1107 - Night of the living homeless

  • Sehr gute Folge. Wunderbare Parodie.


    Die ganze "Change"-Sache kam wirklich gut rüber, das war wiedermal dieser lächerlich-übertriebene South Park Charme, den ich so mag. Alles in allem wirklich sehr gut durchdachte Folge. Es saß einfach jeder Gag. Und es waren auch so viele! Die Running Gags zwischen Stan und Kyle und zwischen Cartman und Kenny fand ich da noch die am wenigsten erwähnenswerten. Besonders genial fand ich, wie es dieser Idiot nichtmal geschafft hat, sich selbst zu erschießen. :D Auch klasse war der Typ, der sich nach und nach in einen Obdachlosen verwandelt, nur um dann von Randy erschossen und kopflos durch die Gegend gehalten zu werden. Nicht zu vergessen die verbrannte Frau, die sich nicht artikulieren konnte. ^^


    Alles in allem war es eine sehr gut gelungene Parodie auf diverse Zombie-Filme, mit dem übertriebenen South Park Humor und überraschend vielen guten Gags. Wenn schon Parodien, dann bitte sowas!


    Ich geb mal großzügige 9/10 Punkte.


    Hat übrigens noch irgendjemand die Anspielung mit "Fairplay" bemerkt?
    "If I could make it through them, maybe I could catch the bus to Fairplay!"

  • Ich weiß nicht genau ob ich die Folge sehr gut finden soll oder "nur" gut bis durchschnittlich. Ich konnte nicht so richtig lachen.
    Vielleicht sind meine Ansprüche auch zu groß geworden...

  • Diese "Dawn of the Dead"-Anspielungen waren echt super. Hab mir den Film auch noch mal angeguckt (So schlecht ist der ja nicht). Die Nachrichtensprecher haben ja in SP immer ein schlechtes Los gezogen, was ihre Namen betrifft (Chris Swollenballs). Sehr lustig waren Cartmans Homeless-Jumps. Oder der Typ in dem Labor ("I gonna take the easy way out"). Die Szene mit dem Bus war ja fast identisch mit der aus Dawn of the Dead. Am besten war das Ende ("three homeless!").
    Die Folge ist eine der besten der 11. Staffel.

  • Wurde eigentlich schon erwähnt, dass Matt´s Haus in "California love" besungen wird?


    "Right by Matt's house you can chill if you're homeless." :lol:


    Der Hintergrund wurde im Rolling Stone Artikel kurz berichtet (Stone hat offenbar ein Haus in Venice, wobei er sich gerade mit den Stadtverantwortlichen um die Höhe des Zaunes streitet).


    Ach, und den Moderator namens "Swollenballs" fand ich irgendwie auch gut ;)...

    You woke up this morning,
    got yourself a gun,
    Mama always said you´d be the chosen one.
    She said: You´re one in a million,
    you´ve got to burn to shine,
    but you were born under a bad sign
    with a blue moon in your eyes...

  • Das war mal wieder eine gelungene Folge - besonders die Parodie hat mir besser gefallen als die auf 300.
    Vorallem der Einsatz der für South Park typischen überzeichneteten Gewalt (Erschiessungsszene etc.) war herrlich.
    Eine der besten Folgen der 11. Staffel - bitte mehr davon.


    9/10


    Noodles


    "But, I think it's best we don't talk out loud about it until we have most of them on the trains heading to the camps."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Noodles ()

  • Naja, ist ja mehr als offensichtlich worauf das alles Basiert.


    Aber, Gott. Das geht mal echt zu weit.
    Das grenzt nicht nur, sondern es IST Lustig machen, über diese armen Menschen und deren Situation. DAS geht einfach zu weit.


    Hoffentlich entwickelt sich South park nicht weiter in solche Richtung.


    Mann kann sich nunmal nicht über alles lustig machen. Und das Thema wurde nicht nur einfach angesprochen, es wird sich darüber Lustig gemacht.


    Mehr will ich garnicht darüber sagen.


    Auch wenn die Folge eine Moral enthält. Wird diese FALSCH dargestellt.

  • Zitat

    Original von Kyle Fan
    Auch wenn die Folge eine Moral enthält. Wird diese FALSCH dargestellt.


    Das würde ich nicht so sehen. Worauf sehr deutlich hingewiesen wird, ist die gern genutze Politik, Obdachlose einfach aus der eigenen Stadt abzuschieben, um sagen zu können, es gebe kein Obdachlosenproblem oder "unsere Stadt hat das im Griff". Dass das ein Trugschluss ist, ist klar; trotzdem ist es eine sehr beliebte Methode, frei nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn". Ich finde, da kann man auch ruhig mal mit dem Finger drauf zeigen.


    Dass South Park die Sachen immer sehr tabulos angeht, wissen wir ja, und ich finde, noch haben sie nie wirklich was schlimmes gemacht. Im Gegenteil: solche Satire macht uns die Sachverhalte oft viel besser bewusst als ein einfaches Aufzeigen der Wirklichkeit.

  • Zitat

    Original von Angua


    Das würde ich nicht so sehen. Worauf sehr deutlich hingewiesen wird, ist die gern genutze Politik, Obdachlose einfach aus der eigenen Stadt abzuschieben, um sagen zu können, es gebe kein Obdachlosenproblem oder "unsere Stadt hat das im Griff".


    WELCHE Stadt hat das schonmal gemacht?


    Es ist auch kein Sachverhalt das sich Obdachlose nachdem man ihnen was gegeben hat nicht bedanken. Oder dass sie wie Tiere oder Zombies durch die gegend Ziehen. Sie fragen dich auch nicht mehrfach hintereinander.

  • Zitat

    Original von Kyle Fan
    ...
    Aber, Gott. Das geht mal echt zu weit.
    Das grenzt nicht nur, sondern es IST Lustig machen, über diese armen Menschen und deren Situation. DAS geht einfach zu weit.


    ...


    Irgendwie seh ich das anders, andere "Arten" von Mensch haben schon mindestens genauso "schlimme" Verarschungen von Trey und Matt abbekommen. Außerdem wird da ja nicht großartig viel gesagt über sie.. dass sie im Freien rumliegen und nach Kleingeld fragen ist nunmal eben so, die Massenansammlungen und dass sie von Geld alleine überleben, sind SP-typische Übertreibungen und in meinen Augen keineswegs diskriminierend.


    Ach ja: Gute Folge, schon wieder 8/10 Punkten von mir.

  • Zitat

    Original von Cheesus
    Irgendwie seh ich das anders, andere "Arten" von Mensch haben schon mindestens genauso "schlimme" Verarschungen von Trey und Matt abbekommen.


    Welche andere "ART" von Menschen, die selber nichts für Ihre Situation können haben das?

  • Zitat

    Original von Cheesus
    Zum Beispiel: Amerikaner? Japaner? Einige andre Menschen? Können die was für ihre Nationalität?


    Außerdem steht der Hauptpunkt meiner Aussage weiter unten.


    Soweit ich weiß wurde sich auch nicht über deren Nationalität lustig gemacht, sondern über andere Tatsachen.

  • Ich verstehe auch nicht, wieso es bei Obdachlosen schlimmer sein soll, wenn man in einer Unterhaltungssendung gewisse VORURTEILE ihnen gegenüber ins Lächerliche zieht, als wenn man
    - Japanern ein kleines Geschlechtsteil,
    - Juden einen Sack mit Judengold um den Hals,
    - Deutschen Perversität,
    - Priestern Pädophilie,
    - Christen Archaismen,
    - Mexikanern Faulheit,
    - Kanadiern ihren Akzent oder
    - Promis Dummheit
    vorwirft. Wieso sollte gerade 1107 schlimmer sein?

  • Kyle_Fan : zu deiner Frage:


    Zitat von der HP "Schwäbisches Tagblatt", Titel "Immer mehr obdachlose Frauen - SPD fordert mehr Hilfe" (vom 02.12.06)

    Zitat

    "Obdachlose werden vertrieben, abgeschoben, das Problem einfach weitergereicht", so [Christine] Rudolf [, SPD-Landtagsabgeordnete]. Die SPD-Politikerin fordert deshalb die Landesregierung auf, für Einrichtungen der Gefährdetenhilfe wieder Finanzmittel des Landes einzusetzen, um die Not obdachloser Frauen zu lindern. Die Landesregierung müsse sich ihrer Verantwortung für diesen Personenkreis bewusst werden und auch danach handeln.


    Klar ist das Abschieben aus Städten gesetzlich nicht mehr wirklich möglich (zumindest in Deutschland nicht), aber man kann es durch Rausekeln trotzdem noch bewerkstelligen. Zudem gibt es Orte (z.B. Bahnhöfe, bestimmte Stadtviertel sowie so ziemlich alle Hauseingänge), von denen Obdachlose polizeilich "entfernt" werden dürfen. Ich finde, das kommt der Abschiebung schon ziemlich nah.

  • Zitat

    WELCHE Stadt hat das schonmal gemacht?


    Ich schließe mich Angua an- Obdachlose bzw. andere Randgruppen werden gerade in größeren Städten häufig "vertrieben".


    Nimm Bahnhöfe, Marktplätze oder prestigeträchtige Orte/ Sehenswürdigkeiten:
    die Polizei "entfernt" von dort in schöner Regelmäßigkeit Obdachlose, Punks, Junkies etc.


    Solche Menschen passen nicht ins Konzept, sie passen nicht ins Bild einer Stadt und müssen weichen, damit der "Normalbürger" bzw. der Besucher nichts von den sozialen Schattenseiten sehen muss.


    Das wurde in dieser Folge doch sehr schön dargestellt- man hat sich im Grunde nicht wirklich über die Obdachlosen lustig gemacht, sondern aufgezeigt, wie mit ihnen verfahren wird.


    Außerdem wurde auch Gerald obdachlos- und er ist ja eigentlich immer eine recht positive Figur in der Serie.
    Es wurde gezeigt, dass der Abstieg ganz schnell gehen kann (ob das nun die tatsächliche Intention von Parker und Stone war, oder ob´s einfach nur gut in die Geschichte gepasst hat, weiß ich nicht).


    Und Kyle, eine weitere positive Figur und "moralische" Instanz bei SP, möchte den Obdachlosen helfen, er wertet sie nicht ab o.ä.



    Zitat

    Soweit ich weiß wurde sich auch nicht über deren Nationalität lustig gemacht, sondern über andere Tatsachen.


    Hier haben sie sich doch auch nicht konkret über die Menschen, die obdachlos sind, lustig gemacht. Gut, es wurde gezeigt, dass sie um Geld betteln, aber das zu zeigen ist doch ok und realistisch.
    Und einen bettelnden Obdachlosen darzustellen ist nicht mehr oder weniger schlimm als einen Priester mit Kind an der Leine ;).



    SP hat halt insgesamt nun mal oft einen etwas derben Humor- dieser Humor macht auch vor Randgruppen nicht halt. Das kann einem entweder gefallen oder nicht ;).

    You woke up this morning,
    got yourself a gun,
    Mama always said you´d be the chosen one.
    She said: You´re one in a million,
    you´ve got to burn to shine,
    but you were born under a bad sign
    with a blue moon in your eyes...

  • Es geht nicht darum das gezeigt wird das sie um Geld betteln oder von anderen nicht wie Menschen behandelt werden.


    Sondern vielmehr das sie ebenfalls nicht als Menschen dargestellt werden. Und das ist in meinen Augen darüber lustig machen, bzw. Respektlos.


    Auch wenn das mit dem abschieben stimmen mag.

  • Also dann solltest du dir wirklich noch mal andere Folgen ansehen ;) South Park übertreibt und verfälscht immer wieder, das gehört einfach zum Humor. Durch den Wissenschaftler mit seiner unmöglichen Theorie wird spätestens klar, dass die Zombie-Darstellung der Obdachlosen in dieser Folge nicht realistisch ist.


    Hier wurde finde ich eindeutig Kritik daran geübt, wie mit Obdachlosen umgegangen wird und welche Vorurteile herrschen (indem man sie übertrieben gezeigt hat).

  • Das ist mir schon klar.
    Ich weiß selbst das sie nicht wie Zombies durch die Straße rennen.


    Aber ich finde es respektlos das auf diese weise darzustellen. Und das ist zuviel erlaubt.
    Im SP-Film ist der Obdachlose als Beispiel auch im Stande zu reden, und nicht völlig verblödet und krank im Kopf.


    Es geht einfach zu weit.
    Würden die South Park Bewhoner die Obdachlosen nur so behandeln, schön und gut das ist eine Sache, und Zeigt wie arschig manche sind.


    Aber als würde das nicht reichen, werden Sie auch so dargestellt wie sie bahndelt werden. Mit anderen Worten wird es als OK abgetan,so mit den Leuten umzugehen, da sie ja (wie gezeigt) auch nichts anderes sind als abschaum.

  • ach komm, als würde irgendjemand sich das ansehen und sagen "stimmt, genau so sind die. Ich werd die jetzt auch wie Zombies behandeln". ;)
    Es muss ja auch seine Anspielungen auf "Night of the Living Dead" behalten. Außerdem, wie ZiB schon sagte: ist es denn deiner Meinung okay, Priester mit angeleinten Kindern darzustellen oder Regenwald-Bewohner als kleine affenartige Viecher mit riesigen (fast schon) Mäulern? Es werden halt immer alle übertrieben dargestellt; das nimmt jawohl niemand ernst.