South Park - The Fractured but Whole

      Lugos Meinung - Eine Rezension

      Das Spiel installiert bei mir gerade (hab zum Glück zwei Freistunden), hübsch auf drei DVDs geliefert - hab es schon öfters auf Steam erlebt, dass nur eine DVD geliefert wurde und man hinterher noch 20 GB runterladen musste (Fallout 4 lässt grüßen). Und zur mitgelieferten Stick of Truth-Kopie: Es ist die USK-18-Version (also hat die USK bei der Freigabe der Retail-Version nicht aufgepasst), sie wird aber laut Beschreibung nicht über Steam, sondern ebenfalls über Uplay aktiviert.

      EDITH, 19./20.10.17; Uhrzeit schlagmichtot:

      Das Spiel hat mich so aufgesaugt, dass ich die erste Nacht nach Release ungelogen bis kurz nach vier gezockt habe, und auch die letzte Nacht war ein wenig kürzer als gewohnt. Nun hab ich nach etwas über 20 Spielstunden den Abspann gesehen und bin demnach weit genug, um hier ein umfassendes Review abgeben zu können.

      Spoilerfreies Fazit vorweg: Das lange Warten hat sich in jedem Fall gelohnt, TP und MS haben wieder einen draufgesetzt und Stick of Truth einen würdigen Nachfolger spendiert. Zwischen abgefahrensten Absurditäten und äußerst böser, mal mehr, mal weniger subtiler Gesellschaftskritik und unter erneut reichlich Easter Eggs und Fanservice findet der SP-Fan eigentlich alles, was sein Herz begehrt, und bekommt hier eine weitere schöne, extralange, interaktive Folge South Park spendiert. Auch spieltechnisch ist TFBW solide, wenn auch nicht fehlerfrei. Es macht vieles besser als der Vorgänger, einiges aber auch schlechter; nichtsdestotrotz ist TFBW ein weiteres Musterbeispiel dafür, wie ein Lizenzspiel auszusehen hat, und sollte die allermeisten Fans der Serie zufriedenstellen, mich selbst eingeschlossen.

      Ausführliches Review, mit vereinzelten Spoilern:
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      Ich hatte, trotz - oder gerade wegen - des grandiosen "The Stick of Truth", im Vorfeld nicht nur hohe Erwartungen, sondern auch reichlich Bedenken. Obwohl der erste Teil vergleichsweise kurz war und man noch zig Geschichten damit hätte erzählen können, die bestimmt noch ein oder zwei Dutzend Spielstunden gefüllt hätten, hatte ich doch das Gefühl, dass TP und MS eigentlich so ziemlich alles Nennenswerte aus den damals 17 Staffeln eingebaut hatten, und fürchtete hier, dass TFBW hier in Sachen Materialumfang etwas das Nachsehen haben würde. Auch die Entscheidung Ubisofts, das Spiel nun vom hauseigenen Studio statt von Obsidian Entertainment entwickeln zu lassen, war mir lange unbegreiflich. Es war zwar klar, dass die qualitativen Unterschiede bei der Verarbeitung des Quellmaterials nicht zu groß sein würden, da TP und MS auch hier mir Argusaugen über das Projekt gewacht haben; aber ob es spielerisch auch genauso gut oder besser als TSoT werden würde, daran hatte ich dann doch meine Zweifel, da es derzeit nun mal einfach keinen besseren RPG-Entwickler als Obsidian gibt. Dazu herrschte lange Ungewissheit, ob erneut eine Zensur stattfinden würde bzw. "müsste", wie es mit einer Lokalisierung aussieht etc... Einige dieser Bedenken wurden nach und nach durch Bekanntmachungen und Leaks zerstreut, wie sicher bekannt sein dürfte, so gibt es also diesmal auch eine deutsche Vollsynchronisation, und ein Zensurdebakel wie bei TSoT bleibt uns auch erspart, dazu kamen die Leaks zum Inhalt, welche mich wieder weitaus positiver stimmten.

      Aber konnte TFBW nun auch all meine Bedenken zerstreuen? Inhaltlich in jedem Fall, spielerisch zum größten Teil. Schon der Wechsel von Fantasy auf Superhelden als Thema war ein Geniestreich an und für sich, das Setting ist hier eine wunderbare Grundlage für reichlich Gags und die Story: Wie schon unter anderem aus der Prequel-Episode bekannt ist, wollen die Jungs gemeinsam ein Superhelden-Franchise entwickeln, aber dabei kommt es zu Zerwürfnissen bei der Frage, wer wann in welchem Film die Titelrolle spielt, sodass die Truppe schließlich in "Coon and Friends" und die "Freedom Pals" zerfällt. Wir spielen abermals das New Kid (welches man auf keinen Fall mehr auf die Bezeichnung "Der Neue" reduzieren sollte), welches zunächst in Cartmans Truppe landet und von ihm in die neuen Regeln eingewiesen wird. Dabei dreht sich erst mal alles um eine verschwundene Katze, auf die 100 $ Belohnung ausgesetzt sind - ein lukratives Startkapital für Coon and Friends. Aber neuerdings verschwinden in South Park reichlich Katzen, und wie sich mit der Zeit herausstellt, und hinter alldem steckt etwas viel Größeres. Dem eingefleischten Fan und Kenner des ersten Spiels ist schon von vornherein klar, dass bis zum Abspann kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

      Dabei haut TFBW in vielerlei Hinsicht noch stärker auf die Kacke (wortwörtlich) als sein Vorgänger: Die Furzkräfte des New Kids spielen hier eine noch größere Rolle als im Vorgänger (sind aber spielmechanisch auch sehr gut implementiert), in Sachen Sex, Drogen und Rassismus schlagen die Macher hier abermals gehörig über die Stränge, und das teils so heftig, dass ich mich während des Spiels mehrfach gefragt habe, wie es sein kann, dass es beim Vorgänger so eine weitreichende Zensur gab (Europa und Australien), während TFBW weltweit grünes Licht bekam, ohne unters Messer zu müssen. Spätestens dieses Spiel ist der Beweis dafür, wie überzogen und sinnlos der Aufstand um TSoT war. Selbst ich brauchte an manchen Stellen einen sehr starken Magen, allerdings nur an solchen, die allzu schrägen Fäkalhumor wagten. Dabei muss ich anmerken, dass dieser generell einen ziemlich großen Teil des Spiels einnimmt. Das passt zur Perspektive der Viertklässler, liefert allerdings jenen, die South Park gern mal auf den Fäkalhumor reduzieren, eine für die Reihe sehr ungünstige Steilvorlage, und muss auch nicht jedem Fan gefallen.

      Zum Glück kann South Park aber eben doch viel mehr als das, und das äußert sich dann in den Elementen, welche sich um gesellschaftliche Themen drehen. Diese werden vor allem in die Spielmechanik hervorragend integriert: Die Geschichte mit dem Schwierigkeitsgrad, der mit der Pigmentierung der Hautfarbe ansteigt, kennt ja nun mittlerweile jeder. Wesentlich interessanter finde ich aber die Geschlechterauswahl, die übrigens nicht schon zu Beginn kommt, sondern erst später. Ich sage es mal so: Mir ist noch nie ein Spiel untergekommen, in dem man bei der Geschlechterauswahl so viele Möglichkeiten hatte wie hier - eine wunderbare Darstellung der ganzen Genderthematik und -vielfalt -, und die Art und Weise, wie diese in das Spiel integriert wurde, ist an Genialität kaum zu überbieten, weil sie sowohl sehr kreativ ist als auch es gleichzeitig schafft, die Geschlechterauswahl sinnvoll nachträglich in die Geschichte zu integrieren und dabei die Kontinuität zu wahren. Ein weiteres dieser satirischen Elemente sind die "Mikroaggressionen": Wenn ein Gegner im Kampf irgendetwas politisch Unkorrektes sagt, wodurch sich Minderheiten unterschwellig beleidigt fühlen können, dürfen wir ihm einen zusätzlichen Hieb in die Eier verpassen. Von wem bekommen wir das beigebracht? Wer sich das noch nicht denken kann, möge es selbst rausfinden. Diese Elemente spielen allesamt eine tiefere Rolle im Spiel, sind allerdings trotzdem in der Minderheit. Der Rest sind eben doch die kleineren und größeren Absurditäten, in welche die Kinder durch ihre viel zu stark ausgeprägte Fantasie und ihr viel zu ernst genommenes Spiel hineingeraten. Insgesamt ergibt das alles eine Mischung, die für SP-Verhältnisse sehr gut funktioniert und mich den Großteil der Spielzeit sehr unterhalten und gleichsam schockiert wie fasziniert hat, aber auch daran erinnert, welche Elemente mir in der Serie momentan immer noch fehlen.

      Ich muss auch sagen, dass ich TP und MS glücklicherweise unterschätzt habe, als ich meinte, sie hätten schon alles wesentliche an Fanservice in TSoT verbraten. Natürlich findet man in TFBW nun auch etwas aktuellere Anspielungen und Easter Eggs aus den neueren Staffeln, wobei das wiederum zum Teil brillant umgesetzt ist: Statt Chinpokomon darf man nun z.B. Yaoi mit Tweek und Craig suchen, auch Memberberries sind in der Stadt versteckt, darüber hinaus wird es auch belohnt, wirklich jede Toilette einmal verwendet und das zugehörige Minigame gemeistert zu haben. Ein Pluspunkt an dieser Stelle: Keines dieser sammelbaren Items ist verpassbar. Es gibt zwar Passagen im Spiel, die nur einmal während der Hauptstory betreten werden können, aber die Sammelobjekte sind allesamt auf der Hauptmap und in den Häusern versteckt, die jederzeit und auch nach dem Abspann zugänglich sind. Aber auch aus älteren Staffeln wird man bedient: Statt Nazi-Zombies stehen nun etwa Raisins-Mädchen auf der Feindesliste, man darf mit Kyle nicht nur seinen nervigen Cousin Kyle, sondern auch seine Mutter bekämpfen (einschließlich "Kyle's Mom's a Bitch" als Hintergrundmusik) und mit Dr. Mephesto findet auch hier wieder ein heute fast vergessener Charakter der früheren Staffeln Aufmerksamkeit. (Das Vorbild der Chefin darf übrigens auch wieder mitmischen - möglicherweise ein persönlicher Gruß? :D )

      Spielerisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger viel getan. Am deutlichsten äußert sich das im stark aufgewerteten Kampfsystem: Die Kämpfe sind immer noch rundenbasiert, allerdings bewegen wir uns jetzt auf einer Art Schachbrett, was dem Spiel eine gewisse taktische Komponente hinzufügt. Denn jede Attacke bzw. Fähigkeit hat einen anderen Wirkungsbereich, zudem muss man aufpassen, dass die eigenen Teamkameraden nicht im Weg sind, und es gibt auf Feindesseite größere Attacken, denen man so vorweg ausweichen muss. Auch sind die Kämpfe besser ausbalanciert, so hat man pro Runde und Charakter nur noch die Wahl zwischen Angriff oder Itemnutzung (Heilung, Wiederbelebung etc.), und gegnerische Attacken lassen sich bei weitem nicht mehr so stark blocken wie bei TSoT. Auch die Beschwörungen, welche man abermals freischalten kann, sind nicht mehr so mächtig, dass sie mit einem Mal alle Gegner weghauen, dafür dürfen sie aber auch häufiger und freier eingesetzt werden, sind also nicht mehr auf einmal pro Tag und Nicht-Bosskämpfe beschränkt. Es gibt übrigens ziemlich viele Bosskämpfe, welche sich teilweise das Schachbrettmodell auch zunutze machen, um auf diese Weise noch alternative Kampfziele aufzustellen, so geht es in manchen Kämpfen nur darum, einen bestimmten Gegner auszuschalten oder vor ihm zu fliehen. Da ist gerade im späteren Spielverlauf viel Geschick gefordert. Unsere eigenen Attacken können wir uns außerhalb der Kämpfe später selbst zusammenstellen. Die Begleiter können im freien Spiel sowie vor jedem Kampf ausgetauscht werden, jedoch nicht mehr mittendrin. Wenn das Team Schaden austeilt oder einsteckt, füllt sich eine Leiste, und wenn die voll ist, darf einer der Teamkameraden seinen Superangriff ausführen, welcher naturgemäß stärker reinhaut und zudem immer von einer kurzen, humorvollen Videosequenz begleitet wird. Alle drei Runden darf zudem auch einer der speziellen Furzmoves unseres Helden eingesetzt werden, welche die Eigenschaft haben, das Zeit-Raum-Gefüge zu manipulieren, womit wir zum Beispiel einen Gegner aussetzen lassen können, ehe er eine besonders schwere Attacke durchführt. Im Übrigen geben die Charaktere während der Kämpfe jetzt auch deutlich mehr Kommentare ab, natürlich nicht frei von Sticheleien auch Richtung eigenes Team, was zusätzlich zur Atmosphäre beiträgt. In Anbetracht der Tatsache, dass die Kämpfe auch in diesem Spiel ungefähr ein Drittel der Spielzeit ausmachen, ist dieses Upgrade des Kampfsystems sehr willkommen. Wer seine Zeit abseits der Hauptquests nicht mit zu vielen Gegnerhorden verbringen will, kann diesen allerdings jetzt auch wesentlich einfacher aus dem Weg gehen.

      Die Kostüme sind übrigens nur noch Deko, Charakterwerte werden jetzt über die "Artefakte" modifiziert: Mit jedem Levelaufstieg kann nach und nach ein Artefaktslot freigeschaltet werden, in welchen dann gewisse Objekte gelegt werden können, welche neben der "Macht", dem Grundwert für die Stärke des Teams, auch die Kampffähigkeiten sowie die Gesundheitspunkte und die Bewegungsfähigkeit auf dem Schlachtfeld aufwerten und zusätzlich gewisse Boni verschaffen können. Neben den Artefakten gibt es noch einen Slot für die DNA, welcher denselben Zweck erfüllt, sich aber mehr auf die Charakterwerte konzentriert und auf die "Macht" keinen Einfluss hat. Eine hübsche Grundidee, um weg vom klassischen Rollenspiel mit Waffen und "magischen" Rüstungen zu kommen. Wie der Held aussehen soll, kann man also ganz und gar von seinem optischen Geschmack abhängig machen, er wird dadurch nicht stärker oder schwächer.

      Das Spielinterface wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Statt einer Facebook-Seite haben wir nun ein Smartphone in der Hand, und sammeln auch keine "Freunde" mehr, sondern Follower auf Coonstagram. Die gewinnen wir durch den Schuss eines Selfies, manche erlauben das allerdings erst, wenn wir ihnen vorher einen Gefallen tun, oft in Form einer Nebenquest. Über das Smartphone werden auch die Kampffähigkeiten, Begleiter, Charakterübersicht, Artefakte, Inventar etc. verarbeitet. Letzteres wurde gegenüber dem Vorgänger ebenfalls stark vereinfacht. Eine Beschränkung gibt es dabei nicht, wir dürfen unbeschränkt alles aufsammeln, was wir wollen, und auch wenn es im Laufe der Zeit als zunehmend überflüssig und inflationär empfunden werden könnte, macht sich der Sammelwahn doch gerade zum Schluss bezahlt, wenn wir vor mächtigen Bossen nochmal ein paar Heilgegenstände extra craften sollen. Sehr richtig, craften. Fast alles, was wir sammeln, ist im Grunde nur noch eine Komponente, um daraus dann nützliche Items zu machen. Wer es gern übersichtlich hat, kann sich hier nicht beschweren.

      Auch beim Erkunden hat sich einiges getan. Die Superheldenkollegen rennen einem nun nicht mehr andauernd hinterher, aber einige von ihnen können jederzeit gerufen werden, wenn eine bestimmte Spezialfähigkeit gefragt ist und die eigenen Furzmoves nicht ausreichen. Wo wir in TSoT mittels Aliensonde hinkamen, bringt uns in TFBW Human Kite hin. Neu eingebaut wurde das Erkundungsinterface, damit lässt sich die Gegend auf Knopfdruck nach interessanten Objekten abscannen oder bestimmte Punkte gezielt mit Böller bzw. Furz angreifen. Auch hier können wir eine Gaskartusche mit einem Böller entzünden, um sie dann mit einem Furz zur Explosion zu bringen und so einen neuen Weg frei zu machen. Einzelne Objekte lassen sich auch verschieben, und wieder anderswo helfen uns unsere speziellen Furzfähigkeiten mit Zeit-Raum-Kontrolle weiter, etwa wenn wir einen Schrank falsch umgeworfen haben oder mittels Zeitstop eine Katze fangen müssen, die sonst zu schnell für uns ist. Also auch die Umgebungsrätsel sind in TFBW etwas komplexer geworden.

      Das klingt alles soweit sehr positiv, und in den meisten Fällen wird das Spiel den hohen Ansprüchen, die ich hatte, auch sehr gerecht. Allerdings gibt es vereinzelt feinere und gröbere Schnitzer, welche leider doch verhindern, dass TFBW in allen Punkten besser als TSoT ist.



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      Lugos Meinung - Der Komödie zweiter Teil

      Den ersten Teil habe ich an den vorherigen Post gehängt, um wenigstens einen Dreifachpost zu vermeiden.

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      Kommen wir also nun zu meinen Kritikpunkten:

      Hier muss ich zunächst mit etwas sehr banalem beginnen, welches aber der Lust auf weitere Durchgänge einen gehörigen Dämpfer verpasst: Welches beknackte A****loch ist bitteschön auf die hirnverbrannte Idee gekommen, die maximale Anzahl der Speicherslots auf ZEHN (!) zu begrenzen?! :facepalm: Adventures und RPGs sind Spiele, in welchen ich viele Speicherpunkte brauche, nicht nur als Absicherung, sondern auch, weil ich gern an den besten Stellen abspeichere, einfach um sie später nochmal direkt erleben oder auch z.B. nem Kumpel zeigen zu können. Und zehn Speicherslots waren schon vor 20 Jahren kein Fortschritt mehr, sondern gerade für ein RPG schlichtweg viel zu wenig, aber im Jahr 2017 ist sowas in keinem Spiel, wo sequentiell gespeichert wird (also nicht nur automatisch ein Spielstand mit dem Fortschritt), mehr zeitgemäß, erst recht nicht in einem RPG, und erst recht nicht in einem Spiel wie South Park, welches vor Best-of-Momenten nur so trieft. Das lässt sich auch mit nichts und wieder nichts rechtfertigen, besonders nicht auf dem PC, zumal es nicht zuletzt in TSoT sehr wohl auch mit wesentlich mehr Spielständen ging. Sorry, hier bekommt Ubisoft unabhängig von der Spielewertung von mir 10/10 Turd Sandwiches, Cupcakes mit löffelweise Abführmittel, Ratten in den Arsch und was einem sonst so an Skalen dafür einfallen würde. Wenn ich das sehe, werde ich selbst zu Kyles Mom.

      Zurück zum eigentlichen Spiel: So nett die Idee mit den Artefakten als Abgrenzung vom klassischen Rollenspielsystem auch ist, in der Praxis fehlt es hier deutlich an Komplexität. Die Unterschiede zwischen den Artefakten sind so gering, dass es letztendlich immer darauf hinausläuft, dass man die mit dem höchsten Machtwert ausrüstet und gut ist. Wirkliche Skills zum gezielten Leveln sind hier Fehlanzeige, auch Perks sucht man vergebens. Die Vereinfachung des ganzen Inventarsystems ist Fluch und Segen zugleich: Man gewinnt zwar Übersichtlichkeit, aber die ganzen Easter Eggs in Form diverser Sammelobjekte, welche irgendwann in der Serie mal eine Rolle spielten, sind im Inventar nicht mehr ersichtlich, sie tauchen nur noch kurz als Pop-Up-Meldung im HUD auf, wenn man sie aufsammelt. Schade, das war im Vorgänger dann doch schöner. Auch die Reduzierung der Verbrauchsgüter auf Heilung, Wiederbelebung und Entgiftung verschiedener Stufen, welche aber fast alle gleich aussehen, lässt so ein bisschen die optische Vielfalt vermissen, die TSoT mit diversen Süßigkeiten, Softdrinks und Fast Food bietet. Dabei ist alles sehr auf das Craftingsystem ausgerichtet, und wer auch gegen Ende ausreichend stärkere Hilfsmittel herstellen will, der muss im ganzen Spiel auch genügend Sammelwut mitbringen. In der Praxis kollidiert das Craftingsystem aber vor allem mit dem wie schon gesagt eher flachen Artefaktkonzept und damit, dass Kostüme nur noch kosmetischen Wert besitzen. Der Haken ist, dass man gewisse Mittel immer erst ab einem bestimmten Craftinglevel anfertigen kann, und um diesen zu erhöhen, muss man vorher reichlich Klamotten oder Artefakte fertigen, die man am Ende gar nicht braucht und allenfalls zu Geld machen kann. An der Grenze der Sinnlosigkeit bewegen sich auch die Furzmoves des Helden, genauer gesagt, dass man zwei von den fünfen nur an zwei, drei Stellen der Hauptstory einsetzen darf und diese ansonsten keine Bedeutung haben. Musste es dann unbedingt die Furzkraft sein?

      Als CRPG-Spieler ist es auch schade, dass man zwar einerseits zwischen reichlich Geschlechtern und Klassen wählen kann, dies aber in der Praxis bis auf einige wenige Dialoge (auf Deutsch übrigens mehr als auf Englisch, grammatikalisch bedingt) keinerlei Auswirkungen auf den Spielverlauf hat. Klar, South Park ist nicht als tiefgängiges RPG konzipiert, und von moralischer Seite betrachtet ist es ein sehr interessantes und gutes Statement, das Spiel unabhängig von Geschlecht, Klamotten etc. bestreiten zu können, aber verschafft dem Wiederspielwert einen weiteren Dämpfer, und will auch irgendwie nicht ganz dazu passen, dass die Schwierigkeit dafür an die Hautfarbe gekoppelt wurde. In der Hinsicht hat man hier leider Potential verschenkt, ich hätte es durchaus besser gefunden, wenn man dieses Konzept mit der Hautfarbe noch etwas auf die anderen Charaktermerkmale ausgeweitet hätte. Dass man Klassen, Geschlecht und Ethnie später im Spiel jederzeit ändern kann, ist eigentlich nur die logische Konsequenz aus dieser Einfachheit. Mehr noch als TSoT ist TFBW also eher ein recht lineares Adventure mit ein paar RPG-Elementen, und so gut die neuen Konzepte auch sind, sie greifen leider nicht ganz sauber ineinander, sondern kommen sich hier und da eher in die Quere. Und da gehe ich dann eben doch davon aus, dass Obsidian es besser hinbekommen hätte, diese Elemente sauber aufeinander abzustimmen.

      Und - das hätte ich fast vergessen - das Drehbuch kann leider, auch wenn ich sehr unterhalten wurde, nicht ganz ohne Kritik davonkommen. Denn hier muss ich sagen, dass die Geschichte trotz der Entwicklung der Spannungskurve nach oben leider in Sachen Konzentration nicht ganz ausbalanciert war. In der ersten Hälfte wagt die Geschichte etwas zu wenig (gerade hier wäre noch Platz gewesen, um ein bisschen mehr über die coolen Nebenfiguren zu erzählen), in der zweiten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse dagegen, was zum Schluss hin immer abstruser wird und mich sehr...gefordert hat. Und in Anbetracht dessen hat mich auch das abrupte Ende eher verwirrt als zufriedengestellt, auch wenn es hinterher immerhin einen netten kleinen Epilog mit Professor Chaos gab. Auch da fand ich die Geschichte von TSoT, obwohl weniger umfangreich, doch in sich stimmiger.

      Nun aber noch ein paar Worte zu Optik und Ton. Optisch gibt es nicht viel zu sagen; es ist die Serie in interaktiver Form, Punkt. Einige Animationen wurden gegenüber TSoT etwas modernisiert, das war es dann aber auch schon mit den Unterschieden. Beim Ton brauche ich zur englischen Fassung auch nichts zu sagen, es ist das übliche Team, die üblichen Stimmen, die übliche Qualität. Mehr zu berichten gibt es über die Synchronfassung, welche ich weiter unten noch genauer beschreibe. Die musikalische Untermalung befindet sich soweit auf dem Niveau des Vorgängers, nebenbei bekommt man auch in den verschiedenen Shops aus dem Radio wieder bekannte Songs aus der Serie zu hören.
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      In dem Stück, welches gespielt wird, während man durch South Park zieht, wurde an einer Stelle im Mittelteil sehr schön der Beginn des alten Marvel-Vorspanns versteckt. Hut ab für den Einbau dieser subtilen Hommage. :awesome:


      Nun zum Schluss die Synchronkritik (spoilerfrei):
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      Da hat sich meine Begeisterung zunächst sehr in Grenzen gehalten, da ich mir von der Werbung "mit den Originalstimmen" auch ein bisschen was erhofft hatte. Gerade die unbekannteren Nebenfiguren - bezeichnen wir sie mal als "Statisten" - klingen m.E. nach ziemlich billiger Nachäffe der englischen Fassung und entsprechen so gar nicht dem, was man sonst aus der Serie kennen würde, was mir zunächst einen gewissen Schreck eingejagt hat. Auch die Eltern des New Kid sind eher unglücklich vertont. Das legt sich natürlich, sobald man die Hauptfiguren zu hören bekommt. Vielen würde es vermutlich schon ausreichen, einfach nur Jörg Stuttmann als Cartman zu hören, aber auch bei den meisten anderen Hauptfiguren hat man das Versprechen eingehalten, selbst Jan Makino ist noch als Kyle mit von der Partie. Wohlgemerkt, bei den meisten, denn leider hat man doch nicht bei allen bekannteren Figuren die Sprecher aus der Serie verpflichtet. Am auffälligsten wären hier neben Butters' Eltern und Sharon Marsh vor allem Wendy und Bebe: Wendy wird im Spiel von Julia Haacke gesprochen, die normalerweise Bebe ihre Stimme leiht, während Bebe wiederum eine ganz andere Stimme bekommen hat. Und da Wendy im Spiel eine größere Rolle spielt, geht es schon nicht spurlos an mir vorbei, Wendy zu sehen und Bebe zu hören. Klar, irgendwo ist das Meckern auf hohem Niveau, und es ist durchaus möglich, dass eben schlicht nicht alle Sprecher verfügbar waren. Es gibt allerdings auch noch ein paar technische Mängel, welche das Bild trüben, so ist zum Beispiel bei einzelnen Aufnahmen von Stuttmann doch stärker das Studio rauszuhören. Auch wurde in wenigen Fällen sowohl bei den Untertiteln (welche übrigens mal die deutschen Dialoge abbilden, mal eine Rohübersetzung der englischen, und dies teils satzweise wechselnd) als auch bei den Sprachaufnahmen vereinzelt sehr grob bei der Übersetzung gepatzt. Und damit meine ich nicht missglückte, da schwierige Übersetzungen von Wortspielen, sondern vielmehr von Redewendungen, als Beispiel nehme ich hier Butters' "Oh hamburgers", was in der Serie UND in TSoT sinngemäß mit "Schockschwerenot" übersetzt ist, in TFBW aber wortwörtlich mit "Oh, Hamburger!", und das auch in einem entsprechenden Tonfall. Zudem wurden einzelne Sätze der falschen Rolle zugeordnet, so kommt es zum Beispiel zweimal im Spiel vor, dass Kyle plötzlich einen Satz sagt, der zwar zu seinem Dialog gehört, aber von Benedikt Weber (Stan) eingesprochen wurde. Das sind Fehler, die bei einer Synchronisation einfach nicht passieren dürfen, leider aber bei der Synchronisation von Videospielen in Deutschland immer noch zum Alltag gehören. Das hinterlässt dann eben doch einen Eindruck, dass bei der Sorgfalt gespart wurde und dass die Rollen, deren Sprecher aus der Serie fehlen (z.B. Claus-Peter Damitz, Carin C. Tietze, Marieke Oeffinger), nicht mangels Verfügbarkeit dieser umbesetzt wurden, sondern schlichtweg aus finanziellen Gründen.
      Das alles klingt dramatischer als es ist, den Großteil des Spiels merkt man davon wenig. Ich wollte die Fehler lediglich mal aufzählen, damit man weiß, woran man ist. Die deutschen Originalsprecher, die drin sind, haben ihren Job den Umständen entsprechend sehr gut gemacht, und trotz allem ist es schön, die deutsche Synchro optional im Spiel zu haben (wer ganz neugierig ist, kann auch Französisch, Italienisch oder Spanisch probieren), ich habe dann auch entgegen meines Vorsatzes, im Laufe des Spiels auf Englisch umzuschalten, doch das ganze Spiel auf Deutsch durchgespielt. Sie leidet eben bloß unter den typischen Krankheiten einer Videospielsynchronfassung aus Deutschland. Wer auf Nummer sicher gehen will oder die Serie (oder gar "alles") generell nur im Original / auf Englisch guckt, schaltet auf Englisch um und gut ist.


      + brillant umgesetzes Superhelden-Setting
      + herrlich absurd
      + Optik, O-Ton und Atmosphäre: die Serie als Videospiel
      + gelungenes Upgrade des Kampfsystems
      + erneut haufenweise Fanservice, aus alten wie neuen Staffeln
      + Gestaltung des eigenen Charakters: Top!
      + teils schön gemeine Sozialkritik
      + hübsch gestaltetes Spielmenü mit Coonstagram etc.
      + bigger, longer and uncut
      + deutsche Synchronfassung,...

      o Geschlecht, Kostüme etc. für den Spielverlauf weitestgehend irrelevant
      o ...mit vielen, aber nicht allen Originalsprechern,...

      - ...die leider mit videospieltypischen Mängeln daherkommt
      - driftet sehr stark in den Fäkalhumor ab
      - Artefakt-, Inventar- und Craftingsystem zu oberflächlich und nicht ganz sauber miteinander verzahnt
      ZEHNfach Minus: nur ZEHN Speicherslots!!!


      Bei all den Kritikpunkten, die ich hier äußern musste, überwiegt das Positive aber immer noch bei weitem. Wo "South Park" draufsteht, ist South Park drin, das muss hier jedem klar sein, und ich gehe mal davon aus, dass hier wohl keiner den Kauf bereuen wird. Ich bin jedenfalls ganz happy drüber, war ein tolles Erlebnis, vielleicht hole ich mir noch die restlichen Achievements (den allergrößten Teil hab ich im ersten Durchlauf schon geholt), und dann bleibt abzuwarten, was die DLCs noch bringen. Auf jeden Fall ein äußerst kreatives, herrlich politisch unkorrektes und doch sehr lustiges Spiel, das sich alles in allem nicht hinter Stick of Truth zu verstecken braucht.

      :8/10: + ein halber Wichtel


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      Schönes Fazit. Ich habe es erst mal nur überflogen, weil ich selber noch nicht durch bin. Am Spiel liegt es nicht, das macht Spaß, aber wie das so ist... zu viel Arbeit und anderes Gedöns auf einen Haufen, durch den ich gerade kaum Zeit zum spielen finde. Außerdem habe ich nebenbei schon mal ein Special für das Planearium gestartet, das nach und nach um weitere Themen ergänzt wird. Wer Lust hat, kann ja mal vorbeischauen (und korrigiert mich bitte, falls sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat):



      planearium.de/tfbw.php

      Mein erstes Fazit nach wenigen Stunden Spielzeit:

      Fangen wir mit meinem größten Kritikpuntk an. Bisher finde ich die Verzahnung von Artefakt-, Inventar- und Craftingsystem wie Lugo auch nicht ganz elegant gelöst. Ich weiß jetzt spontan nicht, wie ich es besser machen würde, aber die einzelnen Apps grenzen manchmal Dinge voneinander ab, die eigentlich zusammengehören. Auch, dass man die Selfies nicht über Coonstagram, sondern unter Einstellungen findet, wirkt komisch. Oder dass bestimmte Nebenquests nicht als Quests gekennzeichnet sind (wenn man z.B. den Goth Kids das Buch bringen soll). Mein größter Kritikpunkt ist also das stellenweise dem großen Umfang des Spiels nicht gewachsene Interface. Trotzdem bin ich froh, dass sie an so ziemlich jeder Stelle mehr dazugepackt haben. Man kann jetzt wirklich überall hin, es gibt noch mehr zu entdecken und alles fühlt sich eine Spur komplexer an, ohne dabei zu kompliziert zu werden. Die Steuerung läuft flüssig ab, auch wenn ich bei den Toilettensitzungen zugegebenermaßen zur Tastatur gewechselt habe, weil ich mit den Drehbewegungen am Controller nicht zurecht kam. Story und Humor sind zum Glück wieder ähnlich genial wie im Vorgänger, und damit meiner Meinung nach den letzten Staffeln überlegen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass die Furzwitze noch zunehmen werden, wenn ich gewisse Skills freischalte...

      Wer spielt es denn noch? Niemand hier?
      Hehe, danke. Ich habe im Grunde die drei Tage abgesehen von der Uni dann wirklich nur gezockt, ich bringe sowas irgendwie gern schnell hinter mich (selbst wenn es noch so viel Spaß macht), um mich dann möglichst schnell wieder aufs RL vollends konzentrieren zu können. ;)

      Zwerg-im-Bikini schrieb:

      [...]dass bestimmte Nebenquests nicht als Quests gekennzeichnet sind (wenn man z.B. den Goth Kids das Buch bringen soll)

      Unmarkierte Nebenquests sind aber in RPGs nichts ungewöhnliches, insbesondere wenn der Umfang nur gering ausfällt, insofern habe ich mich daran jetzt nicht großartig gestört.

      Zwerg-im-Bikini schrieb:

      [...]auch wenn ich bei den Toilettensitzungen zugegebenermaßen zur Tastatur gewechselt habe, weil ich mit den Drehbewegungen am Controller nicht zurecht kam.

      Haha, das ist mir schon aufgefallen, dass das mit nem Controller nicht so ganz leicht zu handhaben ist. Ich bin aber ehrlich gesagt am PC notorischer Maus-und-Tastaturspieler. Bei den Toiletten-Minigames hab ich dann auch wieder gemerkt, dass das Upgrade auf eine mechanische Tastatur die richtige Entscheidung war, für schnelle Tastenabfolgen ist das Ding einfach 1A. :D


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lugo“ ()

      So habe nun auch die Hauptstory durch und möchte mein Feedback geben ^^. Die Story war an sich ja gut gemacht. Leider wurde zum Ende hin immer verwirrender und das Ende an sich war richtig mies.
      Trotzdem ist das Spiel besser als der Vorgänger und wunderbar an den letzten Staffeln angepasst. Am meisten begeistert haben mich wie immer Tweek und Craig xD, aber egal... .
      Das neue Kampfsystem und die vielen neuen Details geben dem Spiele noch einige Plus Punkte. Viele neue Geschichten gibt es auch noch die noch etwas Klarheit bringen. Schön ist auch das man viele neue Verbündete hat. Nur leider nicht als dauerhafte Begleiter sondern nur im Kampf und bei Spezialaktionen.
      ​Leider fehlen auch ein paar Sachen im Vergleich zum Vorgänger. Zum Beispiel das man Kanada betreten kann. Und was mit Terrence und Phillip, Mr. Garrison und einigen anderen Leuten. Und für meinen Geschmack könnte es mehr Nebenquest und Interaktionen mit den Charakteren geben um dem ganzen Spielspaß zu verlängern.
      ​Ich würde sagen 8 von 10 Punkten. ^^

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      Schönes Review, ZiB. Hab es mir mal in aller Stille durchgelesen, und kann in vielen Punkten zustimmen.

      Mir sind beim wiederholten Durchspielen übrigens noch zwei Sachen aufgefallen: Erst einmal habe ich parallel dazu noch einmal Stick of Truth zum Vergleich gespielt, und dabei ist mir (neben der bereits beschriebenen rollenspieltechnischen Gestaltung, die bei Obsidian einfach besser funktioniert) aufgefallen, wie stark sich doch die Animationen zum Teil unterscheiden, was sicher auch mit den unterschiedlichen Engines zusammenhängt. Bei Fractured But Whole ist der Unterschied zur Serie m.E. deutlich geringer als noch bei Stick of Truth, jedenfalls wenn man jüngere Staffeln zum Vergleich nimmt. Bei Stick of Truth sind die Laufanimationen abgehackter und viele andere (Beispiel: Die Kotz-Animationen der Charaktere beim "Grossed Out"-Schaden) stilistisch eher an die frühen Staffeln angelehnt. Ich hatte auch den Eindruck, dass sich bei Stick of Truth in den Cutscenes die Figuren in Anlehnung an die Legetricktechnik stärker vom Hintergrund abhoben. Ich würde insgesamt sagen, dass Stick of Truth trotz seiner Ähnlichkeit mit der Serie nochmal einen ganz eigenen Look hat, wenn man genau hinsieht, während Fractured But Whole wirklich voll und ganz wie eine aktuelle SP-Staffel aussieht, nur mit 60 statt 24 (oder sinds 30?) fps.

      Und das Zweite ist, dass man vom "höheren Schwierigkeitsgrad", den die dunkle Hautfarbe mit sich bringt, tatsächlich so gut wie gar nichts merkt. Das kann damit zusammenhängen, dass das Spiel einen ohnehin, wie ZiB es immer so schön formuliert, "schon sehr an die Hand nimmt", aber so z.B. von der reinen Fundmenge an Geld und Sammelobjekten konnte ich überhaupt keinen Unterschied gegenüber einem weißen Charakter erkennen, geschweige denn dass ich jemals das Gefühl gehabt hätte, in ernsthafte Versorgungsschwierigkeiten zu kommen. Die Cops sind zwar angepisst, wenn man die Polizeiwache als Schwarzer betritt, und man kann Morgan Freeman nicht bekämpfen, aber abgesehen von derartigen Reaktionen ist spielerisch kein Unterschied auszumachen. Ich meine ja auch, mich zu entsinnen, dass ein Ubisoft-Mitarbeiter einige Zeit vor Release noch erklärt hat, das mit dem "höheren Schwierigkeitsgrad" bei dunkler Hautfarbe sei lediglich ein Gag und das Spiel werde nicht wirklich schwerer. Mein persönlicher Eindruck bestätigt jedenfalls diese These.


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      Das ist einfach die Mißachtung von Forenregel 10, die Du bei der Anmeldung akzeptiert hast:
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