Aktuelle EinträgeDer Telefonterror der S.
9. Juni 2010 Ausstellung im Friedberger "Kaktus" 27. März 2010 Happy Einzugsday, Puni! 14. März 2010 Oscars 2010 8. März 2010 Umbau-Arbeiten 1. März 2010 TagsBrettspiel, FFF, Ffm, Filme, Fotos, Fragebogen, Gekritzel, Gutes, Hochzeit, Internet, Kartenspiel, Menschen, Mieses, NDS / GBA, Neuanschaffungen, PC, Playstation, Retro, Sammeln, Schwester, South Park, Studium / Beruf, Stöckchen, Tiere, Wii, Wohnen
SucheBlog abonnierenBlog-ArchivBlog-Buddies |
Mittwoch, 9. Juni 2010
Der Telefonterror der S.
Wie ihr seht schmückt das große "Under Construction" leider immer noch meinen Blog. In letzter Zeit hatte ich einige Aufträge zu erledigen und habe mich mehr um das Planearium und SP-Studio gekümmert, es kommt aber bestimmt mal wieder die Zeit, in der ich dieser Seite hier meine volle Aufmerksamkeit schenke.
Eben hatte ich zumindest mal wieder das Bedürfnis, mir etwas von der Seele zu schreiben. Und es geht - einige werden sich jetzt freuen - um meine Schwester. Meine Mutter befindet sich zur Zeit für ein paar Tage zwecks Urlaub im fernen Erfurt, und Leidtragende bin in solchen Situationen immer ich. Denn wenn Mama nicht da ist hat S. niemanden, den sie mehrmals täglich anrufen kann, um über dies und das zu plaudern und ihre eigene Entscheidungsunlust zu kompensieren. Niemand berät sie jetzt bei der Wahl ihrer Kleidung oder lauscht ihren entrüsteten Beschwerden darüber, dass es in der Frankfurter Innenstadt laut und stickig ist. Also ruft sie mich an. Vorab eine kleine Zusammenfassung dessen, was sich bei S. in den letzten Monaten zugetragen hat. Was eine Sache angeht, kann man wirklich Mitleid mit ihr haben, denn sie leidet seit längerer Zeit unter Schwindelattacken wegen ihrer vermurksten Halswirbelsäule. Eine Kieferbehandlung hatte das zuletzt verschlimmert. Wenn es jemandem wirklich schlecht geht helfe ich gerne, habe also für sie eingekauft und ihren Müll runter gebracht. Allerdings hatte ich immer öfter das Gefühl, dass sie das Ganze als Vorwand nimmt, um sich ihr Leben bequemer zu gestalten. Und jetzt zu den Telefonaten: Tag 1: S. teilt mir mit, dass sie einen Zettel an die Tür gehängt hat, dass ich benachrichtigt werden soll, falls sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Etwas irritiert fragte ich, ob sie denn vor hätte in nächster Zeit von uns zu gehen - nein, aber sie mache sich nur Gedanken, wenn doch etwas passiert. Und da ja meine Mutter jetzt nicht da sei, sollte ich doch bitte jeden Tag bei ihr anrufen, um zu überprüfen, ob sie noch lebt. Als ob das dann noch einen Unterschied machen würde... aber gut, ich ließ sie ihren Zettel an die Tür kleben und hatte schon Angst davor, dass ich am nächsten Tag mit ihr einen Sarg aussuchen sollte. Nur für alle Fälle. Tag 2: Aber nein, als das Telefon klingelte ging es nicht um Särge. Im Gegenteil: S. hat spontan beschlossen, nach Gießen zu ziehen. Sie lebt schon länger in Frankfurt als ich, aber jetzt mit einem Mal will sie anscheinend unbedingt nach Gießen, weil es dort grüner und die Menschen nicht so "Schickimicki" sind. Dass sie direkt auf der Zeil wohnt und es deshalb kein Wunder ist, dass sich ein bestimmter Menschenschlag vor ihrem Hochhaus tummelt, hat sie natürlich nicht bedacht. Auch dass es in Frankfurt ruhigere, grünere Gegenden gibt scheint ihr egal zu sein. Gießen soll es jetzt sein und basta! Sie hatte sich auch schon eine Wohnung heraus gepickt, die ich mir im Internet ansehen sollte. Aber oh weh, die hatte einen gewaltigen Nachteil... sie lag im 1. Stock. Laut S. kann man UNMÖGLICH ins Erdgeschoss oder den 1. Stock ziehen, weil dann GARANTIERT eingebrochen wird. Ich versuchte sie damit zu beruhigen, dass jedes Haus zwangsweise ein Erdgeschoss und viele einen 1. Stock haben, uns dass ja ganz offensichtlich nicht in all diese Häuser eingebrochen wird. Aber nein, sie ist was das angeht einfach paranoid. Tag 3: Die Umzugsgeschichte hatte ich erst einmal nicht zu ernst genommen, weil S. öfter solche Phasen hat, aber bisher trotzdem in ihrer total überteuerten Ein-Zimmer-Innenstadtwohnung geblieben ist. Jetzt berichtete sie aber stolz, dass sie ihre Wohnung zum August gekündigt hätte. Ohne eine neue zu haben. Schlau. Meine Mutter wird sich freuen, wenn sie das hört. Aber weil ich weiß, dass S. es mit der Wahrheit nicht zu genau nimmt, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie gar nicht wirklich gekündigt hat. Ach ja, an diesem Tag wollte sie mich übrigens besuchen kommen! Mit dem Taxi, weil es ihr ja so schlecht geht. Wir blieben also extra zu hause. Zur vereinbarten Zeit rief sie an, dass sie nicht kommen würde, denn: "Du willst ja bestimmt sowieso nicht, dass ich komme." Zugegeben, es gibt natürlich Menschen über deren Besuch ich mich mehr freue... aber das ist ihre Standard-Ausrede, wenn sie einfach keinen Bock hat raus zu gehen. Hauptsache andere sind Schuld. Tag 4, Anruf 1: Jammernder Anruf, weil sie morgen einen Termin im Krankenhaus hat. Der Schwindel wäre ja wieder so schlimm, sie kann nicht raus. Wenn, dann nur mit dem Taxi. Zu Fuß hätte sie Angst, dass sie umkippt. Ich empfehle ihr, sich wieder ein Handy anzuschaffen, weil sie dann zumindest im Notfall Hilfe rufen kann. Ihr altes hatte sie damals aufgegeben, weil sie von den Anrufen der Exfreundin meines Vater so genervt war. Öhm, nein. Das streitet sie jetzt auf einmal ab - der Akku sei doch damals kaputt gewesen. So so. Ich versuche gar nicht erst die verschiedenen Realitätsebenen der S. zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen und verspreche ihr, dass ich mich für sie nach einem neuen Handy umsehen werde. Tag 4, Anruf 2: Wieder klingelt das Telefon. Ich stelle mich schon darauf ein, eine leidende Schwester zu trösten, aber die hat auf einmal gute Laune. "Morgen nach dem Sport können wir uns in der Stadt treffen und das Handy kaufen, okay?". Was? Gerade hatte sie doch noch erzählt, wie schlecht es ihr geht und dass sie morgen ins Krankenhaus muss. Auf mein Nachfragen korrigiert sie sich dann auch, denn der Besuch im Fitnessstudio sei selbstverständlich wegen Reha-Maßnahmen notwendig. Dass sie nach dieser sicher anstrengenden Behandlung für einen spontanen Handykauf freiwillig die belebte Innenstadt unsicher machen will, obwohl sie angeblich nicht einmal ihren Müll selber runter bringen kann, ließ mich dennoch stutzen. Weil ich selber keinen Bock hatte, mal wieder ihren Packesel zu spielen, empfahl ich ihr dann das Handy "ihrer Gesundheit zu Liebe" bei Amazon zu bestellen. Mal sehen, was morgen kommt... Montag, 13. Juli 2009
Zwergenhochzeit: Haariges
Mit das erste was für meine Hochzeit feststand, war der Friseur. "Die eine, die ist vooolll nett, da gehst du hin, die macht alles!", sagte mir meine Schwester. Es wurden sogar schon Monate im Voraus Termine für mich gemacht. Okay, dachte ich mir, dann muss ich mich darum wenigstens nicht mehr kümmern.
Jetzt auf einmal kam meine Schwester aber an und meinte "Duu... so gut ist die doch nicht, da kostet schon die Probefrisur 80 Euro... und vielleicht wäre etwas besser, was näher bei dir ist... wie wäre es mit dem Friseur direkt neben dir? Bei der war ich eben, die ist vooolll nett!". Und so läuft es oft, man muss bei ihren Empfehlungen ziemlich aufpassen, denn meistens werden Geschäfte oder diverse Dienstleister nur weiterempfohlen, weil sie ihr (im Moment) sympathisch sind. Gerade hat sie mir wieder einen Fotografen mit den Worten empfohlen: "Guck dir seine Internetseite an, ist der nicht SYMPATHISCH?". Klar, niemand will sich an seiner Hochzeit von einer Mischung aus Adolf Hitler und George W. Bush dazu auffordern lassen, in die Kamera zu lächeln. Aber ob die Fotos GUT sind und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, sollte doch vielleicht auch eine Rolle spielen... Nach einem Fotografen suchen wir übrigens immer noch, die die uns bisher gefallen haben waren leider alle schon ausgebucht :(. Natürlich mussten wir genau das bis zu letzt aufschieben... Donnerstag, 30. April 2009
Zwergenhochzeit: Die liebe Familie
Zur Hochzeitsplanung gehören natürlich nicht nur wir beide, sondern auch unsere Gäste. Wir sagten uns, wir wollen lieber im (relativ) kleinen Kreis mit denen feiern, die uns wirklich Nahe stehen, und niemanden einladen, weil wir dazu gedrängt werden. Das klang zuerst einfacher, als es dann tatsächlich war...
Okay, bei spa war es tatsächlich relativ einfach, weil seine Familie sich sowieso oft trifft und untereinander gut versteht. Aber meine Eltern sind geschieden, und deshalb habe ich zu einem Großteil meiner Familie keinen Kontakt mehr. Mit bleiben also nur magere 5 - 6 Familienmitglieder, die ich überhaupt einladen kann. Eine davon, meine Schwester, engagiert sich allerdings in den letzten Wochen SO sehr, als müsste sie die mangelnde Präsenz meiner Familie damit ausgleichen. Täglich klingelt das Telefon oder ich bekomme Internetseiten, Zeitungsartikel und Visitenkarten rund ums Thema Hochzeit weitergeleitet. Sollte sie etwa mit fast 40 endlich ihren Traumjob gefunden haben: Wedding-Planer? Es scheint fast so. Als wir ihr mitgeteilt haben, dass wir heiraten, reagierte sie zuerst auf ihre typische Art mit einem "So? Hmphf." (grob wiedergegeben), aber dann erkannte sie wohl, dass es hier eine Menge zu organisieren gibt. Glamourös wie im "Sex and the City" Film, bwz. ähnlichem Kitsch, wollte sie dann meine Hochzeit gestalten - aber bei den pinken Herzchenballons und dem Helikopterrundflug habe ich dann doch eingelenkt. Unsere Geschmäcker liegen leider in der Regel meilenweit auseinander, was es etwas anstrengend macht, die Planung ausgerechnet mit ihr durchzukauen. Aber ich bin immerhin froh, dass wir uns einmal halbwegs friedlich über ein Thema unterhalten können, und dass sie ein gewisses (wenn auch oberflächliches) Interesse an meinem Leben zeigt. Erstaunlich ist, dass sie für jede noch so kleine Anschaffung eine passende Adresse kennt, sei es nun für die richtige weiße Strumpfhose (da gibt es Unterschiede?) oder die passenden Schuhe (sie hat sogar einen Anprobe-Termin (!) für mich organisiert - ich habe nicht gewusst, dass Schuhgeschäfte so etwas überhaupt machen). Heute brachte sie mir schon ein paar Perlen als Beispiele für meinen Haarschmuck mit, der passende Friseurtermin ist natürlich auch längst vereinbart worden. Und nur mit sehr viel gutem Zureden konnte ich sie davon überzeugen, dass es absolut übertrieben ist, dass sie mir extra zur Hochzeit eine Pediküre verpassen lässt. Genau, Pedi... wen zur Hölle interessieren an dem Tag meine Füße? Momentan schwanke ich also immer zwischen Dankbarkeit für die Mühe die sie sich gibt und einer gewissen Genervtheit ;). Gut, dass wir einiges ganz alleine organisieren - zum Beispiel das Essen. Aber dazu ein anderes mal mehr, wenn wir verstanden haben, was die merkwürdigen Bezeichnungen auf der Speisekarte überhaupt bedeuten... *grübel* *Kopfkratz* *google* Sonntag, 11. Januar 2009
Zwischen den Jahren und danach
Abgesehen von meinen gelegentlichen Spiele- und Filmreviews geht es hier ja auch um mein Leben. Also fass ich mal kurz die letzten Wochen zusammen.
Weihnachten war diesmal sehr gemütlich, wir mussten nicht weg sondern unsere Eltern kamen diesmal zu uns. Bis auf meinen Vater, weil man ihn nicht mit meiner Mutter und erst recht nicht mit ihrem neuen Mann in einen Raum stecken kann... aber da er momentan auf Grund eines kaputten Beines eh kein Auto fahren kann gab es zum Glück keinen Grund für miese Laune. Ja, meine Mutter hat wieder geheiratet. Ich habe das erst nachher erfahren, wie eigentlich alle außer meinen Großeltern. Ich schätze sie haben das so nebenbei abgehandelt, damit meine Schwester es nicht erfährt, weil sie immer herumstänkert. Jedenfalls war es eine ziemliche Überraschung, auch wenn sie ja nun schon seit 10 Jahren geschieden sind. Schade dass es in meiner Familie so viele Idioten gibt, dass man sogar eine Hochzeit lieber geheim hält. Pünktlich zu Neujahr kam dann auch schon der nächste Familienstreit. Mein Vater rief mich nicht an, also meldete ich mich abends bei ihm um ihm ein frohes neues Jahr zu wünschen. Dann beklagte er sich bitterlich darüber, wie frech meine Schwester sei und dass er den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte. Wir erinnern uns: Im Sommer hatte ich das auch mal gemacht, weil sie meine Mutter nach dem Tod unserer Katze aufs übelste beschimpft hatte. Damals hatte mein Vater noch gemeint, ich soll nicht zu streng mit ihr sein, und dass ich doch nicht einfach den Kontakt zu ihr abbrechen kann. Tja... JETZT ist das bei ihm natürlich etwas völlig anderes. Was sie gemacht hat? Angeblich hätte sie zu ihm am Telefon gesagt, dass er so viel Geld hätte, dass er ihr doch eigentlich eine Eigentumswohnung kaufen könnte. Mal davon abgesehen, dass mein Vater das wirklich könnte ist verwunderlich an seiner Reaktion, dass ich selber mitbekommen hatte wie er ihr gleich mehrere freundliche Neujahrs-SMS geschickt hatte (sie war an dem Tag zufällig bei mir). Ich habe keine bekommen... Mal sehen wie das ganze ausgeht, momentan ist er angeblich total wütend auf sie und sie hält ihn für psychisch krank. Noch kann ich mich ganz gut raushalten, auch wenn sie mal wieder nette Details darüber enthüllt hat, wie er hinter meinem Rücken über Freunde von mir lästert. Aber genug der Soap-Tragödien. Svens Schwester war letzte Woche hier zu Besuch und wir haben uns das Silvester-Feuerwerk am Main angesehen. Eine tolle Erfahrung, wenn man sonst am liebsten faul zu hause feiert :) Und dank mehrerer Klamotten-Schichten übereinander haben wir sogar die Kälte gut überlebt. Jetzt ist Sven für ein paar Tage nicht zu hause und ich nutze die Zeit für ein SP-Studio Update, denn einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr wäre (wenn ich welche hätte), mich mehr um die Seite zu kümmern. So gute Besucherzahlen darf man nicht vernachlässigen, also zeichne ich jetzt fleißig Frisuren um den Emo- und Punk-Freunden eine Freude zu bereiten. Nebenbei habe ich meine Vorliebe für Tower Defense entdeckt, vielleicht kommt dazu bald mal ein extra Eintrag. Freitag, 20. Juni 2008
Die Vergesslichkeit der S.
Weil ich mir als fleißige Praktikantin ganz viele Urlaubstage aufgespart habe, habe ich momentan frei. :) Genau das richtige bei dem Wetter. Aber natürlich kann ich nicht nur faul rumliegen, sondern bin heute z.B. nach Friedberg gefahren, um meinem Vater den neuen PC einzurichten.
Während ich da war rief meine Schwester bei ihm an, und als er erwähnte dass ich gerade was an seinem Computer mache, forderte sie, dass ich die nächsten Tage unbedingt auch bei ihr vorbei kommen sollte, weil sie sich wohl einen Virus eingefangen hat. Erinnern wir uns kurz an diese Geschichte... ich dachte eigentlich, ich hätte ihr unmissverständlich klar gemacht, dass ich nur noch mit ihr rede, wenn es um ihr unmögliches Verhalten geht. Sie knallte bei meinen letzten Anrufen immer den Hörer auf, weil sie keine Kritik an ihrer Person dulden wollte. Aber die ganze Sache ist nun für sie längst vergessen und sie fragte meinen Vater sogar, wieso ich ihr denn nicht helfen will. Unglaublich... Ach ja, bei meiner Mutter hatte sie auch angerufen, weil sie bei ihr Klamotten zwischengelagert hatte, die ich ihr unbedingt nach Frankfurt bringen sollte. Auch hier weder der Hauch einer Entschuldigung noch einer freundlichen Bitte. Vom Rest meiner Familie scheint sie es schon so sehr gewohnt zu sein, dass man ihr nicht länger als ein paar Tage böse ist... ich hoffe sie merkt jetzt, dass das im Leben nicht immer so funktioniert. Auch wenn ich jetzt natürlich in ihren Augen die Böse bin. Übrigens habe ich von meiner Mutter von noch einer nette Begebenheit erfahren. Nach einem Fußball EM Spiel vor wenigen Tagen hat meine Schwester tatsächlich die Polizei gerufen, weil es ihr nach Mitternacht noch zu laut auf der Straße war. So etwas erwartet man eigentlich nur von frustrierten alten Omas, die den lieben langen Tag am Küchenfenster stehen, um spielende Kinder anzukeifen - immerhin ist so eine EM nicht jede Woche. Und vor allem sollte man bedenken, dass S. wie schon erwähnt extra viel Miete bezahlt, um an der bekanntesten und belebtesten Frankfurter Straße zu wohnen. Heute hat dann übrigens (angeblich) jemand in den Flur ihres Hauses gepinkelt. Womöglich ein Fußballfan, der ähnlich nachtragend ist wie ihre kleine Schwester. To be continued... Sonntag, 8. Juni 2008
Die Homophobie der S.
Da die Geschichten um meine Schwester hier einige Fans gefunden haben möchte ich euch folgendes nicht vorenthalten...
Meine Mutter wurde die letzten Tage mal wieder außergewöhnlich oft mit Anrufen von S. belästigt. Dauernd klingelte das Telefon, und sie erzählte von Nichtigkeiten die sie beobachtet hatte oder davon, dass es an ihrer Heizung seltsam roch ("Kann ich da da Wasser rauslassen um es zu wechseln?" ... ). Meine Mutter hörte sich geduldig alles an. Gegen Abend wechselte das Thema dann zu "Ich bin gerade so depressiv, habe Todesängste und will einen Mann!". Meine Mutter versuchte Tipps zu geben: Single-Partys oder Clubs gibt es in Frankfurt genug, oder wie wäre es mal mit Chatten im Internet? Aber nein - im Internet tummeln sich ja nur Verbrecher! Und meine Schwester meinte, dass sie ja oft in Cafés gehen würde. Ja... allerdings immer mit Freundinnen, und nicht alleine. Nicht unbedingt förderlich, besonders nicht in den Edel-Cafés wo sie am liebsten verkehrte. Da lernt man bestimmt keine normalen Männer kennen. "Nein, ich will ja auch niemanden normalen! Er soll reich sein damit ich ein sorgenfreies Leben habe, alles andere ist egal!". Ja, so denkt meine Schwester tatsächlich. Nach einem längeren Gespräch in dem S. alle Ratschläge meiner Mutter abgewehrt hatte meinte diese dann irgendwann, ob es nicht sein könnte, dass sie lesbisch sei, weil sie ja offensichtlich gar kein Interesse an einer normalen Beziehung zu einem Mann hätte. Huiuiui... meine Schwester knallte empört den Hörer auf. Dabei meinte meine Mutter das nicht als Beleidigung, und auch schon von anderen habe ich diese Vermutung gehört. S. kochte zu hause vor sich hin und rief dann irgendwann zurück, um meiner Mutter an den Kopf zu werfen, dass sie und ihr Lebensgefährte sie bestimmt als Baby missbraucht hätten! Eine typische merkwürdige Idee von ihr, denn damals wohnte er natürlich nicht mal in der Nähe. Einige Zeit später folgte ein erneuter Anruf, in dem meine Schwester meine Mutter (!) dazu aufforderte, sich bei ihr zu entschuldigen. Sie habe das angeblich ihren Freundinnen erzählt, und die fänden es auch unerhört, dass die eigene Mutter der Tochter unterstellt, lesbisch zu sein. Man darf gespannt sein wie es weiter geht, andere wären doch eigentlich froh darüber, wenn ihre Mutter so etwas respektieren würde. Und meine Schwester hat dabei noch vor kurzem so begeistert davon erzählt, dass zwei Bekannte von ihr schwul seien. Aber bei Frauen ist das natürlich etwas völlig andere - vor allem wenn man es ihr unterstellt. Donnerstag, 1. Mai 2008
Der Kinderwunsch der S.
Von meiner Schwester höre ich ja nun nichts mehr, aber meine Mutter hat mir gerade von deren neusten Tick berichtet: Sie will ein Kind! Dazu muss man wissen, dass sie Ende 30 ist und ihr letztes Jahr die Gebärmutter entfernt wurde. Das wurde ihr von mehreren Ärzten auf Grund einer Erkrankung empfohlen, und damals war das eigentlich auch kein Problem für sie. Sie rennt ja eh dauernd zum Arzt, und scheint sich zu freuen, wenn sie mal wieder was hat, wovon sie allen erzählen kann.
Jetzt aber heult sie rum, dass sie den Arzt umbringen will, der sie operiert hat, weil sie ja eigentlich vorher noch ein Kind wollte. Zu spät... also bleibt wohl nur eine Adoption. Sie hatte vor, mit einer Freundin in ein Kinderheim zu fahren, und sich ein Kind für einen Ausflug abzuholen, damit sie mit ihm in den Zoo und zum Eis essen fahren könnten. Wie mit einem Hund aus dem Tierheim Gassi zu gehen halt - wäre das Kind frech müsste man es ja nicht adoptieren. Meine Mutter wagte zu entgegnen, dass es da doch gewisse Unterschiede zwischen Tierheimen und Kinderheimen gäbe. Schließlich kann ja nicht jeder der Lust hat einfach mal eben ein Kind für einen Tag mitnehmen und dann wieder zurückbringen. Meine naive Schwester wollte das natürlich nicht einsehen und motzte rum, dass meine Mutter ihr immer alles im Leben vermiesen würde. Wenige Tage später rief sie wieder bei ihr an und war tatsächlich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Sie sei im Kinderheim gewesen und hätte sich erkundigt... das sei wohl doch sehr viel komplizierter, als sie gedacht hatte. Ihr wurde angeboten, dass sie gerne ehrenamtlich mithelfen und den Kindern vorlesen könne, aber das wollte sie nicht. Denn sie wollte sich ja IHR Wunschkind aussuchen. Soviel also erst mal dazu, mal sehen was als nächstes kommt. Sonntag, 20. April 2008
Eine traurige Geschichte
In den letzten Tagen hatte ich ein paar technische Probleme hier, aber jetzt möchte ich hier noch nachträglich etwas erzählen, was sich am Donnerstag zugetragen hat.
Meine Katze Minka kam zu uns als ich in der 1. Klasse war, und als ich ausgezogen bin blieb sie bei meiner Mutter in Friedberg. Da hatte sie nicht nur viel Platz, sondern sie hing auch schon immer sehr an meiner Mutter (und umgekehrt): Sie schlief in ihrem Bett und sie bekochte sie rührend, wenn sie mal wieder nichts fressen wollte. Da sie als Baby von ihrer Mutter verstoßen worden war, war sie immer etwas mager gewesen, es hieß dass sie die Mangelernährung in den ersten Wochen nie ganz überwunden hat. Aber an sich war sie immer sehr fit und vor allem sehr eigen. Minka ist am Donnerstag im Alter von 15 Jahren gestorben... :( Sie war in letzter Zeit immer kränklicher geworden, meine Mutter hatte sie aufgepäppelt, mehrmals den Tierarzt geholt und heute ergab dann ein Bluttest, dass viele ihrer Organe ausgefallen waren. Leber, Nieren... und dadurch hatte sie zuletzt sogar innere Blutungen. Sie hatte keine Schmerzen, aber sie wurde immer schwächer und der Tierarzt meinte, dass man ihr nicht mehr helfen könne. Es lag wohl einfach am Alter. Das alleine wäre schon schlimm genug gewesen... als mich meine Mutter angerufen hat um mir davon zu erzählen konnte ich nur noch weinen. Dann aber kam mir auf einmal ein anderer Gedanke: Meine Schwester! Sie hatte in den letzten Wochen immer wieder biestig am Telefon behauptet, dass meine Mutter zu geizig wäre, um einen Tierarzt zu bezahlen und Minka deshalb sterben lassen würde. Das fand ich unglaublich, denn sie weiß selber, wie sehr sie an dem Tier hängt. Ich fragte also bei meiner Mutter nach, ob meine Schwester es denn schon weiß, und ob ich es ihr nicht lieber sagen soll. Da brach meine Mutter in Tränen aus und erzählte, dass sie es meiner Schwester schon gesagt hätte und daraufhin von ihr wüst beschimpft wurde. Und ich will mir jetzt gar nicht vorstellen, wie sehr sie das verletzt hat... Meine Mutter hat sich immer dermaßen aufopferungsvoll um Minka gekümmert, während meine Schwester (selbst als sie noch zu hause gewohnt hat) NIE einen Finger krumm gemacht hat! Und um Minka geweint hat sie auch nicht. Ich habe sie danach natürlich sofort angerufen um ihr meine Meinung zu sagen, aber sie meldete sich nur schnippig, stöhnte "Ach, DU..." und legte genervt auf als ich von dem Thema anfing. Ich kann ihren Tonfall nur mit "absolut böse" bezeichnen, als hätte sie darauf gewartet dass Minka stirbt, um meine Mutter fertig zu machen. Und IMMER wenn man sie zu kritisieren wagt legt sie auf oder geht einfach weg, und bislang kam sie damit immer durch im Leben! Es regt mich so auf... Natürlich ging sie von da an nicht mehr ans Telefon oder legte sofort auf, sobald ich mich meldete. Selbst als ich ihr sagte, dass das womöglich unser letztes Gespräch sein würde - ihr doch egal, aufgelegt. Also rief ich meinen Vater an, weil ich weiß, dass er einen engeren Kontakt zu meiner Schwester hat und sie ihn morgen besucht (beide verbreiten halt gerne Lügen über andere Menschen, das verbindet). Ich wollte nicht, dass er zuerst die Lügengeschichte meiner Schwester über Minkas Tod hört, also habe ich ihm genau geschildert wie es war: die Tierarztbesuche und dass meine Mutter sich in den letzten Wochen nur darum gekümmert hat. Dann erzählte ich ihm, wie wütend ich sei, weil meine Schwester meiner Mutter in dieser Situation solche unverschämten Anschuldigungen an den Kopf wirft. Sein Kommentar? "Ach, du kennst sie doch... so ist sie halt." Hallo??! Ist das ein Freibrief für alles? "Bei mir legt sie auch manchmal einfach am Telefon auf." - was für ein Vergleich. Da wusste ich schon, dass ich wenn es um meine Mutter ging keine Zustimmung von meinem Vater erwarten könnte. Es war ihm offensichtlich absolut egal, wenn nicht sogar recht. Ich erwähnte auch, dass ich den Kontakt zu ihr abbrechen möchte, weil ich ihr kaltherziges Verhalten nicht noch länger ignorieren kann. Das war schließlich nicht der erste Vorfall dieser Art, und ansonsten reagiert niemand den ich kenne darauf. Daraufhin wurde mein Vater natürlich hellhörig und versuchte seine Lieblingstochter zu verteidigen - "Das kannst du doch nicht machen!" - dabei hat er vor 20 Jahren selber den Kontakt zu seiner Schwester abgebrochen. Wohl, weil sie die einzig normale in seiner Familie war (zumindest denke ich mir das inzwischen...). Meine Schwester war schon immer so, dass sie anderen mit Absicht weh getan hat. Warum? Vielleicht wenn sie neidisch darauf ist, dass diese mit ihrem Leben besser klar kommen, oder auch nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jedenfalls war es für sie immer ganz normal und einen Tag später kam sie an als sei nichts geschehen. Darauf habe ich aber diesmal nun wirklich keine Lust mehr... irgendwann reicht es. Vor allem, dass sie das auf Kosten meiner toten Katze macht. Ich war glaube ich noch nie so wütend! Samstag, 19. Mai 2007
Die Sorgen der S.
Meine Güte... ich könnte mich schon wieder aufregen!
Gerade hat S. bei mir angerufen und in seltsamem Ton gefragt: "Die Minka ist ja auch deine Katze, nicht wahr? Machst du dir keine Sorgen um sie..?". Zur Erklärung, falls das hier jemand nicht weiß: Minka ist zwar auf dem Papier wirklich meine Katze, aber weil sich immer meine Mutter um sie gekümmert hat und sie sehr an ihr hängt, ist sie nicht mit mir umgezogen. Sie ist zwar eine Wohnungskatze, aber weil wir ein sehr großes Haus haben geht es ihr dort denke ich ganz gut. Und für meine Mutter ist sie ihr ein und alles. Nun meinte meine Schwester aber, ob ich mir denn nie Gedanken darüber gemacht hätte, dass meine Mutter Minka vernachlässigen würde. "Ist dir das nicht aufgefallen, wie seltsam sie sich verhält? So lustlos?". Die Katze ist fast 15 Jahre alt! Natürlich schläft sie etwas mehr als früher, aber als ich die letzten Male zu hause war, hat sie sich so benommen wie immer. Das habe ich dann auch meiner Schwester gesagt. "Ja, aber überleg doch mal! Die Mama geht nie mit ihr zum Tierazt, weil sie zu geizig ist!". Minka war ja auch noch nie krank... sie muss keine Impfungen mehr bekommen und hat panische Angst, wenn man sie in den Katzenkorb packt. Warum sollte man also mit ihr zum Tierarzt gehen, solange sie kerngesund ist? Aber meine Schwester konnte das natürlich nicht in ihrer Meinung beeinflussen. "Sie müsste mal die Krallen geschnitten bekommen, die sind viel zu lang!". Hallo?! Es ist eine Katze... und die haben nun mal Krallen. Und ihre sind nicht unbedingt länger als die von anderen Katzen. Schließlich hat sie ja ihren Kratzbaum, den sie fleißig benutzt. Wie dem auch sei, meine Schwester wollte mit den bösartigen, aber völlig unbegründeten Anschuldigungen gegen meine Mutter nicht aufhören. Irgendwann habe ich sie dann gefragt, ob unser lieber Herr Vater ihr das in den Kopf gesetzt hat, denn er ist sehr gut darin, schlecht über andere Leute zu reden. Und S. war schon immer besonders empfänglich dafür. Aber nein, angeblich hätte sie nur einen Artikel über verwarloste Tiere im Internet gelesen... wie schön. Mal sehen ob sie meiner Mutter den Tierschutzverein auf den Hals hetzt. Dienstag, 15. Mai 2007
Die Berufspläne der S.
Ich habe etwas erschreckendes über S. erfahren... Ich wusste ja, dass sie seit 3 Semestern irgendetwas studiert, dachte aber, dass es nur eine Art Aufbaustudium für ihren bisherigen Beruf wäre. Sie hat eigentlich eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin (oder so ähnlich) gemacht und mit diesem Bürojob ganz ordentlich verdient. Es hat ihr wohl auch Spaß gemacht, denn sie umgibt sich gerne mit Karriere-Menschen und hat vor uns immer das komplette Privatleben ihrer Kollegen ausbreiten können.
Aber als sie neulich bei mir war suchte sie im Internet nach der Seite der Frankfurter Drogenhilfe. Ich habe zuerst vermutet, dass eine ihrer merkwürdigen Bekannten an einen drogenabhängigen Freund geraten ist, aber nein... meine Schwester suchte einen Praktikumsplatz! So erfuhr ich, dass sie nach ihrem Studium als eine Art Sozialarbeiterin arbeiten will. Jedem anderen Menschen würde ich das eher zutrauen als meiner Schwester! Sie hatte schon immer eine schlechte Meinung von "Assozialen", ekelt sich vor allem möglichen und ist entsetzlich naiv. Sie geht nur nach Ãußerlichkeiten und liest höchstens die Schicksals-Berichte aus Frauenzeitschriften. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch nur deswegen auf die hirnrissige Idee kam, dass sie für so einen Job geeignet ist. Außerdem war ihr wohl der Alltag ihrer Bekannten mit der Zeit zu langweilig geworden. Da wäre es das beste eine neue Gruppe von Menschen zu haben, deren Schicksale sie sich anhören - und natürlich weitererzählen kann. Es war schon immer ihr Lieblings-Hobby, die seltsamsten Geschichten von ihren Mitmenschen zu erfahren und dann zu verbreiten. Aber ich fürchte ihre Sensationsgier wird nicht dafür ausreichen, dass sie sich lange für diesen Beruf begeistern kann. Ich bin sehr gespannt.
(Seite 1 von 2, insgesamt 12 Einträge)
» nächste Seite
|
Zuletzt getwittert
|








