Sonntag, 20. April 2008
In den letzten Tagen hatte ich ein paar technische Probleme hier, aber jetzt möchte ich hier noch nachträglich etwas erzählen, was sich am Donnerstag zugetragen hat.
Meine Katze Minka kam zu uns als ich in der 1. Klasse war, und als ich ausgezogen bin blieb sie bei meiner Mutter in Friedberg. Da hatte sie nicht nur viel Platz, sondern sie hing auch schon immer sehr an meiner Mutter (und umgekehrt): Sie schlief in ihrem Bett und sie bekochte sie rührend, wenn sie mal wieder nichts fressen wollte. Da sie als Baby von ihrer Mutter verstoßen worden war, war sie immer etwas mager gewesen, es hieß dass sie die Mangelernährung in den ersten Wochen nie ganz überwunden hat. Aber an sich war sie immer sehr fit und vor allem sehr eigen.
Minka ist am Donnerstag im Alter von 15 Jahren gestorben... :( Sie war in letzter Zeit immer kränklicher geworden, meine Mutter hatte sie aufgepäppelt, mehrmals den Tierarzt geholt und heute ergab dann ein Bluttest, dass viele ihrer Organe ausgefallen waren. Leber, Nieren... und dadurch hatte sie zuletzt sogar innere Blutungen. Sie hatte keine Schmerzen, aber sie wurde immer schwächer und der Tierarzt meinte, dass man ihr nicht mehr helfen könne. Es lag wohl einfach am Alter.
Das alleine wäre schon schlimm genug gewesen... als mich meine Mutter angerufen hat um mir davon zu erzählen konnte ich nur noch weinen.
Dann aber kam mir auf einmal ein anderer Gedanke: Meine Schwester! Sie hatte in den letzten Wochen immer wieder biestig am Telefon behauptet, dass meine Mutter zu geizig wäre, um einen Tierarzt zu bezahlen und Minka deshalb sterben lassen würde. Das fand ich unglaublich, denn sie weiß selber, wie sehr sie an dem Tier hängt. Ich fragte also bei meiner Mutter nach, ob meine Schwester es denn schon weiß, und ob ich es ihr nicht lieber sagen soll. Da brach meine Mutter in Tränen aus und erzählte, dass sie es meiner Schwester schon gesagt hätte und daraufhin von ihr wüst beschimpft wurde. Und ich will mir jetzt gar nicht vorstellen, wie sehr sie das verletzt hat...
Meine Mutter hat sich immer dermaßen aufopferungsvoll um Minka gekümmert, während meine Schwester (selbst als sie noch zu hause gewohnt hat) NIE einen Finger krumm gemacht hat! Und um Minka geweint hat sie auch nicht. Ich habe sie danach natürlich sofort angerufen um ihr meine Meinung zu sagen, aber sie meldete sich nur schnippig, stöhnte "Ach, DU..." und legte genervt auf als ich von dem Thema anfing. Ich kann ihren Tonfall nur mit "absolut böse" bezeichnen, als hätte sie darauf gewartet dass Minka stirbt, um meine Mutter fertig zu machen.
Und IMMER wenn man sie zu kritisieren wagt legt sie auf oder geht einfach weg, und bislang kam sie damit immer durch im Leben! Es regt mich so auf...
Natürlich ging sie von da an nicht mehr ans Telefon oder legte sofort auf, sobald ich mich meldete. Selbst als ich ihr sagte, dass das womöglich unser letztes Gespräch sein würde - ihr doch egal, aufgelegt.
Also rief ich meinen Vater an, weil ich weiß, dass er einen engeren Kontakt zu meiner Schwester hat und sie ihn morgen besucht (beide verbreiten halt gerne Lügen über andere Menschen, das verbindet). Ich wollte nicht, dass er zuerst die Lügengeschichte meiner Schwester über Minkas Tod hört, also habe ich ihm genau geschildert wie es war: die Tierarztbesuche und dass meine Mutter sich in den letzten Wochen nur darum gekümmert hat. Dann erzählte ich ihm, wie wütend ich sei, weil meine Schwester meiner Mutter in dieser Situation solche unverschämten Anschuldigungen an den Kopf wirft. Sein Kommentar? "Ach, du kennst sie doch... so ist sie halt." Hallo??! Ist das ein Freibrief für alles? "Bei mir legt sie auch manchmal einfach am Telefon auf." - was für ein Vergleich. Da wusste ich schon, dass ich wenn es um meine Mutter ging keine Zustimmung von meinem Vater erwarten könnte. Es war ihm offensichtlich absolut egal, wenn nicht sogar recht.
Ich erwähnte auch, dass ich den Kontakt zu ihr abbrechen möchte, weil ich ihr kaltherziges Verhalten nicht noch länger ignorieren kann. Das war schließlich nicht der erste Vorfall dieser Art, und ansonsten reagiert niemand den ich kenne darauf. Daraufhin wurde mein Vater natürlich hellhörig und versuchte seine Lieblingstochter zu verteidigen - "Das kannst du doch nicht machen!" - dabei hat er vor 20 Jahren selber den Kontakt zu seiner Schwester abgebrochen. Wohl, weil sie die einzig normale in seiner Familie war (zumindest denke ich mir das inzwischen...).
Meine Schwester war schon immer so, dass sie anderen mit Absicht weh getan hat. Warum? Vielleicht wenn sie neidisch darauf ist, dass diese mit ihrem Leben besser klar kommen, oder auch nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jedenfalls war es für sie immer ganz normal und einen Tag später kam sie an als sei nichts geschehen. Darauf habe ich aber diesmal nun wirklich keine Lust mehr... irgendwann reicht es. Vor allem, dass sie das auf Kosten meiner toten Katze macht. Ich war glaube ich noch nie so wütend!
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Gestern beschloss ich, mir mal wieder Sims 2 zu installieren um mit meinen spa und ZiB Charakteren zu spielen. Aber irgendeine höhere Macht will das anscheinend nicht...
Alles begann mit einer Fehlermeldung beim einlegen der ersten Installations-CD, die aber anscheinend keine weitere Bedeutung hatte. Aber jetzt weiß ich: sie hätte mir eine Warnung sein sollen!
Dann streikte die CD. An einem bestimmten Punkt brach die Installation jedes mal ab, und in meinen beiden Laufwerken war es das selbe. Erst nach einer brutalen Reinigung der CD mit Chemie- oder zumindest alkoholgetränkten Brillenputztüchern ließ sich die Installation erfolgreich beenden.
Ich startete voller Vorfreude das Spiel - doch halt, wo waren meine Spielstände? Ich durchsuchte unsere externe Festplatte. Nichts. Ich griff zu meiner Sicherungs-CD für Spielstände - 2003??? Panik breitete sich aus. Doch dann fiel mir ein, dass ich noch neuere Backups besaß, und die entsprechende DVD fand ich auch nach kurzem Suchen.
Disc eingelegt, Spielstände gefunden, kopieren... Fehler. Vom Datenträger kann nicht gelesen werden. Zweiter Versuch - das selbe. Laufwerk gewechselt - Explorer abgeschmiert.
Leichte Frustration machte sich breit, als ich spa die DVD gab. Dank Vista konnte ich zwar einige Dateien retten- aber ausgerechnet die Sims 2 Spielstände waren anscheinend wegen eines ominösen Fehlers unbrauchbar geworden. Ich biss in meine Tischplatte.
Inzwischen näherten wir uns Mitternacht und ich fasste den Entschluss, dann halt ein neues Spiel von vorne zu beginnen, damit ich noch etwas vom Tag hatte. Ich baute also frisch motiviert drauf los... doch ehe die Sim-Version von spa fertig war, bemerkte ich schon ein beunruhigendes Flimmern auf dem Monitor. Ich hielt es erst für ein Produkt meiner Übermüdung, aber als sich dann noch ein dezenter Geruch nach angekokelter Elektronik dazu mischte beendete ich schnell das Spiel.
Ich möchte an diese Stelle daran erinnern, dass ich meine schweineteure Grafikkarte schon Anfang des Jahres zur Reperatur einschicken musste, weil der Lüfter versagt hatte. Ich hatte eine neue Karte als Erstaz erhalten. Das Bild das sich mir nun bei Sims 2 bot glich aber dem vom Januar.
Ich schraubte den Rechner auf, überprüfte die Kabel, suchte erfolglos nach Staub und schraubte ihn wieder zu. Ich startete Sims 2, baute mich als Sim - Grafikfehler. Diesmal wurde es so schlimm, dass sich der Spaß auch auf Windows ausbreiteten. Ich fasste den Entschluss, morgen eine neue Grafikkarte zu kaufen.
Heute kaufte ich eine neue Grafikkarte. Stolz brachte ich sie nach Hause, baute sie ein und startete Sims 2 - wow, es läuft! Ich pflanzte mein liebevoll gebautes Pärchen auf ein neues Grundstück und musste feststellen, dass das intelligente Spiel für die Portraits Screenshots verwendet - inklusive gestrigem Grafikfehler. Murrend löschte ich die beiden noch einmal und baute sie neu.
Endlich konnte das eigentliche Spiel beginnen! Beim Nachbau unseres Schlafzimmers vermisste ich jedoch einen passenden Schrank, und sah mich auf einer Sims 2-Website um. Bald war ein schönes Objekt gefunden und installiert. Eigentlich kein großer Akt - bei Sims2 sind von Spielern erstellte Objekte schließlich weit verbreitet. Aber das Spiel stürzte ab, sobald ich das Baumenü betrat und ließ sich von da an überhaupt nicht mehr starten.
Meine Frustration erreichte langsam einen für meine Umwelt gefährlichen Grad. Ich war kurz davor, das Spiel zu deinstallieren, als ich es doch noch (mehr durch Zufall) schaffte, das ganze wieder zum laufen zu bringen. Ich verzichtete erst mal auf weitere Experimente und begnügte mich damit, Sim-ZiB und Sim-spa ihr neues Leben genießen zu lassen. Ich schickte spa nach draußen, um in die Sterne zu gucken. Und was soll ich sagen? Es machte PENG und ein Sattelit begrub ihn unter sich. Das hatte ich bisher noch nie erlebt. Der Sensemann erschien, stellte einen Grabstein direkt vor unser noch unfertiges Eigenheim und nahm spa mit sich - ZiB war allein und trauerte furchtbar, während ich nur perplex auf den Bildschirm starrte. Der echte spa war daraufhin beleidigt, ich verstört und Sims 2 speicherte munter diesen unglücklichen Spielverlauf, ohne dass ich es wollte.
Soviel erst mal zu meinem Vorhaben, in Ruhe ein bißchen Sims 2 mit ZiB und spa zu spielen... bevor mich das Spiel noch umbringt sollte ich womöglich zu etwas anderem greifen, um mir die Zeit ohne so viel Ärger zu vertreiben. Pokémon zum Beispiel. Gute Nacht.
Mittwoch, 22. August 2007
Ich bin gerade fix und fertig... unsere kleine Knödel ist gestorben. Schon wieder ein Hamster, der keine Woche bei uns war. Sie hatte eine schlimme Infektion an den Augen und der Nase, wegen der wir zwar gestern gleich zum Tierarzt sind - aber das Antibiotika hat nicht geholfen :(
Dienstag, 14. August 2007
Heute Nacht haben wir Chucky tot in seinem Häuschen gefunden :(
Nachdem ich eben bei dem Tierladen war habe ich erfahren, dass wohl sein gesamter Wurf Probleme bereitet hat. Der Züchter hatte die Kleinen nicht an Frischfutter gewöhnt, obwohl in dem Tierladen neben Trockenfutter auch Gemüse und Obst verfüttert werden. Jungtiere tun sich schwer bei einer so plötzlichen Umstellung, eigentlich müssen sie langsam umgewöhnt werden. Deshalb wurden sie krank.
Uns ist zwar aufgefallen, dass Chucky kaum sein Haus verlassen hat, aber bei einem frisch eingezogenen Tier ist das nicht ungewöhnlich. Gerade junge Hamster brauchen anfangs absolute Ruhe, deshalb haben wir erst mal abgewartet und nicht damit gerechnet, dass er auf einmal stirbt :( Der arme Kleine... wir konnten ihn nicht einmal richtig kennen lernen.
Dienstag, 10. Juli 2007
Heute war ein richtig schlimmer Tag... Als ich morgens nach meinem kleinen Hamster sehen wollte, ist mir aufgefallen dass er sein Futter nicht angerührt hatte. Ich habe mir etwas Sorgen gemacht, nach ihm gerufen und ihn dann hinten in seiner Schlafecke zusammengerollt gefunden. Aber er ist nicht aufgewacht, als ich ihn angestupst habe... :( Er lag einfach nur friedlich da, als würde er nur schlafen. Ich wusste erst gar nicht was ich machen sollte... Sven ist die Woche über weg, und Jason war die letzten Tage noch so fit gewesen. Es gab keine Anzeichen dafür, dass es ihm schlecht ging. Und dann so etwas :( Ich könnte die ganze Zeit nur heulen...
Jason war etwas ganz besonderes. Ein kleiner Tollpatsch zwar, aber er war so unglaublich zutraulich und hatte einfach Charakter. Am 23.11.2005 ist er bei uns eingezogen, und seitdem hatten wir so viel Spaß mit ihm und haben versucht, ihm ein gutes zu Hause zu geben... ich hoffe sehr, dass uns das gelungen ist, und dass er ein glückliches Leben hatte. Aber ich denke schon. Wenn er uns gehört hat, kam er sofort angelaufen um hochgenommen zu werden. Man konnte ihn auf den Boden setzen, aber statt sich hinter einem Schrank zu verstecken, hat er es sich lieber auf meinen Fuß gemütlich gemacht. Einmal ist er aus seinem Käfig ausgebrochen, aber er kam schnurstracks zu uns ins Wohnzimmer gelaufen und hat sich zu uns gesetzt. Und wenn er in seinem Rad gelaufen ist, während wir am Computer saßen brauchte man ihm nur zuzuwinken, und er hat sich auf die Hinterpfötchen gesetzt und zu uns rüber geguckt.
Diese schönen Erinnerungen bleiben auf jeden Fall... Aber es tut so weh, jetzt den leeren Käfig zu sehen, und zu wissen, dass er nie wieder neugierig an die Scheibe kommen wird :(
Ich habe vorhin eine hübsche kleine Pappkiste gekauft und ihn mit seinem Nest hineingelegt, um ihn morgen zu beerdigen. Das ist das mindeste, was ich noch für ihn tun kann... er war ein richtiges Familienmitglied.
Schlaf gut, Kleiner :(
Dienstag, 5. Juni 2007
Meine gute Laune befindet sich gerade auf einem Tiefpunkt... :(
Ich muss zur Erklärung mal wieder etwas ausholen. Vor etwa einem Monat fragte ich bei einem Dozenten meiner Uni nach, ob ich einen Termin bei ihm bekommen könnte. So sollen wir das nämlich in diesem Semester machen. Die Antwort war, dass er Termine nur per E-Mail vergibt, weil sein Kalender zu hause liegt... soweit so gut. Weil aber schon letztes Jahr meine Mails nicht angekommen waren, fragte ich extra noch mal nach, ob ich die Adresse stimmt. Dann schrieb ich zu hause eine Mail... und noch eine... und noch eine. Keine Antwort bis heute.
Dumm an der Sache war nicht nur, dass ich diesen Termin dringend brauche, sondern auch, dass ich diese Woche mit meinem Freund zwecks Bob-Besuch nach Köln fahren wollte. Am Freitag begab ich mich also noch mal zur Uni, um herauszufinden, ob ich guten Gewissens fahren konnte. Mein Dozent war nicht da, aber dafür las ich auf dem schwarzen Brett von einem Seminar, das 5. Juni starten sollte. Das konnte ich nicht verpassen... soviel zu meinen Urlaubsplänen. Gestern ist spa also alleine los gefahren. Heute morgen bin ich pflichtbewusst zur Uni marschiert, nur um dort vor verschlossenen Türen zu stehen: das Seminar wurde verschoben. AARGH!!!
Ich werde mich nachher versuchen ein bisschen mit "Heroes" aufzuheitern, diese geniale Serie bin ich nämlich gerade am gucken. Sehr zu empfehlen! Im Herbst soll sie dann auch irgendwann auf RTL II laufen.
Donnerstag, 5. April 2007
EIGENTLICH müsste ich jetzt in einem Zug Richtung Lüdenscheid sitzen, wo wir vor hatten Ostern bei den Eltern meines Freundes zu verbringen. Eigentlich.
Stattdessen sitze ich nun wieder hier in Frankfurt, der Kühlschrank ist leer und ich Ärger mich über die Deutsche Bahn.
Wir standen schon voll bepackt am Bahnhof und waren dabei unsere Tickets zu kaufen. Aber was stand da auf dem Monitor? Fast 5 Stunden sollte die Rückfahrt am Montag dauern?! Und dann noch vier mal umsteigen, inklusive einer fast einstündige Bus-Fahrt. Normalerweise fahren wir nur knapp über 3 Stunden und steigen einmal um.
Es stellte sich heraus, dass eine Strecke umgebaut wurde - und zwar genau in dem Zeitraum von Freitag bis Montag. Das selbe Problem hatten wir vor ein paar Monaten schon mal, was machen die da bitte dauernd? Wir überlegten also... Die angebotene Ersatz-Strecke kam wegen der langen Busfahrt und anderen Stress-Faktoren nicht in Frage. Von den Eltern mit dem Auto gebracht zu werden hätte sich nicht gelohnt. Wir hätten stattdessen auch einen Umweg mit zwei ICEs fahren können, aber das hätte dann gleich mehr als das doppelte gekostet. Ganz davon abgesehen, dass uns der freundliche Bahn-Computer schon mitteilte, dass diese Züge höchstwahrscheinlich voll besetzt sind. Alles kacke.
Also riefen wir bei spas Eltern an und jetzt sieht es so aus, dass sie stattdessen am Ostersonntag zu uns kommen. Das ist immerhin ein kleiner Trost, und so könnten sie auch mal meine Mutter treffen. Aber dumm ist das ganze trotzdem, denn wir hatten uns schon auf das verlängerte Wochenende in Lüdenscheid gefreut und sogar schon Hamstersitter für Jason engagiert. Danke Bahn...
Donnerstag, 15. März 2007
Ich neige dazu, ein bisschen kränklich zu sein (siehe "Bruststress")... das nervt zwar, aber immerhin habe ich das Glück, dass mich dabei bisher noch nie etwas wirklich bedrohliches erwischt hat. Deshalb erwarte ich für das Gejammer was jetzt folgt kein Mitleid, denn ich habe eigentlich ganz gute Laune :)
Momentan schlage ich mich mit einer sehr nervigen, immer wieder kehrenden Blasenentzündung herum. Es begann ganz harmlos, mit einer Blasenentzündung, wie sie jeder manchmal hat... ich habe mich warm gehalten, viel getrunken und sie ging vorbei. Aber dann kam sie wieder... verschwand... und kam wieder... nach einer Weile wurde es mir zu bunt: Antibiotika muss her, und zwar bitte viel davon! Das half auch, in der Zeit in der ich die Tabletten genommen habe ging es mir bestens. Es war nur etwas eklig, weil ich sie nicht runterschlucken konnte und mir auflösen musste... aufgelöstes Antibiotika schmeckt wie pures Gift. Egal, ich wollte ja gesund werden. Aber zwei Tage nachdem ich die Tabletten abgesetzt hatte ging es wieder los - schlimmer als vorher!
Mal sehen was meine Ärztin morgen dazu sagt, und mal sehen ob ich es diesmal schaffe, bei der Urinprobe den viel zu kleinen Becher zu treffen. Dummerweise gibt sie momentan keine festen Termine, ich muss also morgen zur offenen Sprechstunde hin und hoffen, dass nicht zu viele gesprächige alte Damen vor mir dran sind. Womit wir beim nächsten Thema wären: Ich HASSE Wartezimmer! Es gibt für mich nichts schlimmeres, als wenn ich irgendwo warten muss, egal ob an der Supermarkt-Kasse oder beim Arzt. Dabei ist die vergeudete Zeit gar nicht das Problem, sondern dass man nicht weg kann. Beim einkaufen steht man die ganze Zeit, beim Arzt sitzt man... okay, da kann man wenigstens mal aufstehen und sich einen Prospekt über Tropenkrankheiten angeln. Aber wirklich angenehm sind mit Wartezimmer trotzdem nicht.
In letzter Zeit beobachte ich außerdem die Tendenz, dass sich ein einzelner Arzt gleich mehrere Wartebereiche leistet. Man wird dann nach dem ersten kurzen Gespräch zur nächsten Sitzecke weiter geleitet, wahrscheinlich eine psychologisch gut durchdachte Maßnahme, damit Neuankömmlinge nicht gleich wieder nach Hause gehen, wenn sie die wartende Meute sehen. Ich weiß nicht, ob ich es gut oder schlecht finde... einerseits fühle ich mich hinterlistigst reingelegt, andererseits ist es ganz nett ein bisschen Abwechslung während der Wartezeit zu haben. Und meistens kann man in den vorderen Wartebereichen belauschen, was der Arzt gerade im Behandlungszimmer mit seinem aktuellen Patienten bespricht.
Na jedenfalls geh ich dann morgen zum Arzt, und später kommen dann Bob, Wolfgang und Johanna an, die uns übers Wochenende besuchen. Da könnte ich auch drüber schreiben, aber über positive Dinge gibt es nicht so viel zu sagen. Gute Nacht.
Samstag, 17. Februar 2007
Ein kleiner Aufruf an alle (besoffenen) Bahnfahrer: BITTE Leute, übergebt euch nicht in, an und auf Fahrkartenautomaten! Das ist echt eklig, und weder Fasching noch die Noro-Seuche sind eine Entschuldigung dafür.
Versetzt euch in folgende Situation: Man muss dringend einen Zug erwischen, hetzt zur U-Bahn Station, tippt am Fahrkarten-Automaten die Nummer ein, wirft das Geld rein, der Blick schwenkt nach unten... und da sieht man dann, dass der Ausgabeschacht mit etwas sehr widerwärtigem verklebt ist, was sich irgendwann einmal im Magen eines Menchen befunden haben muss. Aber es ist zu spät um noch etwas zu unternehmen, und man kann nur tatenlos zusehen, wie der Automat dein blütenweißes Ticket und die dir als Wechselgeld zustehenden Euromünzen in die Pampe fallen lässt.
Jetzt heißt es abwägen: überwindet man sich dazu die Hand in die Ausscheidungen eines Unbekannten zu stecken? Sie sahen schon fest getrocknet aus. Oder scheißt man auf die 10 Euro und zieht zum nächsten Fahrscheinautomaten weiter? Eure Antworten würden mich interessieren, bitte schreibt sie in die Kommentare :) Ich habe mich übrigens dafür entschieden, an einem anderen Automaten mein Glück zu versuchen.
Donnerstag, 15. Februar 2007
Solltest du dir jemals in Friedberg (Hessen) einen Fußzeh brechen, an einer bösartigen Virusinfektion oder plötzlich einsetzenden Geburtswehen erkranken, dann begehe bitte nicht den Fehler das dortige Krankenhaus aufzusuchen! Schlepp dich lieber ein paar Kilometer weiter in die Nachbarstadt, glaub mir, du wirst mir dankbar für diesen Tipp sein.
Das Friedberger Krankenhaus hat alles andere als einen guten Ruf, und heute dürfte ich mal wieder am eigenen Leib erfahren, wieso das so ist. Die Geschichte beginnt vor etwa einer Woche, als ich mal wieder der Unumgänglichkeit eines Frauenarzt-Besuchs nach kam. Ich fahre dafür immer noch jedes halbe Jahr von Frankfurt nach Friedberg, weil ich auf den trockenen Humor meines Arztes nicht verzichten möchte. Dieses mal wirkte er allerdings bei der Routine-Untersuchung etwas besorgt... "Na, da machen wir doch mal lieber einen Ultraschall von der rechten Brust.". 10 Minuten später wurde mir eine Überweisung zur Mammographie im Friedberger Krankenhaus in die Hand gedrückt, weil da wohl irgendein Knoten ist, der genauer untersucht werden soll.
Normalerweise wäre ich an dieser Stelle in Panik geraten, denn was hat man nicht schon alles von kleinen Knötchen gehört, die sich zu gigantischen Brustkrebsgeschwüren entwickelt haben... aber das habe ich schon vor zwei Jahren erlebt, da dürfte ich das selbe Spiel nämlich schon mal mitmachen. Mit dem Ergebnis, dass da nichts schlimmes ist, dass ich aber in Zukunft wohl noch öfter mit solchen Fehlalarmen rechnen darf.
Etwas mulmig ist einem aber natürlich trotzdem, also rief ich gleich im Friedberger Krankenhaus an und ließ mir einen Termin geben. Warum nicht in Frankfurt? Weil in Friedberg noch die Aufnahmen von vor 2 Jahren zum Vergleich liegen. Am Telefon erwähnte ich das natürlich, damit sie auch ja nicht vergessen diese Röntgenbilder rauszusuchen.
Heute fuhr ich dann (viel zu früh) nach Friedberg und wartete geduldig, bis ich dran kam. Ich musste ein Formular ausfüllen , auf dem ich bisherige Röntgen-Untersuchungen eintragen sollte... "Mammographie vor 2 Jahren". Beim Abgeben des Zettels erinnerte ich die zuständig aussehende Dame noch einmal daran, dass das übrigens genau in diesem Krankenhaus gewesen sei. "Ach, da suchen wir dann gleich die Unterlagen raus." So so, jetzt erst...
Ich kam dann irgendwann dran, wurde vor die monströse Röntgenapparatur gestellt und die Krankenschwester (?) erklärte mir wie das ganze ablaufen sollte. Ich unterbrach sie dann irgendwann und sagte, dass ich das doch vor zwei Jahren schon mal gemacht hätte. "Ach, tatsächlich?" Sie wirkte auf einmal sichtlich verstört und eilte zum Chefarzt. Eine kleine Ewigkeit später hatten die beiden sich dann abgesprochen, und ein viel zu unecht grinsender Mann im weißen Kittel kam zu mir. "Wir lassen das heute besser und sie kommen nächste Woche wieder. Dann bekommen wir nämlich ein neues Gerät... das ist besser für ihr Gewebe geeignet, weil.... äh... da erkennt man mehr drauf."
Selten so einen Müll gehört. Mir war schon längst klar, dass es um die zu hohe Strahlenbelastung ging. Aber wieso zum Geier gebe ich denen sogar schriftlich, dass ich vor zwei Jahren schon mal zum röntgen hier war, und sie geben das nicht weiter? Das Friedberger Krankenhaus halt.
Jetzt darf ich also nächste Woche wieder hin fahren, um das schicke neue Röntgengerät in Augenschein zu nehmen. Und dass ich morgen einen Vortrag halten muss, für den ich heute Vormittag stattdessen hätte lernen können, macht die ganze Geschichte nicht besser.
ERGÄNZUNG VOM 23.2. : Entwarnung, wie schon angenommen wurde brauche ich mir keine Sorgen zu machen und bin kerngesund :)
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