich heirate und wie wir uns kennen gelernt haben, deshalb erspare ich euch jetzt die Vorgeschichte und austauschbares Liebesgeschwafel zugunsten eines anderen Themas: Hochzeits-Planungs-Stress. Es ist ein bisschen wie bei einem Umzug: Man muss zwar viel planen, aber man freut sich tierisch drauf... und es gibt Personen, die einem überall reinreden wollen. In meinen Fall ist das in erster Linie mein Vater. Okay, meine Schwester wollte mir ein violettes Tüll-Sommerkleidchen andrehen, weil der schwule Verkäufer so SÜSS war... aber nach ein paar mahnenden Worten hat sie dann doch verstanden, dass ich nur kaufe was mir gefällt. Mein Vater allerdings manipuliert hinterhältiger. Er sagt erst "Euch muss es gefallen.", um dann sofort ein "Aber ich bin bei der Planung dann dabei!" oder "Aber bedenkt, dass das-und-das sein muss!" nachzuschieben. Aber das nur schon mal als Vorwarnung, denn eigentlich wollte ich ja vom "Beginning" erzählen. Wir saßen Ende Februar mit meiner Mutter, ihrem Mann (ungleich meinem Vater) und meinen Großeltern zwecks Geburtstagsfeier meiner Mutter zusammen, und sie waren die ersten, denen wir die frohe Botschaft überbrachten. Natürlich noch ohne Termin oder sonstige Details. Die Reaktion war glücklicherweise positiv, und goldig fand ich schon mal die typische Reaktion meines Großvaters auf die Kleiderfrage. Als meine Mutter anfing laut darüber nachzudenken meinte er (wissend um meine Abneigung gegenüber Kleidern): "Ach, heutzutage kann man einen schicken Hosenanzug tragen, das ist doch kein Problem.". Mein Opi, immer zur Stelle, um mir den Rücken zu stärken ;). In diesem Fall aber leider umsonst, denn dann musste ich ihm erklären, dass ich zu meiner Hochzeit tatsächlich vollkommen freiwillig ein Kleid tragen möchte. Wieder zu Hause wurde dann auch der Schwieger-Part meiner Familie informiert, was leider nicht persönlich möglich war, da sie weiter weg wohnen. Und was braucht man nun? Zum Glück stießen wir dann auf das Literaturhaus, ein wunderschönes Gebäude in der Nähe des Römers direkt am Main. Wir klärten das Gröbste und waren uns schnell einig, dass wir hier feiern wollten. Der Raum, den wir anmieten werden, passt genau für die Größe unserer Hochzeitsgesellschaft, ist sehr gemütlich und auch die Mitarbeiter machten einen sehr netten und kompetenten Eindruck. Wir haben direkten Zugang zur Terrasse, hinter der ein hübscher Park beginnt - das war mir für eine Feier im Sommer sehr wichtig, denn man will ja nicht stundenlang drinnen hocken. Punkt 3: Ein Kleid. Puh... ich habe seit der Grundschule kein Kleid getragen, von daher hatte ich keine Ahnung, was mir steht und worauf ich achten muss. Ich schnappte mir also meine Schwester, die auf Grund ihres Modefimmels zumindest für so etwas gut zu gebrauchen ist. Unsere erste Anlaufstelle war ein extrem teurer Laden, in dem ich behandelt wurde, als wäre ich der letzte Penner von der Straße. Wahrscheinlich lag es an meinen Turnschuhen. Nach mehreren weiteren abgeklapperten Geschäften fand ich dann mein Traum-Brautkleid, und ich bin einfach begeistert! Leider darf ich es hier vorher nicht zeigen, aber dass sogar meine Schwester und meine Mutter zufrieden waren heißt schon mal was ;) Leider dauert es ewig... bis Juli wird es in meiner Größe besteht und dann kommt die richtige Anprobe mit Schuhen und allem drum und dran. Dann wird es im Detail zurechtgeschneidert und noch einmal anprobiert. Wenn es dann passt, kann ich es einige Tage vor der Hochzeit abholen. Ich freue mich schon darauf, die versammelten Gäste mit meinem Anblick im Kleid zu erschrecken :D. Soviel erst mal dazu... aber ich werde mich bestimmt in den nächsten Monaten noch öfter zu dem Thema melden. Samstag, 28. Juni 2008
PC: Diablo
HURRA! Heute ist der wohl glücklichste Tag in meinem Computerspielerleben (okay, nach dem Tag, an dem ich meinen ersten PC bekommen habe ;)), denn heute wurde Diablo III offiziell angekündigt! Jahrelang habe ich gewartet, denn Diablo II ist mein absolutes Lieblingsspiel, weil mich kein anderes über so viele Jahre hinweg immer wieder vor den Bildschirm bannen konnte. Das ist purer Spielspaß, und dabei spiele ich so gut wie nur den Singleplayermodus. Grund genug also, diese ganz besondere Serie in meinem kleinen Blog zu würdigen.
Begonnen hat alles vor gefühlten 100 Jahren, als mir eine Kopie (das ist inzwischen verjährt, oder?) von Diablo 1 in die Hände fiel. Ich erinnere mich vor allem noch an zwei Dinge: An das hyperrealistische Intro und die englische Sprachausgabe, die ich damals kaum verstand. Aber Sätze wie "Stay a while and listen." brannten sich für immer in mein Hirn. Aber man muss sagen, der erste Teil bot noch nicht viel Langzeitmotivation. Man metzelte sich durch eine einzige Kirche, von Stockwerk zu Stockwerk bis man schließlich unten bei Diablo in der Hölle angekommen war. Vieles war noch nicht ausgereift, so musste man z.B. für jeden Schlag einzeln klicken. Das führte bei mir dazu, dass ich auch bei neueren Actionrollenspielen noch in hektisches Dauerklicken verfalle, weil ich diese Kampftechnik nie völlig los geworden bin. Mein ausgeleierter Zeigefinger dankt Blizzard. Alles was Diablo 1 zum wahren Dauerbrenner fehlte wurde dann aber bei der Fortsetzung nachgereicht - Diablo 2 war schlicht und ergreifend das perfekte Spiel, vor allem mit dem Add On "Lord of Destruction". Noch heute wird ja jedes neue Hack & Slay RPG damit verglichen, und bisher hat es keines geschafft an Diablo 2 heranzureichen. Klar, es gab ein paar wirklich gute - Titan Quest und Sacred haben sich z.B. sehr ins Zeug gelegt. Aber das gewisse Etwas hat immer gefehlt. Dass ein Spiel nach so vielen Jahren noch so erfolgreich und beliebt ist kann nur daran liegen, dass es eine Unmenge an Möglichkeiten bietet. Mehr als gute Grafik und eine spannenden Story. Man kann den selben Charakter in alle möglichen Richtungen entwickeln und kann so viele verschiedene Items sammeln, dass man wahrscheinlich alleine darüber Bücher füllen könnte. Und dann ist da ja noch der kostenlose Multiplayermodus, der nach wie vor ausgiebig genutzt wird. Ich für meinen Teil spiele wie gesagt vor allem den Singleplayermodus. Wenn Multiplayer, dann spiele ich nur mit Leuten die ich kenne - und da gibt es leider nicht viele. Aber alleine macht's auch Spaß, ich habe schon mehrmals alle Schwierigkeitsgrade durch geschafft und dabei einige Charaktere hervorgebracht, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Mein Liebling ist wohl die flinke Assassine mit ihren Fallen und Klauen ;) Und immer wieder krame ich die CDs raus, weil mich immer wieder das Verlangen packt ein paar Monster zu metzeln. Das kann man in anderen Spielen auch, aber keines macht so süchtig wie Diablo 2 - warum auch immer. Tja, und jetzt kommt endlich Diablo 3... ich hatte gehofft, dass das Spielgefühl erhalten bleibt, und die ersten Ingame-Videos sehen seeeehr vielversprechend aus. Aber ob der dritte Teil letztendlich dieses Gewisse Etwas hat, das wird man wohl erst einige Zeit nach dem release sagen können. Ich hoffe jedenfalls schlicht und ergreifend, dass es das beste Spiel aller Zeiten wird :) Donnerstag, 6. Dezember 2007
Geschafft!
Nachdem ich mich letztes mal ja sehr ausführlich über mein Studium ausgelassen habe verschone ich euch diesmal mit langem Geschwätz und sage nur: ich hab bestanden! Für den schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil meines Examens gab es je eine 2, also insgesamt als Endnote auch eine 2. Könnte besser sein, könne schlechter sein. ;) Die Nachkommastellen erfahre ich erst in einer Woche bei der mehr oder weniger festlichen Zeugnisvergabe.
Nachtrag: Inzwischen habe ich mein zeugnis und weiß die genauen Noten. 1,56 praktisch / 1,72 theoretisch Montag, 15. Oktober 2007
DS: Pokémon DiamantMan lebt in einem kleinen Dorf in der Region Sinnoh, in der die Menschen friedlich mit Pokémon zusammen leben. Das sind kleine (oder größere) Kreaturen, die überall in der Wildnis leben. Trifft man auf eines kann man es entweder mit einem Pokeball fangen, oder man besiegt es mit seinem eigenem Pokémon-Team. Dadurch gewinnen diese an Erfahrung und leveln, wodurch sie immer stärker werden. Jedes Pokémon verfügt über bestimmte Eigenschaften und beherrscht vier unterschiedliche Attacken. Lernt es eine neue, muss eine alte vergessen werden. Man erforscht also das Land (eine Rollenspiel-mäßige Story gibt es natürlich auch), kämpft gegen andere Trainer und wilde Pokémon und versucht alle zu fangen, denen man begegnet. Aus denen stellt man sich dann ein möglichst effektives Team zusammen. Besonders der Grundtyp der Kleinen sollte dabei beachtet werden, denn ein Wasserpokemon ist beispielsweise besonders effektiv gegen Feuerpokémon, hat dafür aber auch gewisse Schwächen. Mit der Zeit merkt man, dass die Kämpfe deshalb eine gewisse Taktik erfordern. Aber es geht nicht nur ums stumpfe kämpfen und hochleven seines Teams. Wie gesagt gibt es auch eine Story, sowie bestimmte Gebäude und Areale in jeder Stadt. Man kann an Wettbewerben teilnehmen, in denen die Pokémon verkleidet werden, tanzen oder bestimmte Attacken vorführen sollen. Es gibt ein Spielkasino, ein Safari-Spiel und natürlich einige Möglichkeiten über wifi mit anderen Spielern in Kontakt zu treten. Dann kann man kämpfen, tauschen oder zusammen besondere Gebiete erforschen. Zudem findet man auf seiner Reise massenhaft Items. Das Hauptziel ist aber klar: Fang sie alle! Zuerst sind es nur überschaubare 150, aber wenn der Abspann gelaufen ist kommt man in ein neues Gebiet und kann nun mit viel Geduld fast 500 Pokémon fangen. Man sollte allerdings wissen, dass viele davon nur zur Verfügung stehen, wenn man die GBA-Versionen gespielt hat und sie von diesen überträgt. Es ist aber auch so schon manchmal gar nicht so leicht, ein bestimmtes Pokémon zu bekommen. Manche zeigen sich nur zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden und sind schwer zu fangen. Andere entwickeln sich aus anderen Pokémon weiter, wenn man sie hoch genug levelt oder ihnen spezielle Items zu tragen gibt. So kann schon mal aus einem schwächlichem Fisch ein riesiger Drache werden - man muss nur herausfinden, wie ;) Der Sammeltrieb sorgt also dafür, dass man auch nach dem Abspann noch bei der Sache bleibt, und so soll ein Spiel finde ich sein :) Ich spiele jetzt seit 150 Stunden und werde mir auch die GBA-Versionen holen, weil das Spielprinzip einfach Laune macht und ich sehen will, was für Pokémon es noch gibt. Ach ja, bevor ich's vergesse... ein paar Worte zu den technischen Aspekten. Grafik und Musik sind sehr stimmig, allerdings merkt man, dass hier die GBA-Spiele als Grundlage genommen wurden. Der Touchscreen wird am ehesten noch in kleinen Minispielen genutzt, die Menüs bedienen und laufen muss man leider mit den Tasten. Man gewöhnt sich zwar schnell daran, aber trotzdem hätte ich mir da mehr Einbindung der DS-Features erhofft. Fazit: Bisher eindeutig eines der DS-Spiele mit der größten Langzeitmotivation. Es ist unglaublich, was alles eingebaut wurde, man bekommt also auf jeden Fall genug für sein Geld. Und glücklicherweise hat die Handlung nichts mit dem Anime zu tun und auch die Charaktere scheinen komplett andere zu sein. Samstag, 21. Juli 2007
Wii: Big Brain Academy
Und noch ein Spielbericht, diesmal über meine neuste Wii-Anschaffung "Big Brain Academy". Ich besaß vorher schon die DS-Version, aber weil mir die gut gefallen hat und die Wii-Version komplett neue Aufgaben bietet, musste diese ebenfalls ins Haus.
Im Grunde erinnert das ganze ans bekannt Gehirnjogging- nur etwas verspielter :) Es gibt 5 Kategorien (Algebra, Memoria, Vision,...) mit je 3 Aufgaben-Typen in 3 Schwierigkeitsgraden. Man kann so insgesamt 45 Medaillen gewinnen. Wenn man sich für einen Aufgabentyp und einen Schwieirgkeitsgrad entschieden hat, muss man 10 Aufgaben am Stück absolvieren. Bewertet werden die benötigte Zeit sowie die Anzahl an Fehlern, und daraus errechnet sich dann die Punktezahl. Ab 200 gibt es eine Silbermdaille, ab 300 Gold. Im leichten Modus überall Gold zu kriegen geht zwar relativ schnell, aber ab dann wird es schon anspruchsvoll. Und soviel sei verraten: besonders herausragende Leistungen werden zusätzlich belohnt... Jeder Spieler kann sich sein eigenes Profil anlegen, und man kann diese Profile dann auch über wifi an Freunde verschicken, damit diese bei jeder Aufgabe sehen, wie sie im Vergleich zu dir stehen. Einen direkten Online-Modus gibt es leider nicht, aber dafür drei verschiedene Multiplayer-Modi zum zocken mit Freunden an einer Konsole. In diesen spielt man entweder mit oder gegeneinander, entweder alleine oder in Teams. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten und ich finde nach dem ersten Anspielen alle drei Multiplayer-Modi unterhaltsam (anders als z.B. bei Wario Ware Smooth Moves, wo sie doch sehr wechselhaft geraten sind). Grafik & Sound sind sehr zweckmäßig gehalten, aber das stört bei solchen Spielen find eich nicht. Hauptsache es lenkt nicht ab :) Die Wii-Mote Steuerung ist sehr intuitiv, und anders als bei Wario Ware weiß man sofort was zu tun ist. Man braucht im gesamten Spiel nur den A-Knopf. Leider gibt es aber auch etwas zu bemeckern... ein kleiner Professor ist nach jedem Spiel darum bemüht, dir in allen Einzelheiten mitzuteilen, wie deine Leistung war. Das ist nett gemeint- nach dem zehnten mal würde man das ganze aber doch gerne einfach abbrechen können. Stattdessen kann man leider nur mehrmals A drücken, um jeden Satz einzeln vorzuspulen. Kein Weltuntergang, aber für mich der größte Negativpunkt. Fazit: Das schnelle Knobeln macht Spaß! Sowohl alleine als auch mit Freunden, und wer mehr Wert auf Spielspaß als auf Grafikzauber legt kann bedenkenlos zugreifen. Man sollte aber schon jemanden haben, mit dem man sich wenigstens an Hand der High Scores messen kann, denn das sorgt eindeutig für mehr Motivation. Sonst könnte es schnell langweilig werden, weil es außer den Medaillen nichts freizuspielen gibt. Sonntag, 1. April 2007
DS: Animal Crossing - Wild WorldFür diejenigen, die es nicht kennen: Es handelt sich dabei um den DS-Ableger eines japanischen Gamecube-Spiels, das sich am ehesten als putzige Lebenssimulation beschreiben lässt. Man zieht in ein Dorf voller Tiere ein, in dem es neben den Nachbarhäusern noch zwei Läden, ein Museum und ein Rathaus (inklusive Bank und Postamt) gibt. Hier herrscht noch Idylle, man kann fischen gehen, pflanzen, ernten, Insekten fangen oder sich einfach mit den Tieren unterhalten. Man hat zwar sein eigenes Haus, das man mit hunderten von Möbeln nach Belieben einrichten kann, aber es gibt zwei grundsätzliche Unterschiede zu den Sims: 1) Es gibt keine Pflichten, man muss weder essen noch schlafen. 2) Man hat anfangs nur wenig Platz und wenig Möbel, mit der Zeit sammelt man sich aber immer mehr Items zusammen. Gerade dieser Sammeltrieb sorgt finde ich für den anhaltenden Spielspaß, denn selbst nach einem Jahr habe ich noch nicht alle Möbel, Klamotten, Fische und Insekten entdeckt. Ja, ich habe Listen auf denen ich alles abhake... schließlich will man irgendwann alles haben, und ich kann mich bei so etwas schön drin vertiefen ;) Oft ist es pures Glück, aber bestimmte Objekte erhält man auch nur für besondere Leistungen. So kann man beispielsweise besonders viel Geld auf der Bank ansparen, um mit seltenen Geschenken belohnt zu werden. Oder man erhält vom Museum eine Belohnung, wenn man viele Ausstellungsstücke stiftet. Es gibt also viel zu tun, wenn man nur möchte. Ein weitere Punkt der dafür sorgt, dass es spannend bleibt, ist die Tatsache, dass "Animal Crossing" in Echtzeit abläuft. Nachts wird es dunkel und die Läden haben geschlossen, je nach Jahreszeit verändert sich die Natur und natürlich gibt es auch Schnee und Regen. An bestimmten Tagen finden Feste und Wettbewerbe statt, und immer mal wieder kommen besondere Besucher in die Stadt. Wer kreativ sein will, der ist nicht auf das Einrichten seines Hauses beschränkt. Man kann auch eigene Muster entwerfen und diese dann als Kleidung, für Tapeten, Bodenbeläge oder Flaggen verwenden. Und zu guter letzt wäre da ja noch der Multiplayer-Modus, in dem man Freunde in ihren Städten besuchen kann um sich auszutauschen. Die letzten beiden Aspekte sind persönlich mir aber nicht so wichtig... ich habe viel zu viel mit meinen Hauptbeschäftigungen zu tun: Items sammeln, Hybrid-Blumen züchten und Geld durch Rübenhandel scheffeln ;) 7 Millionen hab ich schon auf dem Konto. Fazit: Wem es nichts ausmacht, kein richtiges Spielziel zu haben und nicht verlieren zu können, der sollte sich Animal Crossing auf jeden Fall mal ansehen. Welches Spiel schafft es schon, jemanden für ein komplettes Jahr jeden Tag aufs neue zu fesseln? Und man kann es schön nebenbei spielen, für ein bisschen Urlaubs-Feeling in der Bahn zum Beispiel. Kein Spiel in den letzten Jahren hat sich für mich so gelohnt, wie Animal Crossing: Wild World :) Mittwoch, 17. Januar 2007
Wii: Wario Ware - Smooth Moves
Unsere neuste Wii-Anschaffung ist das Spiel, auf das ich mich seit dem Release der Konsole am meisten gefreut habe. Ja ja, ich schreibe hier bisher nur über gute Spiele... momentan bin ich halt sehr wählerisch und gebe mich nicht mit solchen unterdurchnittlichen Machwerken wie "Erotic Empire" zufrieden. Nicht, dass ich so etwas jemals besessen hätte.
"Wario Ware - Smooth Moves" ist der erste Wii-Ableger der beliebten Reihe, und ich habe auch schon die Vorgänger auf dem Gamecube, DS und (testweise) GBA gespielt. Wer sich bei der Gamecubeversion darüber geärgert hat, dass die Minispiele einfach vom GBA übernommen wurden kann jetzt aufatmen: Für "Smooth Moves" wurden komplett neue entwickelt, die perfekt auf die neue Steuerung abgestimmt sind. Dafür leidet allerdings der Multiplayermodus etwas, der bei der Gamecube-Version absolut genial war. Man kann halt nicht alles haben... Aber auch der Multiplayermodus der Wii ist ganz spaßig, wenn man sich damit abfindet, dass man ihn nur mit einer Wii-Mote spielt (das hätte man nun wirklich anders regeln können). Immerhin gibt es aber mehrere Modi. Für die, die "Wario Ware" überhaupt nicht kennen, erkläre ich kurz das Spielprinzip: man kämpft sich durch eine Reihe hektischer Mikrospiele, die mit der Zeit immer schneller werden. Pro Durchgang hat man in der Regel vier Leben, und alle 15-20 Spiele kommt ein Bosskampf, bei dem man ein Leben dazu gewinnen kann. Es kommt vor allem auf eine gute Auffassungsgabe an, denn man muss blitzschnell erkennen, was zu erledigen ist. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass die Wii-Mote immer anders gehalten wird: ein kurz eingeblendetes Bild weist einen vor jedem Mikrospiel darauf hin. Mal wird sie als Rüssel benutzt, mal wie ein Stift oder wie ein Lenkrad. Für Bewegungsmuffel ist Wario Ware nichts, aber die meisten Aktionen lassen sich zum Glück im Sitzen erledigen. Vom Umfang her kann das Spiel auf jeden Fall überzeugen. Man hat die "Story" zwar an ein bis zwei Tagen "durch", aber dann kann man sich daran machen die Highscores zu knacken. Diesmal wurden einem außerdem für den Einzelspielermodus neben den normalem Mikrospielen noch einige Bonus-Spiele beschert, die eine Menge Spaß machen und nichts mit den eher überflüssigen Extras der DS-Version zu tun haben. Was wegfällt ist dafür die "schaffe in JEDEM Mikrospiel eine bestimmte Punktzahl"-Extraaufgabe, wofür ich eigentlich ganz dankbar bin... das dauerte einfach ZU lange. ;) Sound und Optik gefallen mir gut und sind eigentlich so wie immer geblieben. Die Grafik hätte so auch auf dem Gamecube oder N64 funktioniert, aber die etwas billige Aufmachung gehört zu Wario Ware einfach dazu und ist deshalb kein echter Kritikpunkt. Fazit: Durch die geniale Wii-Steuerung ist "Wario Ware - Smooth Moves" trotz des abgespeckten Multiplayer-Modus ein echtes Partyspiel, mit dem man mit seinen Freunden eine Menge Spaß haben kann. Rumgehampel kommt halt immer gut an ;) . Der Singleplayer-Modus fesselt durch die vielen neuen Mikrospiele, die Bonus-Spiele und die Highscores, die man immer wieder knacken möchte.
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