2001 - Member Berries

      2001 - Member Berries

      Urlaub vorbei und direkt South Park Stress - die neue Folge wurde angekündigt! :waah:
      Anscheinend setzten sie tatsächlich dort an, wo sie aufgehört haben. Mr. Garrison führt den Wahlkampf weiter:

      NEW YORK, September 12, 2016 – Garrison is still on the campaign trail in the season premiere of “South Park” titled “Member Berries” on Wednesday, September 14 at 10:00 p.m. ET/PT on Comedy Central.

      In the premiere episode, the National Anthem gets a reboot by an American Icon.





      Ich muss zugeben, dass ich gehofft hatte, dass sie nicht jetzt schon wieder den Wahlkampf thematisieren... eine Folge innerhalb der Staffel hätte gereicht.
      Ich bin ziemlich gespannt. Wahrscheinlich wird die anstehende PräsidentInnenwahl in den USA einen nicht abzusehenden Effekt auf das gesamte Weltgeschehen haben, weswegen ich dankbar bin, dass ich mit South Park eine für die Sendung einzigartige "Inside"-Sicht auf diese Geschehnisse bekomme. Es ist nun einmal eine US-amerikanische Serie, die das Leben von Menschen in den USA persifliert. Obwohl man das meiste auch als Ausländer nachvollziehen kann, gehen viele Aspekte und Kritiken zumindest an mir als in Europa Lebender völlig vorbei, über youtubes Wisecrack habe ich vor Kurzem eine Episode über die "Philosophie" South Parks gesehen und war mir bis dahin gar nicht bewusst, wie wenig überzeichnet die karikierten Probleme der Serie in Realität sind.
      Blöd gesprochen sehen wir uns ohnehin dramatischen Zeiten entgegengehen, da wäre es für die Menschen um South Park doch untypisch, ein unverfängliches Konsumprodukt als Sendung anzubieten. Ich verstand South Park seit jeher als Widerstand gegen Autorität und bin damit dankbar, dass "es sein Maul aufmacht", wo es nur eben geht - was sicher nicht heißt, dass ich mit allen Schlüssen, die in der Sendung gezogen werden, konform gehe.
      Wenn sie dem ganzen etwas Neues abgewinnen können, bin ich auch dafür, dass sie sich wieder mit dem Wahlkampf beschäftigen. Aber schaffen sie das zwei Staffeln lang? Ich befürchte, dass sie sich nur noch wiederholen, wenn sie das Theme zu lange "mitschleifen". So wie ich den Jenner Running Gag schon letzte Staffel abgenutzt fand. Konzentriert auf einzelne Folgen wäre es vielleicht effektiver. Aber abwarten, ich will nicht zu pessimistisch sein, bevor die Staffel begonnen hat...ich hoffe einfach nur, dass sie genügend Ideen haben und nicht nur wiederholen, was sie schon letzte Staffel oder davor (Douche and Turd) gesagt haben.

      Bisher lässt sich schwer vorhersagen, was sie mit der Staffel vor haben. Einerseits sagten Trey Parker und Matt Stone in Interviews, dass die beiden Präsidentschaftskdandidaten ein willkommenes Ziel für Comedy abgeben. Andererseits sagten sie aber auch, dass es extrem schwer sei, noch etwas Neues zu Trump zu sagen, weil die Realität inzwischen so absurd geworden ist, dass sie sich kaum noch mit Satire übertreffen lässt. Gerade was Trump angeht ist er ja schon zu seiner eigenen Karikatur geworden. In einem aktuellen Interview kündigten die beiden passenderweise an, Trump nicht als Person auftreten lassen zu wollen, und sich deshalb an Mr. Garrison zu halten.
      Ich bin erstaunt, dass sie tatsächlich so weiter machen. Für eine Staffel fand ich dieses Experiment ganz interessant und spannend, die Episoden waren zumindest in sich abgeschlossen, was ein paar Storylines anging. Die neue Episode (vielleicht auch die gesamte Staffel?) bringt für mich jedoch nun gar keinen Abschluss, sondern ausschließlich Cliffhanger. Es scheint so, als hätten sie sich jetzt komplett vom alten Konzept (procedural) verabschiedet und setzen nun voll und ganz auf serial. Oder ich werte das Ganze falsch... wie spannend ich das auch finde, es nimmt tatsächlich einiges an Wiederschauwert (das Wort gibt es nicht ;) rewatch value?).

      Zur Episode an sich: Es wurde eigentlich nur auf aktuelle Themen eingegangen(?), die Fülle an Storylines war nett, hier und da waren ein paar lustige Sachen dabei, aber ingesamt habe ich die Sorge, dass sie zu sehr den Fokus auf eine große Storyline legen und weniger auf ein paar schöne Gags. Und was zum... sind diese Member Berries? :staun:

      Vielleicht wäre das sogar mal einen eigenen Thread wert, procedural comedy vs. serial comedy? ;)
      IGN hat die Folge ja mit 6.2 von 10 bewertet, was ich doch etwas harsch finde. Okay, die Folge hatte keine in sich abgeschlossene Handlung, zugegeben, aber das sollte sie auch gar nicht. Das "Serienprinzip" finde ich immer noch erfrischend für South Park und wir sind mittlerweile immerhin bei Staffel 20 angelangt. Irgendwie krass.

      Die Witze/Punkte waren insgesamt nett aber auch nicht mehr. Besonders die titelgebenden Member Berries waren doch eher lahm. Ist das ein spezielles Wortspiel ausser dem (re)member? Egal, der Cartman-Plot war mit das beste, speziell sein Frauen-sind-nicht-lustig-Auftritt. Und der Twist am Ende verspricht mehr in die Richtung.

      Etwas schwach war auch das Wahlkampfthema, da hier nichts neues gesagt wurde. Trump-Garrisson hat keinen Plan als Präsident? Na und, hatte das jemals schon ein Politiker? Im Wahlkampf wird gelogen ohne Ende und hinterher passiert nichts, ach echt? Der Fuck-Them-to-death Witz ist wohl ne Anspielung auf Trumps geplante Mauer zu Mexiko, für die er die Mexikaner zahlen lassen will. Hatten wir auch schon in der letzten Staffel.

      Trotzdem ist es gut, dass South Park zurück ist. Alles in allem eine "gute" Folge, 7/10 Punkten.
      Ich finde es eigentlich nice, dass South Park diese "weiterführende" Schiene fährt. Also imprinzip, dass sich ein Thema Folge nach Folge weiterzieht und verbunden wird. Noch erstaunlicher finde ich allerdings, dass es damit in der nächsten Staffel weiter geht. Ich finde dieses Prinzip sehr gut, aber ich hätte nicht wirklich Lust auf dieses Wahlkampfthema und hoffe, dass es dennoch weniger darum handelt.

      Meine persönlichen Wünsche und Erwartungen:

      - Dass PC Principal wieder dabei ist (müsste er eigentlich, wenn man das Ende von der letzte Folge von Staffel 20 kennt, diese Rede da)
      - Man mehr über diese neue asiatische Lehrerin erfährt (diese hat man ja nur ganz kurz in 2 Folgen gesehen)
      - Es nicht zu sehr um das Wahlkampfthema geht bzw. in manchen Folgen es dazu auch mal eine Auszeit gibt

      Und ja, ansonsten bleibt halt zu erwarten wie ide Staffel so wird. Was ich allerdings scheiße finde, dass man die auf Englisch sehen muss mit deutschen Untertiteln und ich bin South Park nur in Deutsch gewöhnt und kann dazu auch besser lachen. Ich kann zwar ganz gut Englisch verstehen, aber naja. Naja, vielleicht es ist ja anders diesmal.

      Blöd ist deswegen halt, dass man bis Februar oder März 2017 warten muss, bis mal die erste Folge auf Deutsch erscheint.
      @PC Principal: Pass in den Folgen-Thread wegen Spoilern auf, wenn du die Folge erst später auf Deutsch siehst. Hier wird nämlich ohne Spoilerwarnungen geschrieben :)

      @abyss: Dir kann ich mich nur anschließen. Dadurch, dass es kein übergeordnetes Thema mehr pro Folge gibt (es hat den Eindruck gemacht, als würden die Member Berries noch in Zukunft ihre Rolle spielen), sinkt für mich der "Rewatch value" auch erheblich. Es gibt ja immer mal Themen, mit denen sie besser oder schlechter umghen... oder die einen einfach mehr oder weniger interessieren. Dadurch, dass sie nun immer mehr alles über die Staffel verteilt vermischen, fällt es schwer, sich gezielt Folgen herauzsupicken, die man rundum gelungen findet. Zumindest ich merke das extrem. Bei den letzten Folgen der 19. Staffel weiß ich schon nicht mehr genau, was welche ausgezeichnet hat.

      Dabei gab es einige gelungene Stellen diese Woche. Ich mochte z.B. den Gedanken hinter den Member Berries (auch wenn sie seltsam aussahen), dass Nostalgie die Leute anzieht, aber dabei das Negative ausgeblendet wird. Und als Cartman die Mädchen vorführen will, weil sie zeigen sollen, wie witzig sie sind.
      Die Wahl wurde aber nicht sonderlich clever parodiert... das hat man alles entweder schon in früheren Folgen gesehen oder es war sehr offensichtlich. Es ist halt ein Thema, zu dem aktuell JEDER zigfach seine Meinung kund tut. Da noch etwas wirklich Neues rauszuholen, dürfte selbst für South Park schwer werden. Aber sie wollen es wohl trotzdem versuchen.

      Komischerweise kam der Vorschauclip mit der Hymne gar nicht in der Folge vor.

      Vielleicht wäre das sogar mal einen eigenen Thread wert, procedural comedy vs. serial comedy?


      :thumbup:
      endlich gehts weiter, aber muss sagen dass ich schon etwas enttäuscht bin..
      (hab jetzt die anderen kommentare noch nicht gelesen, hol ich gleich nach)
      das mit der nationalhyme und den schul-plot fand ich ja schon gut, aber ich mag diesen roten faden der sich mittlerweile durch die staffeln zieht einfach nicht!
      mir wars einfach lieber als die episoden/staffeln keinen oder nur wenig zusammenhang hatten, einfach schöne abwechslungsreiche themen!

      klar ist thema wahl usw grad aktuell, und das mit turd und douche war auch eine gute anspielung auf die eine alte wahl-episode (diese art von zusammenhängen mag ich), aber ich hoffe echt dass sich jetzt nicht wieder die ganze staffel darauf fokusiert!
      mr. garrison ist ja eigtl einer meiner lieblingscharaktere, aber ich hab ihn lieber als lehrer oder dass er sich vorort über irgendwas aufregt als in der politik! und caitlyn jenner nervt sowieso..
      also eigtl wars schon eine gute episode, kommt jetzt halt drauf an wo es hinführt, aber der cliffhanger am ende liess ja schon eher darauf schliessen dass es eher eine grössere sache wird! und warum ausgerechnet kyles dad??! naja, mal abwarten..
      das mit den berries war mir aber mal wieder definitiv ZU abgedreht, irgendwie hab ichs glaub ich auch nicht richtig gecheckt, ausser dass sie wohl die wähler beeinflussen?!
      ich vermute dass sie irgendwie mit mintberry crunch in verbindung stehen bzw dass er bald einen auftritt haben wird und es dann vermutlich mindestens eine episode zu the fracture but whole geben wird! naja, mal sehen..
      am besten war natürlich mal wieder randy!
      yay for randy!!!
      Also ich fand die Folge... schwierig zu sagen, ehrlich gesagt.
      Sie hat meine Erwartungen ein wenig übertroffen, aber die hatte ich auch nicht sehr hoch angesetzt nach dem ich das Thema schon kannte.
      Die Turdsandwich/Giant Douche Geschichte fand ich ganz nett, auch die Anspielung darauf, wie schwer es Frauen in der Comedy haben.
      Das mit den MemberBerries fand ich... zu abgedreht, zu seltsam. Ich weis nicht, was ich davon halten soll. Nett war höchstens die Szene in welcher Randy sich die Dinger auf der Couch einwirft und ein bisschen wie der nostalgische Kiffer wirkt.
      Am besten gefallen hat mir an der Folge die Stelle an der Garrison merkt, dass er verkackt hat und es nicht hinbekommet Wähler zu verlieren. (Das wäre etwas für einen potentiellen Running Gag)
      :5/10:

      Stichwort fortlaufende Handlung: Ich finde es ebenfalls sehr schade und der angesprochene rewatch value geht für mich dadurch auch ziemlich verloren. Denn die meisten Serien funktionieren so. Da ist es schade, wenn eine Sendung wie South Park sich vom prozeduralen abwendet und man nicht mehr einfach irgendeine zufällige Folge ansehen kann wenn einem grade danach ist.
      Auch gibt es genügend Serien, welche eine gute Mischung hinbekommen, sprich eine minimale übergeortnete Handlung haben. Diese Serien gehören so algemein zu meinen Favoriten.
      Auf South Park bezogen fand ich das in einem Maß, wie wir es bei Staffel 18 hatten noch ganz witzig. In der 19. war's schon ein Ticken zu viel. Ich hoffe es wird nicht noch schlimmer.
      Ich fand es übrigens überraschend, dass sie Clinton doch so viel positiver... oder sagen wir... weniger negativ dargestellt haben als Trump. Das ist für die meisten Euopäer zwar logisch, aber ich hatte nach dem ständigen "Douche and turd" Vergleich erwartet, dass sie in beide Richtungen austeilen und gar keine Position beziehen. Clinton hat aber eigentlich nur ganz normale (wenn auch langweilige) Reden gehalten und es wurde sich darüber lustig gemacht, dass sie wenig Fans hat - was aber keine direkte Kritik an ihrer Person ist. Mr. Garrison (also Trump) hingegen wurde ganz klar vorgeworfen, dass er von Politik keine Ahnung hat und das was er sagt nicht durchdacht hat. Es passt am Ende doch nicht so ganz zu Douche and turd, oder kommt nur mir das so vor?
      Also... :aeh:

      Im Grossen und Ganzen empfand ich die Folge als schwach und ohne Wiederschauwert.
      Es ist nicht so, dass keine Lacher oder Mindfuckmomente dabei waren, aber zuviel fühlte sich entweder irrelevant (Garrisons Wahlkampf am Ende und die Hymnengeschichte etwa) oder unverständlich an (gibt es was, was ich kapieren müsste hinter J. J. Abrams, der "Sitzen/Knien während der Hymne"-Szene und den Memberberries??? Sind letztere etwa auch aus einem speziellen Film oder so? Ich habe Aufklärung nötig!). Und diesen Mix aus Plots mochte ich auch nicht. Dabei schätzte ich es gerade an früheren Episoden, dass Plots sich wunderbar beeinflussen, ergänzen oder am Ende auf gelungene Weise zusammenfinden, hier geht das völlig verloren für mich. Mittlerweile ist die Ghostbusters-Kontroverse ausserdem doch ein alter Hut, muss man darauf noch herumreiten?

      Szenen, die mich schon eher flashten...
      Spoiler anzeigen
      Natürlich die letzte Minute mit Gerald oder als die Memberberries ein paar mehr politische Zeilen raushauten


      Aber sonst...nein, danke. Vielleicht steigt der Unterhaltungswert, wenn ich die Anspielungen besser verstehe. Aber auch nur vielleicht.

      :2/10:
      Das wäre aber schon ziemlich random, oder nicht? Sollte an dieser Fantheorie was dran sein, wäre das in etwa so, als könne man genauso statt Member Berries Remem-Bears (quasi zuckersüsse Waschbärenbabies) oder so als neue trendige Haustiere in South Park einführen, die den Leuten dann solche Sachen ins Ohr flüstern und die Erklärung lautet dann "Das hat mit The Coon zu tun".

      Wolfgang schrieb:

      JohannaG schrieb:


      "Sitzen/Knien während der Hymne"-Szene

      Diese Szene bezieht sich wohl darauf: deutschlandradiokultur.de/foot…ml?dram:article_id=365592

      Ach so.
      Und weshalb...
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      war es, während die neue Hymne präsentiert wird, dann völlig okay, ob man steht, kniet oder sitzt? Ich weiss, Mr. Garrison soll es hier nicht gelingen, das Volk gegen sich absichtlich aufzubringen mit seiner Aktion, aber ich meinte, irgendetwas verpasst zu haben. Zum Beispiel, dass Protestaktionen auf einmal voll und ganz toleriert werden?
      Die Protestaktion der Sportler (nach dem Footballer waren es noch mehr) bei der Hymne wurde zwar von konservativer Seite stark kritisiert, aber es gab auch viele, die es mutig fanden. Wie in South Park, wo ja die Bevölkerung auch gespalten ist, als ein Teil der Mädchen nicht mitsingt. Allerdings spielen sie wohl in South Park darauf an, dass die Medien sich mehr für das Singen oder Nichtsingen interessieren, als sich mit dem Anliegen der Sportler (Protest gegen Misstände) ernsthaft auseinanderzusetzen. Die Leute verfolgen gebannt den Skandal, gehen dann aber noch vor dem Spiel.

      Die neue Hymne in South Park ist genau die alte, aber man schafft einfach ab, dass man stehen muss. Damit ist ein Protest nicht mehr möglich und verpufft sozusagen, ohne dass man sich noch mit der Kontroverse beschäftigen muss. Das fand ich sogar eine der clevereren Ideen der Folge. Sie tolerieren die Proteste also nicht wirklich, sondern rauben ihnen den Protestcharakter, damit die Sportler nicht mehr so leicht auf sich aufmerksam machen können.