2203 - The Problem with a Poo

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    • 2203 - The Problem with a Poo

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      Mr. Hankey’s offensive behavior puts him in jeopardy of being fired as the Director of the Annual Christmas Pageant. Meanwhile, at South Park Elementary, Strong Woman and PC Principal face a whole new set of challenges in their relationship.


      Das nenne ich mal eine angenehme Überraschung. Mr. Hankey hat man in der Serie ja seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen.
      [IMG:https://i.imgur.com/arm6PNt.gif]

      People say nothing is impossible. But I do nothing every day.


    • Ui, das könnte ein schwieriges Thema werden. Der Titel spielt auf die Dokumentation "The problem with Apu" an, in der ein U.S. amerikanischer Comedian indischer Abstammung über rassistische Stereotypen spricht. Ich habe sie selber nicht gesehen, aber unter anderem geht es eben um Apu aus den Simpsons. South Park hat sich ja eigentlich immer auf die Seite der Simpsons gestellt, aber wenn man im Comedybereich anfängt mit "das wird man ja wohl noch sagen dürfen!" kann das halt auch schnell in eine unangenehme Richtung gehen. Ich bin gespannt, wie sie das Thema anpacken - oder ob nur der Titel speziell auf den Simpsons-Fall anspielt, weil es halt ein sehr gutes Wortspiel ist. ;)

      Einen Vorschauclip gibt es auch schon:



      Soll das an die Kavanaugh Befragungen erinnern oder gab es da aktuell noch einen anderen Fall?
    • Aaaaw, und er hat einen winzig kleinen Aktenordner dabei! :liebe:

      Ungeachtet dessen, daß alles, was die Trump-Regierung anstellt, grundsätzlich wie eine Nummer aus South Park aussieht: Die Kavanaugh-Anhörung war einfach SO übertrieben, so kraß frauenverachtend und pimmelprotzig und voller Lügen, daß es keine Satiresendung der Welt schaffen kann, das noch zu pointieren. (Ich empfehle dazu das letztwöchige Last Week Tonight.) Insofern wird es wohl eher eine andere Begebenheit sein, die da persifliert wird.
      Mod-Schrift | Troll-Schrift
      Flo Aid | Flovatare@dA
      Does your Soul still burn?
    • Okay, das war seltsam. Aber die Folge hat mich auf ein grundsätzliches Problem gebracht, das ich immer mal wieder mit neueren South Park Folgen habe.

      Sie gelten zwar immer noch als "most offensive TV show" und versuchen diesem Ruf, dass jeder bei ihnen sein Fett weg kriegt, gerecht zu werden. Aber dabei trauen sie sich in Wirklichkeit sehr wenig - weil sie immer seltener eine klare Position beziehen. Das führt zu Folgen, die zwar kontroverse Themen ansprechen, aber so schwammig damit umgehen, dass man am Ende nichts daraus ziehen kann. Was wollten sie damit jetzt genau sagen?

      Klar, aus dieser Folge werden jetzt Republikaner ziehen, dass PC Babys selber nicht wissen, über was sie alles herumheulen. Und Demokraten werden daraus ziehen, dass sogar South Park findet, dass rassistische Witze und Twitter-Ausrutscher nicht entschuldbar sind. Aber wirklich geschickt zusammengebracht wurden diese beiden Ansichten meiner Meinung nach nicht. Und ich frage mich, ob man zwei so gegensätzliche Positionen überhaupt unter einen Hut bringen kann?

      Aber das Ende fand ich gelungen.
    • Beim Speedy Gonzales-Shirt musste ich lachen, das war's dann aber leider auch schon. Merkwürdige Folge. Die Kinder waren (bis auf Kyle) zwar da, aber nicht wirklich Teil der Geschichte. Im Mittelpunkt scheint momentan immer nur eine Person zu stehen, so wie Butters in der letzten Folge und Cartman in der ersten, was ich für einen bedenklichen Trend halte. (Oder habe ich die alten Folgen falsch in Erinnerung?)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapper-keeper ()

    • die folge fand ich auch irgendwie seltsam, so nichts halbes und nichts ganzes, irgendwie gab es keinen richtigen höhepunkt, ist alles ziemlich vor sich hingeplätschert!

      gut fand ich die unterschwellige parodie auf den vorfall mit roseanne (die hat ihren tweet der ihr den job gekostet hat damals auch mit ambien versucht zu rechtfertigen), mr. hankey stand da ja jetzt 1:1 für roseanne bzw vieles wurde auf ihn und weihnachten umgewurschelt zitiert..
      ich hatte ja gehofft dass sie das thema aufgreifen und manche parallellen waren auch ganz witzig, allerdings hätte man da finde ich mehr drauss machen können!
      eine eindeutigere parodie (z.b. mit roseanne als parodiertem gaststar) hätte ich besser gefunden, aber gut, so war es nun eben nur eine versteckte parodie, vermutlich dass es auch ohne hintergrundwissen, abseits der roseanne-affaire auch sinn macht!
      es war finde ich aber auch nicht ganz eindeutig auf welcher seite matt&trey da nun stehen..
      mr. hankey hat zwar fehler gemacht bzw sich daneben benommen, kyle hat sich aber dennoch bis zum ende für ihn eingesetzt da er sozusagen immer für weihnachten (wie roseanne für "ihre" serie) stand!
      aber irgendwas hat mir da einfach gefehlt!

      das mit den pc babies noch dazu war einerseits zwar ganz nett, irgendwie aber auch sehr übertrieben, also z.b. dass es gleich 5 waren und es bis zur geburt anscheinend keiner bemerkt oder angesprochen hat!
      1-2 kinder hätten auch gereicht..
      oder vll versteh ich da eine versteckte anspielung nicht dass es 5 PCs sind!
      dafür war mir der PC principal in dieser episode recht sympathisch, anfangs mochte ich den ja überhaupt nicht, aber mittlerweile wenn er vorkommt finde ich ihn ganz in ordnung!

      das an ende mit den simpsons war dann aber noch ganz witzig, vorallem dann #cancelsimpsons (bitte nicht), wär lustig wenn sie das jetzt noch mit mehr serien machen würden!
      bei dem titel dachte man ja eh erst es geht in richtung parodie um die apu-affaire und die dokumentation mit gleichnamigem titel (anstatt apu "a poo"), aber irgendwie wurde darauf ja dann gar nicht eingegangen, die eigentliche parallelle war eben eher die sache mit roseanne!
      von daher fand ichs cool dass am ende doch noch die simpsons einbezogen wurden, wenn auch anders als gedacht!

      naja, für mich eher eine der episoden die wohl schnell in vergessenheit gerät, nicht total schlecht aber eben auch nicht richtig gut!
    • Zwerg-im-Bikini schrieb:

      Sie gelten zwar immer noch als "most offensive TV show" und versuchen diesem Ruf, dass jeder bei ihnen sein Fett weg kriegt, gerecht zu werden. Aber dabei trauen sie sich in Wirklichkeit sehr wenig - weil sie immer seltener eine klare Position beziehen. Das führt zu Folgen, die zwar kontroverse Themen ansprechen, aber so schwammig damit umgehen, dass man am Ende nichts daraus ziehen kann. Was wollten sie damit jetzt genau sagen?


      Damit habe ich schon seit längerem meine Schwierigkeiten in den neueren SP-Staffeln, was im Grunde mit Staffel 19 anfing. Von Anfang an wurde in South Park jeder durch den Kakao gezogen, was ich an der Serie aber immer geschätzt habe, war, dass sie es auf diese Weise gepackt hat, viele strittige Themen sehr differenziert anzugehen und einen damit oft selbst zum Nachdenken und auch zur Selbstironie anzuregen - welche Position man auch vertritt, man wird mit South Park nie richtig glücklich werden, wenn man nicht in der Lage ist, auch über sich selbst zu lachen, trotz seiner Überzeugungen; und ich schätze, genau das ist der Grund, warum die PC-Kultur in den letzten Jahren von der Serie besonders ins Kreuzfeuer genommen wurde.

      Allerdings zeichnete sich dieses differenzierte Auftreten der Serie auch ein Stück dadurch aus, dass zu vielen Themen trotzdem klar Stellung bezogen wurde, nur halt niemals strikt einer einzigen Lehre bzw. Ideologie oder Seite folgend, aber grundlegend aufklärerisch und eigentlich immer mit der Haltung, man solle vor allem seinen eigenen Verstand benutzen. Desöfteren kam da auch ein Statement raus, das weder der einen, noch der anderen Seite wirklich Recht gab, sondern eine ganz andere Richtung unabhängig von allerlei möglichen Kompromissen einschlug. Die große Stärke von South Park war außerdem immer, vor allem Bigotterie und Doppelmoral, die man überall und auf allen Seiten findet, auf derbe und zugleich präzise Weise aufzudecken und zu kritisieren, und ich denke, das hat maßgeblich zu dem Ruf beigetragen, dass die Serie alles und jeden "verarscht".

      Nun blicke ich persönlich ja schon länger etwas kritischer auch auf Trey und Matt selbst, seit sie sich selbst zum Libertarismus bekannt haben (der m.E. wie kaum eine andere Idee für die Weltherrschaft der Psychopathen und Skrupellosen steht und durch den enthaltenen Sozialdarwinismus auch eine gefährliche Nähe zu rechten Ideen aufweist), finde mich aber damit ab, solange es in SP und ihren anderen Arbeiten nicht weiter durchscheint. Genau dies scheint aber nun zum Problem zu werden: Auf der einen Seite scheinen sie durchaus klare Vorstellungen zu haben, wie dies und jenes laufen sollte, gleichzeitig wollen sie aber nach wie vor zumindest über SP nicht in eine Schublade gesteckt werden und versuchen daher nach wie vor, alles und jeden zu persiflieren. Während sie früher aber trotzdem hier und da klar Stellung bezogen haben, scheinen sie nun eher in SP den Ansatz zu gehen, dass die Wahrheit letztendlich immer irgendwo dazwischen liege.

      Vermutlich versuchen sie damit auch irgendwie, einfach die aktuelle Gesellschaftslage abzubilden, in der so ziemlich alle moralischen Standards, die wir einst noch für selbstverständlich gehalten haben, mittlerweile offen infrage gestellt werden, gerade von Rechts. Nur halte ich es mindestens für bedenklich, wie sie heute scheinbar überhaupt keine Meinung mehr vertreten. Es ist richtig, dass es in aller Regel nicht einfach nur "dafür" und "dagegen" geben kann, aber gerade hier während eigentlich deutliche Statements möglich, die wie einst die Sache noch von einer ganz anderen Seite beleuchten. Beispiel: Für mich stellt sich überhaupt nicht die Frage, ob ich "für" oder "gegen" Flüchtlinge/Zuwanderer bin (daher gibt es auch für mich nicht die Frage "Mauerbau ja oder nein?"), sondern ich sehe sie völlig unabhängig davon, was ich von Ausländern selbst halte oder was ich für positive/negative Erfahrungen mit ihnen gemacht habe, einfach als logische Konsequenz unseres Konsumverhaltens - ein Standpunkt, der in solchen emotional aufgeheizten Debatten leider viel zu kurz kommt.

      Für solche Statements wäre South Park eigentlich wie keine andere Serie da, sie hatte es sich immer zur Aufgabe gemacht, aufzuzeigen, dass es nicht nur zwei Seiten gibt, und dass die Lösung möglicherweise ganz woanders liegt. Und dennoch bei Dingen, die eigentlich jedem selbstverständlich sein sollten, wurde auch klar Stellung bezogen - ich denke da immer an die NAMBLA-Folge, in der sie es gewagt haben, einen Pädophilen argumentieren zu lassen, warum seine Neigung nicht verkehrt sei, und dann trotzdem klar zu sagen und zu zeigen, dass es auch hier Grenzen geben muss. Und das fehlt mir in letzter Zeit, gerade wo sie immer noch versuchen, so politisch und tagesaktuell wie möglich zu sein, doch stark, zumal es dann oft so schwammig ist, dass es leicht in die falsche Ecke abdriften kann. Dabei ist der Ansatz "die Wahrheit ist immer irgendwo dazwischen" bei bestimmten Themen auch einfach nicht angebracht bzw. schlichtweg falsch: Wenn Person A behauptet, die Erde sei eine Kugel, und Person B dagegenhält, die Erde sei eine Scheibe, dann ist die Erde deswegen nicht in Wahrheit eine Halbkugel.

      Zur Folge selbst: In der Hankey-Storyline habe ich eigentlich gleich drei Fälle wiedererkannt: Da wäre natürlich die Kavanaugh-Anhörung (wobei die Satire erwartungsgemäß eher seicht blieb, weil man das einfach nicht mehr parodieren kann), die Parallelen zur Affäre um Roseanne Barr habe ich auch verstanden (wobei deren rechtes Weltbild und Sympathie für Donald Trump nicht erst durch ein paar Tweets auffällig geworden sind, das ist seit zwei Jahrzehnten bekannt), und außerdem hat es stellenweise sogar besser zum Skandal um "Guardians of the Galaxy"-Regisseur James Gunn gepasst, der von Disney kürzlich für zehn Jahre alte Tweets, in denen er schlechte Witze über Pädophilie und ähnliches gerissen hatte, gefeuert wurde. (Ausgegraben hatte die Tweets übrigens ein Trump-loyaler Republikaner, der Gunn damit offensichtlich eine dafür auswischen wollte, dass er sich regelmäßig gegen Trump positioniert - was ihm dank Disneys Aktion auch gelungen ist.) Letztendlich blieb es zu aber zu schwammig, um genau zu erkennen, welchem der drei Fälle die Nummer jetzt am ehesten entsprechen sollte, mal ganz abgesehen davon, dass wie schon angesprochen am Ende keine wirkliche Aussage dabei rumkam. Die Story um die PC-Babies fing zwar zunächst ganz witzig an, war mir aber nach einiger Zeit dann auch schon wieder zu dumpf und die Persiflage zu gewollt. Auffällig ist auch einmal mehr, wie Kyle seit Staffel 19 in seinem Bestreben, nach wie vor "das Richtige" zu tun und nicht einfach nur wegzusehen, immer mehr zum Außenseiter verkommt, ganz egal ob er mal im Recht oder mal im Unrecht ist.

      Letztendlich wird die Folge mir zwar als die in Erinnerung bleiben, in der Mr. Hankey aus South Park verschwindet (wobei der möglicherweise auch so ein Relikt aus den 90ern ist, das sie jetzt vielleicht einfach rausschreiben wollen, so wie Barbrady - mal sehen, was in den DVD-Kommentaren dazu zu hören sein wird), aber mehr auch nicht. Ach, und die Szene, in der die Schüler auf den Musikinstrumenten mit Mr. Hankey proben, war ganz putzig und hat mir mal ein neues Wallpaper geliefert (zu sehen war übrigens auch Heidi, die nun wieder normal aussieht).

      Mehr als :5/10: + ein halber Wichtel ist hier diesmal leider nicht drin.
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      People say nothing is impossible. But I do nothing every day.


    • @Lugo
      Ich finde deinen Kommentar sehr durchdacht und muss ihm in vielen Punkten zustimmen. Vielen Dank dafür, das bringt es echt auf den Punkt und ist auch das, was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist!
      Es ist das verloren gegangen, was ich an South Park so geliebt habe und das finde ich sehr schade. Gucke aber natürlich weiter ^^
    • @Lugo: Mit James Gunn wäre ich mir nicht so sicher, weil der Fall ein bisschen anders gelagert ist und das ganze Mr. Hankey Verhalten mehr wie bei Roseanne wirkt:

      - Roseanne ist lange Zeit wiederholt durch ihre Kommentare aufgefallen. Der Grund dafür, dass das Fass übergelaufen ist, lag nicht in der Vergangenheit. Außerdem weist die Schlaftabletten-Ausrede auf sie hin.
      - James Gunn hat vor vielen Jahren die unangemessenen Tweets abgesetzt, aber scheint seitdem nicht mehr negativ aufgefallen zu sein. Er hat sich außerdem nicht rausgeredet, sondern seinen Fehler zugegeben. Ihm kann man abkaufen, dass er das, was er damals witzig fand, heute mit anderen Augen sieht und nicht mehr wiederholen würde. Er hat außerdem ziemlich viele Kollegen, die sich noch für ihn einsetzen, und schon wieder einen neuen Job. Bei Mr. Hankey war das alles anders.

      Oder gab es Hinweise auf ihm, die ich übersehen habe?