1303 – Margaritaville

  • Ich fand sie öde. Nachdem ich hier erstmal alles überflogen hab, hatte ich sehr hohe Erwartungen, jedoch wurde das alles sehr schnell gedämpft und die ganze Folge wurde zu einer einzigen Enttäuschung. Und das wäre genauso gewesen, wenn ich keine Erwartungen gehabt hätte.

  • So langsam komme ich zu dem Schluß, daß ich doch nicht verrückt bin. ;) arach hat den Knackpunkt glaube ich ganz gut getroffen: Die Folge plätscherte in gewohnter Manier vor sich hin und wirkte kraftlos, weil sie thematisch wie storytellingtechnisch nichts Neues bot. Das Simpsons-Syndrom der späteren Staffeln, in denen sie andauernd an andere Orte reisen müssen und dann einige orts-/länderspezifische Gags reißen, will ich es (noch) nicht nennen, aber das war eine typische Schema F-Folge (ein Schema F, das nicht unbedingt typisch für South Park ist), die zudem nicht mit besonderen Gags aufwarten konnte.

  • Nun ja, es gibt nun mal schon 13 Staffeln und da wiederholen sich die Dinge eben einfach. Das ganze gleich Apokalyptisch mit dem Niedergang der Simpsons zu vergleichen ist etwas gewagt, denn auch wenn das Schema bekannt ist, war die Folge, im Gegensatz zu den meisten neuen Simpsonsfolgen, dennoch nicht kraftlos, dumm und komplett ohne Humor. Hättet ihr die Folge in eurem South Park Fan Dasein etwas früher gesehen, hätte sie euch wahrscheinlich doch gefallen.


    Das ist einfach eine Geschmacksfrage. Ich kann mir solche Folgen, wenn sie gut gemacht sind immer noch gerne anschauen. Bei anderen Schemata hingegen ist es mir überhaupt nicht recht.

  • Ich muss sagen, dass ich die "War doch nix neues"-Kritik schon nachvollziehen kann, aber ich habe (vielleicht das erste mal?) den "Beinhaltet alles, was ich an South Park liebe"-Effekt verspürt. Spa schreibt so Kritiken öfters und ich denke dann immer: wow, ich kann da nicht so drüber weg sehen. Aber diese Episode – so überraschungsarm sie auch gewesen sein mag – hat einfach eine schöne Szene an die nächste gereiht. Und ich habe seit Trapped in the Closet nicht mehr so vielen Leuten eine Szene gezeigt, wie hier die "...aaaand it's gone!"-Anfangsszene. Vielleicht war es das unübertrefflich gute Voice-Acting (wie der Banker immer energischer wird, oder das 1A-tricken servierte "yeeeahh noo yeaahh") oder vielleicht war es, dass keiner der albernen Witze überstrapaziert wurde oder dass sie sich insgesamt nicht zu ernst genommen hat. Ich habe die Folge einfach unglaublich gerne geschaut.

  • Ich fand schon auch, dass die Folge reich an Gags war; nicht, dass ihr mich falsch versteht. Gerade das ist es ja, was sie meiner Meinung nach rettet. Der "Yeaaaah, noooo, yeeeeah"-Typ, der "-ablé"-Typ, die "it's gone"-Szene usw.


    Ich weiß nicht... nach den ganzen Analysen hier muss ich mir die Folge einfach nochmal ansehen, da krieg ich jetzt richtig Lust drauf. ;)

  • Ich hatte ja ehrlich gesagt mit einer weiteren Randy Marsh Folge gerechnet. Der Protagonist war allerdings dann Kyle. Die Idee den ewigen Streit zwischen Kyle und Cartman als Bibelgeschichte nachzuerzählen fand ich eigentlich ziemlich genial, weil das Verhältnis zwischen Juden und Christen genau umgekehrt war. Einen tieferen Sinn vermag ich zwar uach nicht entdecken, aber genau diese Facette fehlte noch bei den beiden Jungs. Vielleicht ging es wirklich nur um das Wortspiel mit den Schulden/Sünden, who knows. Ich werde sie mir auf jeden Fall nochmal ansehen...und was hab ich gelacht als Cartman öffentlich gegen die Juden hetzte und man ihn gar nicht sehen konnte. :rofl:

    Mehr als 90% aller Verbrechen geschehen innerhalb von 24 Stunden nach dem Konsum von Brot.

  • Zitat

    Original von Beaverton
    Einen tieferen Sinn vermag ich zwar uach nicht entdecken, aber genau diese Facette fehlte noch bei den beiden Jungs. Vielleicht ging es wirklich nur um das Wortspiel mit den Schulden/Sünden, who knows.


    Naja, ich denke der "tiefere Sinn" war, dass viele Lösungvorschläge zur Wirtschaftskrise beschwörerisch wirken und das ganze ja tatsächlich teilweise eine "Glaubensfrage" ist. Schließlich sind Aktienkurse ja im wesentlichen Ausdruck dessen, was man von einem Unternehmen zu erwarten glaubt. Und auch eine Währung ist ja eine Sache, die nur dadurch funktioniert, dass alle an ihren Wert glauben. Und ganz am Schluss geht auch nochmal die Biege auf Obama, der ja teils wirklich messianisch verehrt wird. Ich sehe da schon einiges mehr als nur das Erlösungs-Wortspiel. Aber letztlich ist das auch nur eine Facette der Thematik, die dort herausgepickt wurde. Was ich aber gut finde, weil – wie vorab geschrieben – "Wirtschafstkrise erklären" nur in die Hose hätte gehen können.


    Zitat

    Original von Beaverton
    ...und was hab ich gelacht als Cartman öffentlich gegen die Juden hetzte und man ihn gar nicht sehen konnte. :rofl:


    Oh ja! Auch das ein weiteres schönes Detail in dieser Folge. Auch wenn das Grundgerüst recht South Park-klassisch war, waren doch einige Sachen unkonventionell inszeniert. Insofern keine ideenlose Folge.

  • Diese Folge scheint sehr zu polarisieren. Ich muss zugeben, dass auch mich diese Episode im Vergleich zu anderen Episoden eher gelangweilt hat, auch wenn zugegebenermaßen viele gute Gags eingebaut waren.


    Ein Gag war, dass Stan mit seinem Mixer von Institution zu Institution aufsteigend gewechselt ist (vom Elektrofachmarkt über die Börse bis hinauf zum Finanzministerium).
    Je weiter "oben" seine besuchte Institution war, desto abstruser wirkte er in der Umgebung mit seinem Mixer.


    Man möchte wohl zeigen, dass die Krise alle Bereiche der Welt betrifft, eben wie in der Realität (irgendwo in den USA verzocken sich Privatpersonen mit ihren Immobilien, dadurch gehen Banken pleite, was Auswirkungen auf den kleinen Mann in Hintertupfing hat)


    Den Gag, Entscheidungen mit Hilfe eines Huhns als Zufallsgenerator zu treffen fand ich originell.


    Zitat

    Original von Zwerg-im-Bikini
    Da hat mich aber der "Margaritaville" Mixer mehr gestört, muss ich sagen.


    Das kann man kaum als Schleichwerbung bewerten, da er als "stupid thing" dargestellt wurde.


    Zitat

    Original von MrsCartman
    ich fand das mit GTA auch nicht schlimm...ich fands wie schon gesagt sogar gut!! ich fands auch gut mit der wii, playstation3, xbox, psp..und allen anderen spielen und konsolen die jemals vorgekommen sind und die es wirklich gibt! dadurch wirkt es realistischer und die jungs kommen wie echte bzw normale jungs rüber die sich halt auf ein neues aktuelles spiel freuen!


    QFT. Mir gefällt es auch, wenn fiktionale Serien durch Aktualität und Benutzung echter Produkte möglichst "realitätsnah" wirken.

  • Diese Folge war mal wieder Southpark, wie ich es liebe. Die ganze Story um Kyle, und wie er für die Schulden der Bürger bezahlt, hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.
    Die Storyline mit Stan hingegen fand ich nicht ganz so witzig, aber als sie dem Huhn den Kopf abgehackt und zu dem Todestanz des Körpers mit der Sackpfeife gespielt haben, musste ich mich dermaßen wegschmeißen :D

  • Es wurde auch mal Zeit, dass das Thema angesprochen wird. Dabei haben Trey und Matt die Möglichkeiten mit dem Umgang von Geld und die daraus resultierenden Probleme super erörtert.


    Es stimmt schon: wenn die Leute kein Geld ausgeben, kann die Wirtschaft nicht angekurbelt werden. Allerdings ist das, was Kyle mit der Kreditkarte macht eigentlich eine der Ursachen der Wirtschaftskrise (besonders weil diese ohne Limit ist).


    Das mit Stan und der Bank war natürlich gemein. Das kann man wunderbar hier auf die Zertifikate übertragen. Und das Ende, wie die Wirtschaft funktioniert haben sie auch geil parodiert. Auf sowas muss man erstmal kommen.


    Fazit: Mir hat die Folge definitiv gefallen. Das liegt aber auch daran, dass ich mich viel mit dem Thema auseinandersetzen durfte.

  • Mein Internet arbeitet wieder wies soll und ich hole grad Staffel 13 nach und von den ersten 3 Episoden die ich bis jetzt gesehen hab gefiel mir Magaritaville am besten. Zugegebenermaßen ist die Gagdichte recht dünn aber die Gesamtverpackung mit der Passionsthematik fand ich schlicht köstlich!

  • Is wieder eine super Folge! Die Regierung wird durch den Kakao gezogen und wieder einmal eine sehr gelungene Darstellung von der Dummheit der heutigen Gesellschaft. Und die ganzen Jesus-Anspielungen sind auch gelungen.
    South Park is fast der einzige Wein, der noch nicht zu Essig wurde und wenn Trey und Matt so weiter machen wird das auch für lange Zeit der Fall sein.

    Wir werden nix mehr zusammen ohne uns tun. Nur das bringt uns auseinander. Ansonsten kommen wir nicht mehr weiter. Und das wär schadhaft.


    * Signatur gekürzt. Bitte die Regeln beachten!

  • Ich fand diese Folge total genial. Stan's Reise um diesen Mixer zurück zu bringen hat mich oft zum lachen gebracht, genau wie die wilkürlichen Entscheidungen der Bänker (Huhn den Kopf abhacken und gucken wo es stehen bleibt).
    Die Idee, die Bibelgeschichte mit der Wirtschaftskrise zu verwenden und die Wirtschaft somit als Metapher für Gott zu verwenden war auch sehr witzig.
    Aber am meisten hat mich wohl der Bänker mit seinem "and it's gone" zum lachen gebracht.


    Alles in allem eine ziemlich starke Epsiode, mit guter Kritik und intelligenten gags.

  • Dieses Huhn ist ja wohl jetzt schon ein verdammter Klassiker, zumindest für mich. Und der Rest der Episode hält dieses Niveau. Ganz klares Highlight und noch dazu immer wieder ansehbar.


    Übrigens: Zum Geburtstag habe ich ein Riesenposter von SP mit dem Motiv von Kyle und dem letzten Abendmahl bekommen. Einfach nur herrlich

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