Samstag, 19. Juli 2008
Wegen der gerade stattfindenden E3 lese ich regelmäßiger als sonst auf Videospiele-Newsseiten mit - und ich muss sagen, es macht keinen Spaß mehr.
Ich besitze nämlich einen DS und eine Wii. Noch dazu bin ich weiblich, über 20, spielte "Animal Crossing", mag keine Shooter auf Konsolen und zocke mit Freunden gerne Minigames. Man könnte mich also mit etwas bösem Willen in die Schublade der Casual Gamer stecken, jenem stinkendem, hirnlosem Gewürm, auf das unzufriedene Videospieler heutzutage ihre gesamte schlechte Laune projezieren. Das Böse hat einen neuen Namen.
Dabei war dieses Wort ursprünglich gar nicht so negativ belegt gewesen (und hat ursprünglich auch nicht zu mir gepasst, denn ich zocke gerne und viel): Als die Wii erschien wollte Nintendo die Leute ansprechen, die sonst gar nicht oder nur gelegentlich spielen. Das hat geklappt, super Verkaufszahlen, hoch gelobte neue Spielkonzepte - alles könnte so schön sein. Aber dann rebellierten die alten Nintendo-Fans, die sich benachteiligt fühlten als hätte ihre Mama sie wegen einem neuen Baby nicht mehr lieb. Alles was ihnen nicht gefiel wurde auf Nintendos Firmenpolitik geschoben. Angeblich würde es keine Spiele mehr für "Hardcore-Gamer" geben, nur noch für die Luschen unter den Zockern. Dass viele dieser Kinder ein Spiel höchstens auf mittlerem Schwierigkeitsgrad durch schaffen lasse ich jetzt mal außer acht, hauptsache hardcore = cool.
Egal was für Spiele angekündigt werden, sofort geht das Gemecker los - zu kindisch, zu bunt, zu simpel, zu kurz, also casual. Alles. Das verrückte daran ist, dass selbst Spiele nicht sicher sind, die man zu Gamecube Zeiten nie im Leben so bezeichnet hätte. Beim ersten "Animal Crossing" erinnere ich mich noch gut an die Reviews, in denen es als Nischenprodukt für Japan-Fans gehandelt wurde - jetzt wird eine fast identische Version für die Wii angekündigt und alle schreien was von einem doofen Casual Game, einem Produkt für die breite Masse anspruchsloser Käufer und Hausfrauen. Was soll das bitte, merken die nicht wie sich selbst widersprechen?
Ich lese mir inzwischen Kommentare auf Videospieleseiten kaum noch durch, weil sie tatsächlich immer gleich ablaufen und von einer erschreckenden Kurzsichtigkeit zeugen. Ein Wii-Spiel wird angekündigt, ein, zwei Leute loben etwas daran- und dann ruft einer "Casual Game" und alle sind nur noch am mitmotzen. Denn sobald ein Spiel diesen Stempel aufgedrückt bekommen hat kann ein 13 jähriges Hardcore-Kiddie es natürlich nicht mehr guten Gewissens loben.
Dass es für die Wii reihenweise hervorragende Spiele gibt, die nicht nur Spielspaß für wenige Minuten am Stück bieten wird dabei grundsätzlich ignoriert. Es gibt keine guten Wii Spiele, Punkt. Und dass Wii und DS von Anfang an keinen Wert auf die beste Grafik gelegt haben wird auch übersehen - die Comment-Kinder zerpflücken immer zuerst die Grafik und werden nicht müde zu bedauern, dass eine eventuell ebenfalls erschienene PS3 Version irgendwie besser aussieht.
Was ebenfalls grundsätzlich ignoriert wird ist, dass Nintendo nicht alle Spiele für die Wii selber produziert. Das machen Sony und Microsoft auch nicht. So ziemlich jeder Titel von Nintendo selber erzielt super Bewertungen - aber dass Dritthersteller die Wii bisher noch etwas stiefmütterlich behandeln, dafür können die Japaner nun wirklich nichts.
Übrigens: Neben "Casual Gamer" gibt es noch ein Wort, das verboten werde solle, weil es inzwischen zum Allzweck-Schimpfwort mutiert ist - "Fanboy". Ich bin kein Fanboy, auch kein Fangirl, sondern eher ein Fanhasser. Ich hasse Fans von Videospieleseiten, egal um welche Konsole es geht. Sie können sich anscheinend nicht mehr über gute Titel freuen und begründete Kritik üben. Bei Nintendo sind die Casual Gamer schuld an allem schlechten - bei Sony sind es die X-Box30 Spieler und umgekehrt. Ein Trauerspiel. Lang lebe der PC.
Dienstag, 3. Juni 2008
Huhu, ich lebe noch :)
Ich habe nur sehr wenig Zeit momentan und es ist auch nichts außergewöhnliches passiert. Dazu kommt ein Wetter, das man nur als tropisch bezeichnen kann - es ist extrem schwül, gewittert so viel wie in den letzten 3 Jahren nicht, und man schwitzt nur so vor sich hin. Aber wem erzähl ich das, die meisten von euch dürften es ja selber mitbekommen haben.
Da ich vor einer Weile Opfer eines hinterlistigen Hacker-Angriffs wurde musste ich die Bildergalerie neu installieren. Dabei habe ich ein wenig Ordnung gemacht und die Bild-Bewertungen zurückgesetzt, da sich leider einige Spambots damit amüsiert hatten. Wahrscheinlich hat sie sowieso niemand benutzt (es ist ja kaum jemand in meiner Galerie angemeldet), aber falls doch, dann wundert euch bitte nicht, warum eure Bewertung weg ist. Doofe Bots ;) Die Kommentare sind aber natürlich noch alle da. Außerdem experimentiere ich ein wenig mit Tags herum, weil ich bisher noch nie welche benutzt habe. Ich werde demnächst mal alle alten Beiträge hier taggen, so dass ihr z.B. alles über meine Schwester mit einem Klick angezeigt bekommen könnt. Die Tags findet ihr rechts in der Seitenleiste, bzw. unter jedem Beitrag.
Was gibt's noch zu berichten... mein werter Freund spa hat gestern "Wii Fit" in unser trautes Heim gebracht, und deshalb werde ich hier vielleicht bald ein wenig mehr dazu schreiben. Mal sehen ob es dieses kleine Gerät schafft, mich zu sportlicher Betätigung anzustacheln - bisher hat nämlich so ziemlich alles versagt.
Freitag, 28. September 2007
 Nachdem Big Brain Academy meine Erwartungen weit übertroffen und dank wifi-Modus für eine Menge Spielspaß gesorgt hatte, gönnte ich der Disc vor ein paar Tagen das erste mal eine Pause. Denn da wanderte "My Sims" in die Wii - meine neuste Anschaffung.
Mein Verhältnis zum erfolgreichsten PC-Spiel aller Zeiten ist gespalten. Ich habe den ersten Teil samt mehrerer Add Ons sehr ausführlich gespielt und war dann auch vom Nachfolger erst mal begeistert. Allerdings ebbte das schnell ab, weil ich merkt, dass sich am Spielprinzip nichts geändert hatte - Häuser bauen in schönerer Grafik. Die Konsolenableger der Sims ließ ich deshalb links liegen, auch wegen der oft nicht gerade prickelnden Bewertungen.
Warum hole ich mir also My Sims? Zum einen weil ich das Gefühl hatte, dass man sich hier große Mühe gegeben hat, etwas neues zu machen. Das merkt man schon an der Grafik, die sicher nicht den Geschmack von jedem treffen wird - aber einzigartig, das ist sie auf jeden Fall! Alles wirkt aus einem Guss. Zum anderen reizte mich, dass "My Sims" sehr Richtung Animal Crossing gehen sollte. Und dieses süchtig machende Spiel war immerhin über ein Jahr lang Dauergast in meinem DS gewesen.
Worum geht es nun bei "My Sims"? Man baut sich erst mal eine Figur, wobei einem eine Vielzahl an Gestaltungsmitteln zur Verfügung stehen. Vor allem die große Auswahl an Klamotten sorgt dafür, dass sich jeder ein würdiges Ebenbild basteln kann. Dann zieht man in einem kleinen Dorf ein, das ziemlich heruntergekommen ist. Da man die Gabe besitzt, Häuser und Möbel zu bauen, soll man diesen Umstand ändern - und schon geht es los. Erst baut man sein eigenes Haus, dann bekommt man Aufgaben von den Nachbarn und potentiellen Zuziehern. Man beschäftigt sich im Spiel vor allem mit drei Dingen:
1) Essenzen sammeln - Blumen, Bäume, Fische, Steine... aus allem möglichen kann man Essenzen gewinenn und einsammeln. Diese dienen dann entweder als Farben und Muster oder man kann sie direkt als nette Accessoirs für die Wohnung verwenden. Jede Essenz verfügt außerdem über eine bestimmte Eigenschaft (z.B. lustig, niedlich oder gruselig). Das beschaffen von Essenzen ist sehr simpel, wenn man erst mal weiß wo welche sind.
2) Möbel bauen - in der Werkstatt kann man mit Hilfe von Bauplänen alle möglichen Möbel entwerfen. Man wählt erst einen Plan aus, z.B. für ein Sofa - und dann kann man seine Phantasie spielen lassen. Zum bauen verwendet man unterschiedlich geformte Bauklötze und die gesammelten Essenzen (diese aber vor allem zum einfärben).
3) Häuser bauen - an bestimmten Stellen im Dorf kann man Häuser für neue Sims bauen. Meistens geben diese einem ein grobes Thema vor (z.B. möchte jemand ein Museum), man kann sich dann aber sehr frei austoben. Auch hier stehen einem verschiedene Einzelteile zur Verfügung, sowie Fenster, Türen und sonstiges Zubehör.
Wie gesagt geben die anderen Bewohner einem Aufgaben - und das nicht zu knapp. Als Belohnungen erhält man meistens Baupläne für neue Möbel und nette Spezial-Möbel. Man kann auch die Beziehungen zu den anderen pflegen, hierbei beschränken sich die Möglichkeiten aber in der Regel auf "reden", "nett sein" und "böse sein". Und das ist nicht der einzige Part, der sich von den PC-Sims unterscheidet. Zum Beispiel wurden alle Bedürfnisse gestrichen. Man muss weder essen, noch schlafen, noch aufs Klo gehen. Das sorgt dafür, dass man das Spiel sehr frei angehen kann - wie bei Animal Crossing gibt es keine echten Verpflichtungen. Die Aufgaben der Nachbarn werden zwar in einem Buch vermerkt, ob und wann man sie erledigt liegt aber bei einem selber. Letztendlich ist das Hauptziel, sich eine Stadt zu erschaffen, in der man sich wohl fühlt und die eine gute Bewertung erhält. Aber natürlich will man auch möglichst viele verborgene Orte, seltene Essenzen und ausgefallene Baupläne finden.
An Grafik und Sound gibt es nichts zu meckern, und auch die Steuerung finde ich sehr gelungen. Selbst der filigrane Möbelbau gelingt meistens (wenn auch nicht immer...) auf Anhieb. Schade ist, dass man die Häuser von außen gestalten kann wie man will - innen haben sie aber immer nur eine Etage mit fester Raumaufteilung. Und generell darf man den Sinn von vielem in diesem Spiel nicht hinterfragen. Wieso soll man mühsam einen verschnörkelten Tisch designen, wenn es auch zwei Klötze tun würden? Wozu die eigene Wohnung einrichten, wenn man weder essen noch schlafen muss? Wozu gibt es dann überhaupt ein Restaurant in der Stadt? In dem Spiel geht es hauptsächlich darum, kreativ zu sein und sich in dieser kleinen Welt einzuleben, nicht darum, möglichst schnell ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Darauf muss man sich einlassen können, sonst hat man keinen Spaß und wird sich schnell langweilen.
Fazit: Ich spiele jetzt seit etwa 6 Stunden und es macht Spaß. Wie ein Haufen Bauklötze für die Wii ;) Ich bin aber mal gespannt, wie es mit der Langzeitmotivation aussieht, denn bisher wirken die Aufgaben etwas zu einfach und auf die Dauer wird mir das freie Bauen alleine wahrscheinlich nicht fordernd genug sein. Ich melde mich in ein paar Wochen noch mal zu Wort.
Samstag, 21. Juli 2007
Und noch ein Spielbericht, diesmal über meine neuste Wii-Anschaffung "Big Brain Academy". Ich besaß vorher schon die DS-Version, aber weil mir die gut gefallen hat und die Wii-Version komplett neue Aufgaben bietet, musste diese ebenfalls ins Haus.
Im Grunde erinnert das ganze ans bekannt Gehirnjogging- nur etwas verspielter :) Es gibt 5 Kategorien (Algebra, Memoria, Vision,...) mit je 3 Aufgaben-Typen in 3 Schwierigkeitsgraden. Man kann so insgesamt 45 Medaillen gewinnen.
Wenn man sich für einen Aufgabentyp und einen Schwieirgkeitsgrad entschieden hat, muss man 10 Aufgaben am Stück absolvieren. Bewertet werden die benötigte Zeit sowie die Anzahl an Fehlern, und daraus errechnet sich dann die Punktezahl. Ab 200 gibt es eine Silbermdaille, ab 300 Gold. Im leichten Modus überall Gold zu kriegen geht zwar relativ schnell, aber ab dann wird es schon anspruchsvoll. Und soviel sei verraten: besonders herausragende Leistungen werden zusätzlich belohnt...
Jeder Spieler kann sich sein eigenes Profil anlegen, und man kann diese Profile dann auch über wifi an Freunde verschicken, damit diese bei jeder Aufgabe sehen, wie sie im Vergleich zu dir stehen. Einen direkten Online-Modus gibt es leider nicht, aber dafür drei verschiedene Multiplayer-Modi zum zocken mit Freunden an einer Konsole. In diesen spielt man entweder mit oder gegeneinander, entweder alleine oder in Teams. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten und ich finde nach dem ersten Anspielen alle drei Multiplayer-Modi unterhaltsam (anders als z.B. bei Wario Ware Smooth Moves, wo sie doch sehr wechselhaft geraten sind).
Grafik & Sound sind sehr zweckmäßig gehalten, aber das stört bei solchen Spielen find eich nicht. Hauptsache es lenkt nicht ab :) Die Wii-Mote Steuerung ist sehr intuitiv, und anders als bei Wario Ware weiß man sofort was zu tun ist. Man braucht im gesamten Spiel nur den A-Knopf.
Leider gibt es aber auch etwas zu bemeckern... ein kleiner Professor ist nach jedem Spiel darum bemüht, dir in allen Einzelheiten mitzuteilen, wie deine Leistung war. Das ist nett gemeint- nach dem zehnten mal würde man das ganze aber doch gerne einfach abbrechen können. Stattdessen kann man leider nur mehrmals A drücken, um jeden Satz einzeln vorzuspulen. Kein Weltuntergang, aber für mich der größte Negativpunkt.
Fazit: Das schnelle Knobeln macht Spaß! Sowohl alleine als auch mit Freunden, und wer mehr Wert auf Spielspaß als auf Grafikzauber legt kann bedenkenlos zugreifen. Man sollte aber schon jemanden haben, mit dem man sich wenigstens an Hand der High Scores messen kann, denn das sorgt eindeutig für mehr Motivation. Sonst könnte es schnell langweilig werden, weil es außer den Medaillen nichts freizuspielen gibt.
Donnerstag, 22. März 2007
Heute hatte ich Besuch von meiner Freundin Angela und ihrem 2-jährigen Sohn Fabian. Der Kleine war erst mal am meisten von unserer "Maus" Jason fasziniert, aber schon bald weckte etwas anderes sein Interesse: dieses komische Gerät, vor dem seine Mama und "Tante Nina" (argh) so lustig rumhampelten. Zuerst löste es nur einen unkontrollierbaren Lachanfall aus, dann wollte er selber mitspielen. Ich hatte zum Glück meine Digicam griffbereit, wobei die Videos aber leider nicht soo gut geworden sind, weil ich ja gleichzeitig spielen musste:
Video 1: Tennis kann so lustig sein...
Video 2: beim Boxen hat ihn dann nichts mehr halten können
Video 3: Mama, steh auf!
Video 4: Selbst Bowling kann spannend sein
Video 5: Hier hat er festgestellt, dass er die Wii-Mote braucht
Video 6: TADDAAA!
Mittwoch, 17. Januar 2007
Unsere neuste Wii-Anschaffung ist das Spiel, auf das ich mich seit dem Release der Konsole am meisten gefreut habe. Ja ja, ich schreibe hier bisher nur über gute Spiele... momentan bin ich halt sehr wählerisch und gebe mich nicht mit solchen unterdurchnittlichen Machwerken wie "Erotic Empire" zufrieden. Nicht, dass ich so etwas jemals besessen hätte.
"Wario Ware - Smooth Moves" ist der erste Wii-Ableger der beliebten Reihe, und ich habe auch schon die Vorgänger auf dem Gamecube, DS und (testweise) GBA gespielt. Wer sich bei der Gamecubeversion darüber geärgert hat, dass die Minispiele einfach vom GBA übernommen wurden kann jetzt aufatmen: Für "Smooth Moves" wurden komplett neue entwickelt, die perfekt auf die neue Steuerung abgestimmt sind. Dafür leidet allerdings der Multiplayermodus etwas, der bei der Gamecube-Version absolut genial war. Man kann halt nicht alles haben... Aber auch der Multiplayermodus der Wii ist ganz spaßig, wenn man sich damit abfindet, dass man ihn nur mit einer Wii-Mote spielt (das hätte man nun wirklich anders regeln können). Immerhin gibt es aber mehrere Modi.
Für die, die "Wario Ware" überhaupt nicht kennen, erkläre ich kurz das Spielprinzip: man kämpft sich durch eine Reihe hektischer Mikrospiele, die mit der Zeit immer schneller werden. Pro Durchgang hat man in der Regel vier Leben, und alle 15-20 Spiele kommt ein Bosskampf, bei dem man ein Leben dazu gewinnen kann. Es kommt vor allem auf eine gute Auffassungsgabe an, denn man muss blitzschnell erkennen, was zu erledigen ist. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass die Wii-Mote immer anders gehalten wird: ein kurz eingeblendetes Bild weist einen vor jedem Mikrospiel darauf hin. Mal wird sie als Rüssel benutzt, mal wie ein Stift oder wie ein Lenkrad. Für Bewegungsmuffel ist Wario Ware nichts, aber die meisten Aktionen lassen sich zum Glück im Sitzen erledigen.
Vom Umfang her kann das Spiel auf jeden Fall überzeugen. Man hat die "Story" zwar an ein bis zwei Tagen "durch", aber dann kann man sich daran machen die Highscores zu knacken. Diesmal wurden einem außerdem für den Einzelspielermodus neben den normalem Mikrospielen noch einige Bonus-Spiele beschert, die eine Menge Spaß machen und nichts mit den eher überflüssigen Extras der DS-Version zu tun haben. Was wegfällt ist dafür die "schaffe in JEDEM Mikrospiel eine bestimmte Punktzahl"-Extraaufgabe, wofür ich eigentlich ganz dankbar bin... das dauerte einfach ZU lange. ;)
Sound und Optik gefallen mir gut und sind eigentlich so wie immer geblieben. Die Grafik hätte so auch auf dem Gamecube oder N64 funktioniert, aber die etwas billige Aufmachung gehört zu Wario Ware einfach dazu und ist deshalb kein echter Kritikpunkt.
Fazit: Durch die geniale Wii-Steuerung ist "Wario Ware - Smooth Moves" trotz des abgespeckten Multiplayer-Modus ein echtes Partyspiel, mit dem man mit seinen Freunden eine Menge Spaß haben kann. Rumgehampel kommt halt immer gut an ;) . Der Singleplayer-Modus fesselt durch die vielen neuen Mikrospiele, die Bonus-Spiele und die Highscores, die man immer wieder knacken möchte.
Dienstag, 9. Januar 2007
Heute morgen wurde ich mal wieder vom Postboten aus dem Bett geklingelt (der denkt inzwischen bestimmt, ich schlafe den ganzen Tag durch), der mir ein Päckchen mit folgendem Inhalt überreichte:
Zwerg freeeut sich :D Wem diese seltsamen Hasen nichts sagen, dem muss ich wahrscheinlich kurz von meinem bisherigen Lieblingsspiel für Nintenods Wii erzählen. Also bitte, mein erster Wii-Zwergentest:
"Rayman Raving Rabbids" unterscheidet sich stark von den ersten Rayman-Titeln, denn es ist kein Jump'n Run sondern eine sehr abgedrehte Minispiele-Sammlung. Rayman sieht man sogar eher selten, die heimlichen Stars sind diesmal Hasen. Im Story-Modus muss man nach und nach über 70 Herausforderungen bestehen, bei denen man sich gegen die hysterische Langohren zur Wehr setzen muss. Und man muss schon ganz schön mies drauf sein, um die nicht witzig zu finden! Die Entwickler haben es geschafft, dem Spiel einen ganz eigenen, schrägen Humor zu verleihen, und das vor allem durch viel Liebe zum Detail.
Das Spiel erscheint zwar für mehrere Systeme, aber die Wii-Steuerung hat klare Vorteile: durch den neuartigen Controller kann man sehr intuitiv steuern und ist ständig in Bewegung. Die Minispiele unterscheiden sich dabei stark im Umfang und Anspruch. Mal muss man bloß möglichst schnell Wii-Mote und Nunchuk auf und ab bewegen, was ganz schön in die Arme geht. Dann heißt es aber wieder nachdenken, wenn man eine Kugel vorsichtig durch ein Labyrinth steuern oder eine Art Geräusch-Memory spielen muss. Es gibt auch richtig komplexe Spiele, wie die chaotischen Wildschweinrennen oder die Shooter-Sequenzen, in denen man Hasen mit Klopümpeln abschießen muss. Und sogar das Rhythmus-Gefühl der Spieler ist gefragt, denn Hasen können zwar eine Menge nicht, aber gute Tänzer - das sind sie!
An Spielen, die man im Storymodus freigespielt hat kann man sich später noch mal im Punktemodus versuchen. Während der Story-Modus auch für Gelegenheitsspieler wenig Frust-Stellen bietet ist es so gut wie unmöglich bei jedem Spiel im Punktemodus die maximal mögliche Punktzahl zu holen. Man hat also auch nach dem ersten Durchspielen noch lange mit dem knacken der Highscores zu tun, und durch die abwechslungsreichen Minispiele holt man Ryman sicher immer wieder gerne raus.
Zur Langzeitmotivation trägt außerdem bei, dass man einiges an Extras freischalten kann, die von verschiedenen Rayman-Outfits über lustige Hasen-Videos bis hin zu speziellen Herausforderungen reichen.
Etwas enttäuschend ist der Multiplayermodus, denn man kann die meisten Minispiele nur nacheinander und nicht miteinander spielen. Bei einigen geht es zwar, aber da hätte man sicher mehr draus machen können.
Grafik uns Sound gefallen mir sehr gut. Klar, es ist keine High-End-Grafik, aber allein das Charakterdesign der Hasen weiß schon zu überzeugen. Die Soundeffekte (AAAAARGH!) und Musikstücke (...just wanna have fun...) passen hervorragend zu dem verrückten Rest.
Fazit: Bisher das witzigste Wii-Spiel, und wer auch nur ein bisschen was für Minispiele übrig hat sollte unbedingt einen Blick riskieren. Wer sich die Wii ohne Rayman kauft hat eindeutig etwas verpasst, und wer immer noch nicht überzeugt ist sollte sich dieses Video ansehen: Launch Trailer.
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