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Samstag, 29. November 2008
DS: Professor LaytonMan spielt den Rätselfreund Prof. Layton und seinen Gehilfen Luke, die von einer Gräfin in ein verschrobenes kleines Dorf gerufen werden. Sie sollen eigentlich nur den goldenen Apfel, ein wertvolles Erbstück finden, aber dann geschehen viele mysteriöse Dinge. Es ist allerdings kein klassisches Adventure bei dem man ein Inventar und Dialoge mit diversen Antwortmöglichkeiten hat, die Handlung entwickelt sich sozusagen automatisch wenn man nur alle Orte gut genug erforscht und mit jedem redet. Ob man weiter kommt hängt von den Rätseln ab, auf die man unterwegs immer wieder stößt. Die Rätsel sind nicht direkt in die Handlung eingebunden, sondern starten wie Minispiele. Mein einziger Kritikpunkt wäre dann auch, dass sie leider nur selten einen wirklichen Bezug zu der Story haben. Es gibt Ausnahmen, z.B. wenn man mit dem Auto unterwegs ist und den richtigen Weg durch das Straßengewirr finden muss - so etwas hätte ich mir bei mehr Rätseln gewünscht. Die abwechslungsreichen Denksport-Aufgaben sind numeriert und können auch einzeln abgerufen werden. Man bekommt Punkte dafür, je weniger Versuche man benötigt desto mehr. Außerdem kann man gegen eingesammelte Münzen bis zu drei Tipps pro Rätsel erkaufen, man wird also wohl nicht irgendwann festhängen. Die Art der Aufgaben ist immer verschieden: es gibt Streichholz-Rätsel, Zeichenrätsel, welche wo man mit Zahlen umgehen muss oder Verschiebe-Puzzle. Das ganze ist also sehr abwechslungsreich, auch wenn man einiges natürlich schon in ähnlicher Form kennt. Anfangs sind sie meistens Rätsel noch schnell zu lösen, aber der Schwierigkeitsgrad nimmt mit der Zeit zu. Ich persönlich fand die meisten Rätsel trotzdem relativ unkompliziert, nur gegen Ende und bei einigen Bonusaufgaben geriet ich sehr ins schwitzen. Aber ich schätze das hängt davon ab, wie oft man sich schon mit Knobelaufgaben beschäftigt hat, in diversen Reviews habe ich gelesen, dass andere mehr Probleme hatten. Die Steuerung funktioniert angenehm simpel mit dem Stylus, und es wurde an viele praktische Details gedacht. So kann man sich z.B. beim rätseln Notizen machen indem man einfach auf den unteren Bildschirm kritzelt. Und wenn man das Spiel startet bekommt man kurz erklärt, wo man noch mal war und was als nächstes zu tun ist. Neben den Rätseln sammelt man noch Puzzleteile, Möbel für ein Zimmer und anderen Krimskrams für Bonusrätsel, man hat also zu tun. Und wer alles durch hat, für den gibt es jede Woche ein neues Rätsel zum kostenlosen Download über wifi. Auch das funktioniert schnell und simpel, wie eigentlich alles im Spiel. Zum Umfang: Die Story inklusive 100 Rätseln hatte ich in 14 Stunden durch, plus noch mal 1,5 Stunden für die etwa 30 Bonusrätsel. Durch die lineare Story bietet das Spiel zwar keinen hohen Wiederspielwert, aber dieses Problem haben ja alle Adventures. Ein Vorteil ist hier, dass der Fokus mehr auf den einzelnen Rätseln als auf einer zusammenhängenden Story liegt, man kann z.B. seine Lieblingsrätsel markieren um sie Freunden vorzusetzen. Oder sich nach einiger Zeit noch mal einige der knackigeren Rätsel vornehmen. Fazit: Ein unheimlich liebevoll gestaltetes Spiel, das für Rätselfreunde ein Pflichtkauf ist. Frust wird so gut es geht vorgebeugt, aber durch den große Umfang lohnt sich der Kauf definitiv. Man sollte allerdings kein echtes Adventure mit großen Freiheiten erwarten, "Professor Layton" funktioniert etwas anders. Samstag, 19. Juli 2008
I feel so casual today...
Wegen der gerade stattfindenden E3 lese ich regelmäßiger als sonst auf Videospiele-Newsseiten mit - und ich muss sagen, es macht keinen Spaß mehr.
Ich besitze nämlich einen DS und eine Wii. Noch dazu bin ich weiblich, über 20, spielte "Animal Crossing", mag keine Shooter auf Konsolen und zocke mit Freunden gerne Minigames. Man könnte mich also mit etwas bösem Willen in die Schublade der Casual Gamer stecken, jenem stinkendem, hirnlosem Gewürm, auf das unzufriedene Videospieler heutzutage ihre gesamte schlechte Laune projezieren. Das Böse hat einen neuen Namen. Dabei war dieses Wort ursprünglich gar nicht so negativ belegt gewesen (und hat ursprünglich auch nicht zu mir gepasst, denn ich zocke gerne und viel): Als die Wii erschien wollte Nintendo die Leute ansprechen, die sonst gar nicht oder nur gelegentlich spielen. Das hat geklappt, super Verkaufszahlen, hoch gelobte neue Spielkonzepte - alles könnte so schön sein. Aber dann rebellierten die alten Nintendo-Fans, die sich benachteiligt fühlten als hätte ihre Mama sie wegen einem neuen Baby nicht mehr lieb. Alles was ihnen nicht gefiel wurde auf Nintendos Firmenpolitik geschoben. Angeblich würde es keine Spiele mehr für "Hardcore-Gamer" geben, nur noch für die Luschen unter den Zockern. Dass viele dieser Kinder ein Spiel höchstens auf mittlerem Schwierigkeitsgrad durch schaffen lasse ich jetzt mal außer acht, hauptsache hardcore = cool. Egal was für Spiele angekündigt werden, sofort geht das Gemecker los - zu kindisch, zu bunt, zu simpel, zu kurz, also casual. Alles. Das verrückte daran ist, dass selbst Spiele nicht sicher sind, die man zu Gamecube Zeiten nie im Leben so bezeichnet hätte. Beim ersten "Animal Crossing" erinnere ich mich noch gut an die Reviews, in denen es als Nischenprodukt für Japan-Fans gehandelt wurde - jetzt wird eine fast identische Version für die Wii angekündigt und alle schreien was von einem doofen Casual Game, einem Produkt für die breite Masse anspruchsloser Käufer und Hausfrauen. Was soll das bitte, merken die nicht wie sich selbst widersprechen? Ich lese mir inzwischen Kommentare auf Videospieleseiten kaum noch durch, weil sie tatsächlich immer gleich ablaufen und von einer erschreckenden Kurzsichtigkeit zeugen. Ein Wii-Spiel wird angekündigt, ein, zwei Leute loben etwas daran- und dann ruft einer "Casual Game" und alle sind nur noch am mitmotzen. Denn sobald ein Spiel diesen Stempel aufgedrückt bekommen hat kann ein 13 jähriges Hardcore-Kiddie es natürlich nicht mehr guten Gewissens loben. Dass es für die Wii reihenweise hervorragende Spiele gibt, die nicht nur Spielspaß für wenige Minuten am Stück bieten wird dabei grundsätzlich ignoriert. Es gibt keine guten Wii Spiele, Punkt. Und dass Wii und DS von Anfang an keinen Wert auf die beste Grafik gelegt haben wird auch übersehen - die Comment-Kinder zerpflücken immer zuerst die Grafik und werden nicht müde zu bedauern, dass eine eventuell ebenfalls erschienene PS3 Version irgendwie besser aussieht. Was ebenfalls grundsätzlich ignoriert wird ist, dass Nintendo nicht alle Spiele für die Wii selber produziert. Das machen Sony und Microsoft auch nicht. So ziemlich jeder Titel von Nintendo selber erzielt super Bewertungen - aber dass Dritthersteller die Wii bisher noch etwas stiefmütterlich behandeln, dafür können die Japaner nun wirklich nichts. Übrigens: Neben "Casual Gamer" gibt es noch ein Wort, das verboten werde solle, weil es inzwischen zum Allzweck-Schimpfwort mutiert ist - "Fanboy". Ich bin kein Fanboy, auch kein Fangirl, sondern eher ein Fanhasser. Ich hasse Fans von Videospieleseiten, egal um welche Konsole es geht. Sie können sich anscheinend nicht mehr über gute Titel freuen und begründete Kritik üben. Bei Nintendo sind die Casual Gamer schuld an allem schlechten - bei Sony sind es die X-Box30 Spieler und umgekehrt. Ein Trauerspiel. Lang lebe der PC. Montag, 9. Juni 2008
DS: Yu-Gi-Oh!Soviel zu meinen liebevoll aufgearbeiteten Vorurteilen dem Anime gegenüber. Das DS-Spiel "Yu-Gi-Oh! - Nightmare Troubadour" bekam ich dann irgendwann von spa geschenkt, und weil ich Magic the Gathering sehr mag gab ich ihm eine Chance. Ich muss sagen: Ich habe es nicht bereut und gestern durchgespielt. Glücklicherweise muss man sich kaum mit so etwas wie einer Story herumschlagen und kann sich deshalb ohne Vorwissen aufs Kartenspielen konzentrieren. Und das macht unheimlich Spaß! Wer Magic und ähnliche Sammelkartenspiele mag wird auf keinen Fall enttäuscht werden, vor allem wenn man bedenkt, dass es Magic ja leider nicht für den DS gibt. Und einmal den Preis für so ein Videospiel zu bezahlen ist in jedem Fall günstiger, als sich die ganzen Karten in echt zu holen. Für diejenigen, die diese Art von Spielen nicht kennen erkläre ich natürlich kurz um was es geht: Man duelliert sich mit diversen Computergegnern, und für jeden Sieg erhält man Punkte, mit denen man sich neue Karten kaufen kann. Man levelt außerdem und hat nach und nach die Möglichkeit, an stärkere oder speziellere Karten zu kommen. Aus den hunderten von Karten die man irgendwann besitzt stellt man sich sein Deck aus etwa 40 Karten zusammen - das ist der Stapel mit dem man seinen Gegnern entgegentritt. Die Karten gut aufeinander abszustimmen ist der größte taktische Reiz, und mit der Zeit stellt man auch fest, dass jeder Gegener bestimmte Strategien bevorzugt. Die Spiele selbst laufen so ab, dass man Karten zieht und sie vor sich ablegt, um sie auszuspielen. Es gibt Monster, mit denen man den Gegner angreifen und sich verteitidigen kann, sowie Zauber- und Fallenkarten um diese Kämpfe zu beeinflussen oder einfach so mal böse dazwischenzufunken. Karten kann man entweder offen und verdeckt spielen, dafür gibt es spezielle Regeln. Und stärkere Karten kann man oft nur ausspielen, indem man andere opfert. iel ist es die lebesnpunke des Gegeners durch Monsterangriffe und Zauber auf 0 zu bringen, bevor man selber besiegt wird. In den ersten Runden ist man noch etwas verwirrt und wird leicht Fehler machen, denn man muss sich ja erst an die vielen unterschidlichen Karten gewöhnen von denen jede irgendwelche Spezialfähigkeiten hat. Aber ich kam dann doch relativ schnell rein und ab dann möchte man gar nicht mehr aufhören. "Och, noch ein Duell... vielleicht bekomme ich durch die Punkte ja die eine Karte, die ich so lange suche!". Um die Übersicht zu behalten kann man seine Karten nach verschiedenen Kriterien sortieren oder unterschiedliche Deck-Rezepe speichern. Es ist außerdem eines der wenigen Spiele, bei denen Duelle gegen Computergegner tatsächlich Spaß machen. Es gibt aber natürlich auch einen Multiplayermodus, bei dem man gegen einen Freund antreten kann, der das Spiel ebenfalls besitzt. Die Grafik ist zweckmäßig, die Musikstücke schön, wiederholen sich aber ein bißchen zu oft. Was wirklich genial ist ist die Steuerung, das Spiel ist wie für den DS gemacht! Man schiebt die Karten locker übers Spielfelf und fragt sich, wie man das bitte früher mit den Tasten auf dem GBA gespielt hat? Die Spieldauer kann ebenalls überzeugen, bis man den Endboss besiegt hat dauert es eine ganze Weile. Allerdings geht die Story extrem shleppend voran - die meiste zeit läuft man tatsächlich nur durch die Stadt und kämpft gegen einen Gegner nach dem anderen. Das klingt öder als es ist, aber man sollte halt vorher wissen, dass man keine hohen Ansprüche an die Handlung stellen darf. Wer die Serie eh nicht mag wird das vielleicht gar nicht so schlecht finden ;) Fazit: Nein, ich mag die Serie immer noch nicht. Die kann man aber bei diesem Spiel ignorieren. Für Fans von Sammelkartenspielen wie "Magic: The Gathering" ist es schon fast ein Pflichtkauf, denn dank der bequemen Steuerung und großen Kartenvielfalt machen die Kämpfe richtig Spaß. Man sollte sich nur überlegen zu welchem Teil man greift, denn inzwischen ist schon ein neuerer für den DS erschienen, der Wifi untertsützt. Erwartet nur nichts von der Story oder gar Extras wie Minispiele, hierbei geht es rein um die Kartenduelle. Montag, 15. Oktober 2007
DS: Pokémon DiamantMan lebt in einem kleinen Dorf in der Region Sinnoh, in der die Menschen friedlich mit Pokémon zusammen leben. Das sind kleine (oder größere) Kreaturen, die überall in der Wildnis leben. Trifft man auf eines kann man es entweder mit einem Pokeball fangen, oder man besiegt es mit seinem eigenem Pokémon-Team. Dadurch gewinnen diese an Erfahrung und leveln, wodurch sie immer stärker werden. Jedes Pokémon verfügt über bestimmte Eigenschaften und beherrscht vier unterschiedliche Attacken. Lernt es eine neue, muss eine alte vergessen werden. Man erforscht also das Land (eine Rollenspiel-mäßige Story gibt es natürlich auch), kämpft gegen andere Trainer und wilde Pokémon und versucht alle zu fangen, denen man begegnet. Aus denen stellt man sich dann ein möglichst effektives Team zusammen. Besonders der Grundtyp der Kleinen sollte dabei beachtet werden, denn ein Wasserpokemon ist beispielsweise besonders effektiv gegen Feuerpokémon, hat dafür aber auch gewisse Schwächen. Mit der Zeit merkt man, dass die Kämpfe deshalb eine gewisse Taktik erfordern. Aber es geht nicht nur ums stumpfe kämpfen und hochleven seines Teams. Wie gesagt gibt es auch eine Story, sowie bestimmte Gebäude und Areale in jeder Stadt. Man kann an Wettbewerben teilnehmen, in denen die Pokémon verkleidet werden, tanzen oder bestimmte Attacken vorführen sollen. Es gibt ein Spielkasino, ein Safari-Spiel und natürlich einige Möglichkeiten über wifi mit anderen Spielern in Kontakt zu treten. Dann kann man kämpfen, tauschen oder zusammen besondere Gebiete erforschen. Zudem findet man auf seiner Reise massenhaft Items. Das Hauptziel ist aber klar: Fang sie alle! Zuerst sind es nur überschaubare 150, aber wenn der Abspann gelaufen ist kommt man in ein neues Gebiet und kann nun mit viel Geduld fast 500 Pokémon fangen. Man sollte allerdings wissen, dass viele davon nur zur Verfügung stehen, wenn man die GBA-Versionen gespielt hat und sie von diesen überträgt. Es ist aber auch so schon manchmal gar nicht so leicht, ein bestimmtes Pokémon zu bekommen. Manche zeigen sich nur zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden und sind schwer zu fangen. Andere entwickeln sich aus anderen Pokémon weiter, wenn man sie hoch genug levelt oder ihnen spezielle Items zu tragen gibt. So kann schon mal aus einem schwächlichem Fisch ein riesiger Drache werden - man muss nur herausfinden, wie ;) Der Sammeltrieb sorgt also dafür, dass man auch nach dem Abspann noch bei der Sache bleibt, und so soll ein Spiel finde ich sein :) Ich spiele jetzt seit 150 Stunden und werde mir auch die GBA-Versionen holen, weil das Spielprinzip einfach Laune macht und ich sehen will, was für Pokémon es noch gibt. Ach ja, bevor ich's vergesse... ein paar Worte zu den technischen Aspekten. Grafik und Musik sind sehr stimmig, allerdings merkt man, dass hier die GBA-Spiele als Grundlage genommen wurden. Der Touchscreen wird am ehesten noch in kleinen Minispielen genutzt, die Menüs bedienen und laufen muss man leider mit den Tasten. Man gewöhnt sich zwar schnell daran, aber trotzdem hätte ich mir da mehr Einbindung der DS-Features erhofft. Fazit: Bisher eindeutig eines der DS-Spiele mit der größten Langzeitmotivation. Es ist unglaublich, was alles eingebaut wurde, man bekommt also auf jeden Fall genug für sein Geld. Und glücklicherweise hat die Handlung nichts mit dem Anime zu tun und auch die Charaktere scheinen komplett andere zu sein. Sonntag, 22. April 2007
DS: Theme ParkWer das Original oder "Rollercoaster Tycoon" am PC gespielt hat wird sich schnell zurechtfinden, und außerdem gibt es auf Wunsch praktische Helfer, die einem Tipps geben. Die Steuerung wurde hervorragend an den DS angepasst! Man benötigt keine Tasten, sondern kann alles locker mit dem Stylus bedienen. Die Grafik erfüllt ebenfalls ihren Zweck, denn auf dem kleinen Bildschirm fällt nicht unangenehm auf, dass sie schon über 10 Jahre auf dem Buckel hat. Besonders schön ist, dass man die Besucher überall herumwuseln sieht und direkt erkennt, was sie machen oder wie sie sich fühlen. Auch von den Einstellungsmöglichkeiten war ich positiv überrascht, man kann sogar während des Spiels die Geschwindigkeit verändern. Es gibt außerdem 3 Schwierigkeitsgrade und 3 "Modi". Im einfachsten bekommt man das Feintuning abgenommen, im Vollen Modus muss man sich sogar um Wareneinkäufe und die Börse kümmern. Wie man spielen möchte kann man vor jedem neuen Szenario festlegen. Ach ja, Szenarien... es gibt leider nur eine Kampagne, bei der man sich nach und nach durch verschiedene Länder arbeitet, in denen man Parks aufbauen muss. Ich bin zwar noch nicht sehr weit, aber bisher sieht es so aus, als ob es jedes mal nur geringe Unterschiede gibt... im Grunde läuft es immer gleich ab: man baut sich seinen Park und irgendwann kommt die Meldung, dass man nun den erforderlichen Parkwert zum Sieg erreicht hat. Dann geht's wieder von vorne los. Auf die Dauer könnte das langweilig werden. Glücklicherweise bietet Theme Park viele Attraktionen, die man sich nur nach und nach freischalten kann. Es gibt laut Hersteller 29 Attraktionen und 17 Geschäfte, außerdem kann man seinen Park natürlich noch durch verschiedenes Zubehör verschönern. Mit dem Umfang bin ich absolut zufrieden. Genug gelobt, es gibt natürlich auch negative Aspekte. Was mich nervt sind vor allem drei Dinge: 1. Die ewigen Beschwerden, dass sich Besucher verlaufen! Ich habe überall Wegschilder aufgestellt, aber es hilft nicht. Wenn Besucher mal aus einer unsicheren Achterbahn geschleudert werden (dummdidumm...) und irgendwo landen wo sie festsitzen, kann man anscheinend nichts dagegen unternehmen. Sie stehen dann dort für immer und ziehen durch ihre schlechte Laune die Bewertung runter. 2. Schon beim 4. Szenario weiß ich nicht, wie ich gewinnen soll... während des Szenearios wird nirgendwo angezeigt, was man erreichen muss, das muss man sich vorher merken. Ich habe einen ziemlich großen Park, wüsste aber schon ganz gerne, wie weit ich ihn noch ausbauen soll. Das kann aber auch an meiner eigenen Unfähigkeit liegen. 3. Die Berater sind nützlich, weil sie einem sagen, wann man Preise erhöhen kann. Aber manchmal übertreiben sie es, und die Besucher kaufen nichts mehr... wenn man dann die Preise wieder runterschraubt muss man sich ständig das Gemecker der Berater anhören. Fazit: Für Fans des Genres eine Empfehlung! Ein gutes Tutorial sorgt für einen schnellen Einstieg, die Steuerung ist perfekt und man hat eine Menge zu entdecken. Man muss halt nur wissen, dass es nur Szenarien mit dem Ziel "Errreiche einen Parkwert von X" gibt, mehr Abwechslung darf man nicht erwarten. Dafür dauert es aber eine ganze Weile bis ein großer Park errichtet ist, und man kann es sich durch die verschiedenen Modi erschweren. Langzeitmotivation werde ich aber wahrscheinlich schon bald vermissen... Sonntag, 1. April 2007
DS: Animal Crossing - Wild WorldFür diejenigen, die es nicht kennen: Es handelt sich dabei um den DS-Ableger eines japanischen Gamecube-Spiels, das sich am ehesten als putzige Lebenssimulation beschreiben lässt. Man zieht in ein Dorf voller Tiere ein, in dem es neben den Nachbarhäusern noch zwei Läden, ein Museum und ein Rathaus (inklusive Bank und Postamt) gibt. Hier herrscht noch Idylle, man kann fischen gehen, pflanzen, ernten, Insekten fangen oder sich einfach mit den Tieren unterhalten. Man hat zwar sein eigenes Haus, das man mit hunderten von Möbeln nach Belieben einrichten kann, aber es gibt zwei grundsätzliche Unterschiede zu den Sims: 1) Es gibt keine Pflichten, man muss weder essen noch schlafen. 2) Man hat anfangs nur wenig Platz und wenig Möbel, mit der Zeit sammelt man sich aber immer mehr Items zusammen. Gerade dieser Sammeltrieb sorgt finde ich für den anhaltenden Spielspaß, denn selbst nach einem Jahr habe ich noch nicht alle Möbel, Klamotten, Fische und Insekten entdeckt. Ja, ich habe Listen auf denen ich alles abhake... schließlich will man irgendwann alles haben, und ich kann mich bei so etwas schön drin vertiefen ;) Oft ist es pures Glück, aber bestimmte Objekte erhält man auch nur für besondere Leistungen. So kann man beispielsweise besonders viel Geld auf der Bank ansparen, um mit seltenen Geschenken belohnt zu werden. Oder man erhält vom Museum eine Belohnung, wenn man viele Ausstellungsstücke stiftet. Es gibt also viel zu tun, wenn man nur möchte. Ein weitere Punkt der dafür sorgt, dass es spannend bleibt, ist die Tatsache, dass "Animal Crossing" in Echtzeit abläuft. Nachts wird es dunkel und die Läden haben geschlossen, je nach Jahreszeit verändert sich die Natur und natürlich gibt es auch Schnee und Regen. An bestimmten Tagen finden Feste und Wettbewerbe statt, und immer mal wieder kommen besondere Besucher in die Stadt. Wer kreativ sein will, der ist nicht auf das Einrichten seines Hauses beschränkt. Man kann auch eigene Muster entwerfen und diese dann als Kleidung, für Tapeten, Bodenbeläge oder Flaggen verwenden. Und zu guter letzt wäre da ja noch der Multiplayer-Modus, in dem man Freunde in ihren Städten besuchen kann um sich auszutauschen. Die letzten beiden Aspekte sind persönlich mir aber nicht so wichtig... ich habe viel zu viel mit meinen Hauptbeschäftigungen zu tun: Items sammeln, Hybrid-Blumen züchten und Geld durch Rübenhandel scheffeln ;) 7 Millionen hab ich schon auf dem Konto. Fazit: Wem es nichts ausmacht, kein richtiges Spielziel zu haben und nicht verlieren zu können, der sollte sich Animal Crossing auf jeden Fall mal ansehen. Welches Spiel schafft es schon, jemanden für ein komplettes Jahr jeden Tag aufs neue zu fesseln? Und man kann es schön nebenbei spielen, für ein bisschen Urlaubs-Feeling in der Bahn zum Beispiel. Kein Spiel in den letzten Jahren hat sich für mich so gelohnt, wie Animal Crossing: Wild World :)
Langzeitmotivation
Es gibt viele wirklich gute Videospiele, die einen Heidenspaß machen und einem unvergessliche Stunden bescheren, die aber in der Ecke verstauben, sobald man einmal den Abspann gesehen hat. Das sind für mich mindestens 90 % aller Spiele. Die Entwickler lassen sich natürlich einiges einfallen, um den Anreiz zu schaffen, weiterhin Spaß an ihrem Werk zu haben - denn ein Lob für eine lange Spielzeit gilt immer noch als sehr erstrebenswert. Meistens erschöpfen sich diese Versuche darin, dass man ein paar Dinge im Spiel verteilt, die man sammeln kann (Münzen, Waffen,...) oder Highscores einbaut. Bei Tycoon-Spielen gehört ein langweiliger Sandkastenmodus dazu. Und verschiedene Schwierigkeitsgrade natürlich! Die sind immer sehr beliebt. Aber mal ehrlich: Bei den meisten Spielen ist es mir zu öde, alles noch mal eine Nummer schwerer durch zu spielen, weil sich sonst absolut nichts ändert. Ich fange dann durch meinen Zwischen-Sieg hoch motiviert an, aber schon nach wenigen Stunden im schweren Modus greift man dann doch lieber zu einem neuen Spiel, weil es langweilig wird.
Einzige Ausnahme bisher: Diablo 2. Ja, das ist tatsächlich das einzige Spiel, das ich in allen drei Schwierigkeistgraden durchgespielt habe - und das sogar mit mehreren Charakteren. Irgendetwas haben die Jungs von Blizzard hier richtig gemacht, was danach nie wieder jemandem gelungen ist. Und ich habe einige Rollenspiele ausprobiert... Dungeon Siege 1+2, Sacred, Restricted Area, Arcanum, Vampire, Fable, Neverwinter Nights, Gothic 2... vom stumpfem Draufhauen bis zum epischen Fantasy-Abenteuer war also alles dabei. Und es gab genug Spiele, die richtig Spaß gemacht haben. Aber mehr als einmal spielen? Nö... Bei Diablo 2 liegt es vielleicht daran, dass ich bei den einzelnen Charakteren wirklich das Gefühl habe, dass sie sich je nach Skill-Verteilung komplett anders spielen. Und ich muss mich nicht mit einer Story aufhalten, die mich beim zweiten Durchspielen eh nicht mehr interessiert. Eine ausgefeilte Story ist beim ersten mal schön, aber ab dann stört sie nur noch. Soviel zu den normalen Spielen mit Abspann und mehreren Schwierigkeitsgraden. Aber es gibt ja noch eine andere Gattung. Irgendwann hat sich ein findiger Programmierer gedacht: Wenn ihr Langzeitmotivation wollt, dann lassen wir einfach das Ende weg! Und tatsächlich, die Leute fallen reihenweise drauf rein (siehe Sims). Aber man braucht die richtigen Spieler dafür... denn wer auch nur kurz darüber nachdenkt, warum er denn bitte spielen soll, wenn er nicht gewinnen kann - der kann es gleich ganz lassen. Ich war schon immer ein wenig anfällig für solche Spiele. Früher war ich lange Zeit süchtig nach Creatures 1 + 2, und damals war das nicht bloß ein niedlicher Tamagotchi-Ersatz. Man hat sich im Internet über die Genetik und Verhaltensweisen der Tierchen ausgetauscht, eigene Inhalte entwickelt und genau Buch über seine Zucht geführt. Vieles hat man sich zwar dazugedichtet, was im eigentlichen Spiel so gar nicht vorgesehen war - aber egal, hauptsache man konnte sich wunderschön in etwas hineinsteigern! Irgendwann war die Luft raus, und jahrelang hat mir dann so ein Endlos-Spiel gefehlt... Die Sims waren nett, aber mir hat das Häuser bauen immer mehr Spaß gemacht als das eigentliche Spiel. Dann erschien vor einem Jahr endlich Animal Crossing: Wild World für den DS. Hurra! Ich hatte wieder etwas, das keinen Sinn hatte, und einen trotzdem fesseln kann. Ich spiele seit einem Jahr so gut wie täglich, sammle Items und kümmer mich um meine Stadt. Aber mehr dazu in einem eigenen Text, dieser hier wurde eh schon zu lang.... Also, die Spiele die mich bisher am längsten fesseln konnten waren Diablo2, Creatures und Animal Crossing. Mal sehen was noch kommt :) Ich hoffe ja immer noch auf Diablo 3... Donnerstag, 22. März 2007
DS-Sammlung
Hui, heute bin ich aber gesprächig... aber keine Sorge, dieser Eintrag wird relativ kurz. spa und ich haben nur gerade unsere DS-Spiele sortiert und gezählt, und dabei ist dieses Foto entstanden. Auch wenn es im direkten Vergleich nicht so aussieht (meine Spiel sind "nur" die rechten), aber ich habe die bisherigen 2 Jahre mit meinem DS sehr genossen :) Ich habe vorher nie Konsolen oder Handhelds besessen, aber er hat mich von Anfang an begeistern können. Respekt Nintendo!
(hoffentlich bekomme ich ein hübsches Fanpaket für diese Werbung zugeschickt!) Mittwoch, 14. Februar 2007
GBA: Der König der LöwenGestern habe ich das gleichnamige GBA-Spiel durch geschafft, und möchte deshalb ein bißchen davon berichten. Vor allem auch für alle König der Löwen-Fans, die sich fragen, ob es an das erste heran reichen kann. Die Antwort vorweg: ja, es handelt sich hierbei um ein gelungenes Jump'n Run. Die 25 Level sind unterschiedlich gestaltet, wenn auch nicht ganz so charakteristisch wie früher. Dafür ist der Umfang größer, allein schon durch die Tatsache, dass man in jedem Level 40 Käfer einsammeln kann, um 5 extra Bonuslevel frei zu schalten (und das ist ganz schön schwer!). Diese erhöhte Levelanzahl war aber auch bitter nötig, denn diesmal muss man nicht immer wieder von vorne anfangen. Auf bis zu 3 Speicherplätzen wird ganz bequem der Fortschritt nach jedem Level gespeichert. Der größte Unterschied sind die Hauptfiguren, denn man spielt Timon und Pumbaa, entweder einzeln oder beide auf einmal. Die Level mit beiden machen besonders viel Spaß, weil jeder verschiedene Eigenschaften hat und man an den richtigen Stellen zwischen ihnen wechseln muss. Timon kann graben und weiter springen, Pumbaa ist eher der grobere Typ, der Steine und Gegner beiseite schubsen kann. Simba und die anderen Charaktere tauchen nur am Rande auf, lassen sich aber nicht steuern. Die Musikauswahl beschränkt sich passenderweise auf "Hakuna Matata"-Varianten, da hätte ich mir ehrlich gesagt mehr gewünscht... aber abgesehen davon hat es mich nicht gestört, dass man sich auf Timon und Pumbaa konzentriert hat. Das Spiel ist anscheinend an "König der Löwen 3" angelehnt, den habe ich allerdings nicht gesehen (die Story ist die selbe wie im 1. Teil, nur aus einer anderen Sicht erzählt). Zum Schluss noch ein wichtiges Thema: Kinderspiel oder nicht? Die meisten Level lassen sich relativ schnell bewältigen, nur an einem habe ich eine gefühlte Ewigkeit lang gehängt und bin fast verzweifelt. Aber im allgemeinen geört das Spiel zu den leichteren Vertretern des Jump'n Run Genres, es gibt nicht mal einen Endboss. Was es aber trotzdem interessant macht sind die Bonuslevel, für die man überall alle Käfer sammeln muss... bisher habe ich gerade mal einen freigeschaltet, da hat man also ein Weilchen dran zu knabbern *schwitz*. Fazit: Mir hat's überraschend gut gefallen, auch wenn die meisten Level schnell geschafft waren. Dass man jeden Level noch ein paar mal durchspielen muss um alle Käfer zu sammeln entschädigt aber dafür, und macht das Spiel auch für Ältere interessant.
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