1313 - Dances With Smurfs

  • Hm, ich bin bei dieser Folge wieder etwas zwiegespalten. Wie einige andere Folgen in dieser Staffel fand ich sie über weite Strecken eher fad, aber doch mit einigen guten Gags, vor allem gegen Ende. Wie Butters mit heruntergelassenen Hosen von Wendys Haus davonläuft, das hat einfach dermaßen lustig ausgesehen, das war definitiv mein Folgenhighlight. Die Story fand ich auch ok. Dass das ganze auf 9/11 Verschwörungsteheorien abzielt, hab ich erst hinterher bemerkt, macht aber rückblickend Sinn. Derartige Verschwörungstheoretiker sollen ruhig durch den Kaokao gezogen werden, weil das Ganze meist nur ein Weg ist, um billig an Aufmerksamkeit zu kommen und Bücher und DVDs zu verkaufen, was hier sehr schön gezeigt wurde.


    Zu der Diskussion über die Anfangsszene: Ich fand die Szene nicht unangemessen brutal oder so. Alleine dass der Mörder den Drittklässler mit einem 40-jährigen Truckfahrer verwechselt, nimmt dem Ganzen doch schon die Ernsthaftigkeit. Wer derartiges nicht mit einer gesunden portion schwarzem Humor und Zynismus betrachten kann, für den ist SP vielleicht wirklich nicht das richtige.

  • Das hat einen jetzt nicht unbedingt vom Hocker reissen können obwohl das Thema ansich ja einiges zu bieten hätte. Darum wiegt die Enttäuschung warscheinlich auch schwerer weil eine gewisse Vorfreude herrschte und man dann feststellt, dass man die ganze Folge hindurch einfach nur gelangweilt ist. Diese ganze Schlumpfgeschichte nur für nen Avatargag war mir einfach zu dumm. Zur Anfangsszene sei gesagt, dass ich mich auch? nicht daran gestört habe aber ebenso das humoristische Potential nicht gesehen habe. Weder die Verwechslung noch die Reaktion der Klasse hatte irgendwas lustiges und hätte damit auch gekürzt oder umgebaut werden können.

  • Endlich hatte ich auch Zeit, die neue Folge zu sehen. Und sie war okay, aber mehr irgendwie nicht...


    Ich verstehe, wenn man die Anfangsszene überflüssig oder unlustig fand. Aber dass es zu brutal sei, ein Kind umzubringen, ist in der 13. Staffel schon eine sehr überraschende Aussage, wenn man South Park kennt ;)
    Problematisch war für mich der Mix aus realitätsnaher Schulfolge und unrealistischen Szenen. Der Mord an dem Kind hätte z.B. Stoff für eine ganze Folge bieten können, wenn man es anders aufgezogen hätte und den Mitschülern mehr Emotionen gegönnt hätte. Aber das Potential wurde verschenkt. Dass Cartman auf einmal aufwändige Filme dreht hat ebenfalls nicht gepasst, auch wenn der Folge sonst einiges gefehlt hätte. Und seine Reden haben sich teilweise zu sehr gezogen.
    Alles hat ein bisschen so gewirkt, als hätten Trey und Matt die erstbesten Versatzstücke zusammengebaut, die ihnen in den Sinn kamen, ohne zu überdenken, ob das nicht stimmiger geht.


    Und was ist mit Butters los? Er war mal ein unsicheres, durchaus sympathisches Muttersöhnchen, aber jetzt scheint es sein Standard-Part zu sein, der freche Aufständige zu sein. Das ist manchmal lustig - aber doch nicht dauernd, denn das zerstört total seinen ursprünglichen Charakter. Dass sich die Figuren mit der Zeit verändern finde ich nicht schlimm, aber gerade Butters sollte bitte nicht nur auf den Cartman-Nachäffer reduziert werden.


    Aber genug gemeckert. Wirklich lustig wurde es dann glücklicherweise noch einmal zum Ende hin, als Wendy in Cartmans Show zu Gast ist. Für eine gute Folge war das allerdings zu wenig.

  • Anfang einfach dämlich, Mitte ganz okay (Butters als Anführer der uncoolen Kinder hatte was) und beim Ende wo Wendy den Spieß rumdreht musste ich dann wirklich schallend lachen. Die Avataranspielung war mir ziemlich egal und ich fand sie unnötig, aber der baffe Cartman, der am Ende auch noch sauer über seinen Vorsitz der Schülervertretung ist war sehr lustig. Leider war die Folge eindeutig zu durchwachsen und hat Potenzial verschenkt, um wirklich gut zu sein, aber die Schlumpfidee fand ich amüsant und Cartman als Verlierer ist ein "guilty pleasure" von mir. :D

  • Ich fand die Folge ganz gut aber nicht überdurchschnittlich. Den Anfang mochte ich, den Avatar-Gag mochte ich nicht, und sehr sehr gut gefiel mir die Talkshow-Geschichte, wie Wendy den Spieß umdreht und Cartman mit seinen eigenen Waffen schlägt. Damit hatte ich nicht wirklich gerechnet und ich finde sie hat es gut und clever aufgezogen.

  • Mir hat diese Folge ganz gut gefallen.


    Zum Glück haben Trey und Matt das Thema Tea Party Bewegung behandelt und es wirklich gut umgesetzt, Cartman als Glenn Beck war einfach herrlich und seine Anschuligungen gegen Wendy (Obama) haben mich sehr amüsiert, besonders, dass sie die Schule in ein sozialistisches, kommunistisches Regime, in den die Schüler nicht mehr mitentscheiden dürfen verwandeln wird, genau so wie sie es Obama vorwerfen. Auch, dass Cartman nur ein einfacher"Ansager" ist, ist eine perfekte Metapher für Glenn Beck, da dieser eigentlich auch nur Nachrichtensprecher ist.


    Wendy's Konter in der Talkshow war auch ziemlich gut, normalerweise mag ich es nicht, wenn Cartman als Weichei dargestellt wird, aber diesmal war notwendig, um zu zeigen, dass die ganzen Menschen aus der Tea party bewegung schon längst verzweifelt wären, wenn sie Obama's Posten hätten.


    Und die Schlumpfstory war auch ausgezeichnet, eine exzellente Anspielung auf die ganzen Propagandafilme der Tea Party Bewegung.


    Fazit: Eine Episode, bei der ich wirklich extrem viel lachen musste und es meiner Meinung nach keine schwachen Szenen gab.


    :9/10:

  • Der Anfang der Folge war ganz witzig, aber viel zu langgezogen. Danach ging es etwas schleppend weiter, auch Cartmans Verschwörungstheorien wurden etwas zu viel ausgereizt. Ich wollte die ganze Zeit rufen "Jaha, wir haben es verstanden, Cartman ist eine Parodie auf Glenn Beck, weiter bitte!" Trotzdem boten sich sehr gute Gags, die Avataranspielung (vor allem die offensichtlichen Parallelen zu "Der mit dem Wolf tanzt") war gelungen, weil für mich unerwartet. Butters als Rädelsführer war eines der Highlights der Folge; als er an Wendys Tür mit den Worten "We want answers" gepinkelt hat, musste ich richtig laut lachen. Das Ende war sowieso klasse.
    Trotzdem alles in allem doch etwas langgezogen und mit viel verschenktem Potential.


    :7/10:

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    Myslam


    This is not jumping the shark. This is jumping the shark, coming back, shooting it in the balls, raping it, eating its flesh, consuming its soul, mounting its head on the wall, and doing the same thing to 12 more sharks just to be safe.