Beiträge von Zwerg-im-Bikini

    Fast 2 Jahre kein Update her... vielleicht fragen sich einige ja doch, was aus dem neuen SP-Studio geworden ist. :hm:


    2018 ging es gut voran, aber 2019 hatte ich wegen Umzug, Arbeit und anderer Geschichten ziemlich viel um die Ohren. Weil auch der Angular-Entwickler, der für die Programmierung zuständig war, viel zu tun hatte, pausierten wir eine Weile. Ich baute inzwischen aber an den Grafiken weiter. Diesen Januar waren wir dann wieder in Kontakt und es sollte weiter gehen. Leider passierte dann irgendetwas... ich weiß nicht genau warum, aber er reagierte nicht mehr auf meine E-Mails.


    Nach einigen Monaten des Abwartens begann ich, nach einem neuen Entwickler zu suchen, weil das Ende von Flash am 31. Dezember unaufhaltsam näher rückte. Einen öffentlichen Aufruf wollte ich erst einmal vermeiden, weil ich mich noch daran erinnert habe, dass sich bei solchen Themen sehr viele angebliche Profis melden, bei denen ich aber nur schwer abschätzen könnte, wer mir Nonsens erzählt. Über mehrere Ecken geriet ich an seinen sehr netten Informatik-Studenten, der sich mit Angular auskannte. Wir überlegten, ob er das Projekt übernehmen könnte... und dann war wieder Funkstille. Das alleine führte schon dazu, dass ich in ein Loch fiel, aber dann stellte sich auch noch heraus, dass er schwer erkrankt war. Diesen Grund wünscht man sich am allerwenigsten, wenn sich jemand nicht mehr meldet. Weil er längere Zeit ausfallen würde gab er mir noch einige Denkanstöße zu möglichen Angular-Alternativen mit, und ich machte mich wieder auf die Suche.


    Ich trieb mich dann eine Weile in verschiedenen Foren und auf Discord Servern herum, um mir darüber klar zu werden, ob ich überhaupt bei Angular bleiben sollte. Denn damit gab es einige bislang unlösbare Probleme. War ein auf Spiele spezialisiertes JS Framework vielleicht die bessere Wahl? Oder eine ganz andere Engine? Ich sah mir Phaser an... installierte sogar Unity... kapierte nicht viel... und war inzwischen ziemlich panisch. Ich konnte nicht mehr schlafen und hatte oft schlechte Laune. Meine größte Angst war, dass ich die vielen SP-Studio Besucher enttäuschen würde, die für das Remake Geld gespendet hatten. Und natürlich wollte ich es selber auch nicht verlieren, nach der ganzen Arbeit die ich hineingesteckt hatte. Aber mir wurde immer klarer, dass ich nicht mal eben programmieren lernen kann. Ich brauchte eine passende Sprache und einen passenden Programmierer. So sehr auf Hilfe angewiesen zu sein kannte ich bisher noch nicht, weil ich eigentlich immer gerne selber die Dinge in die Hand nehme. Ich bin normalerweise ein ziemlicher Optimist, aber wegen dieser ganzen Sache ging es mir richtig dreckig...


    Dann hatte ich letzte Woche auf einmal Glück, denn über Twitter schrieb mich jemand an, der in React programmiert. Und das ziemlich gut. Ich berichtete ihm von den Problemen, vor denen wir mit Angular gestanden hatten - und er hatte innerhalb kürzester Zeit eine Lösung parat! Da wusste ich, dass er nicht nur leere Versprechungen macht, sondern wirklich Ahnung hat. Außerdem ist er sehr motiviert und hat mir in den letzten Tagen bereits eine Demo zusammengebastelt. Ich hoffe, dass es so gut weitergeht. :)


    Wenn alles wie vorgesehen klappt, wird gegen Ende des Jahres tatsächlich das neue SP-Studio ohne Flash online gehen können. Möglicherweise werden wir wegen des knappen Zeitplans einige Funktionen streichen und später nachliefern müssen, aber ich denke das wird verkraftbar sein. Immerhin muss die Programmierung von Null starten. Aber es wird dafür einige interessante neue Funktionen und eine noch schickere mobile Version geben. Bald gibt es Neues zu zeigen. :)


    Jetzt bin ich erst einmal unheimlich erleichtert, dass die Sache doch noch eine gute Wendung zu nehmen scheint. Und ich bin sehr dankbar, dass die SP-Studio Besucher Geduld mit mir hatten. Schließlich kann man ja nicht wissen, ob jemand einfach die Füße hochlegt und sich auf dem Geld ausruht, das man gespendet hat.

    Die Idee finde ich richtig gut, denn du hast mit den Flovataren schon lange bewiesen, dass du's drauf hast!


    Und ich kann das Gefühl gut nachvollziehen, dass man seine Kreativität in die Welt hinaus tragen möchte. So schön es ist, etwas einfach für sich selber oder eine Hand voll Leute in einem leicht angestaubten South Park Forum ohne Druck von außen zu machen, ist es doch trotzdem eine besondere Motivation und Bestätigung, Feedback von neuen Seiten zu bekommen. Ich weiß nicht, ob ich dem SP-Studio über all die Jahre treu geblieben wäre, wenn da nicht diese verdammt niedlichen E-Mails von Grundschullehrern gewesen wären, die mir gezeigt haben, wie sie "meine" Figuren für Projekte mit den Kindern benutzen. Man hat das Gefühl, anderen ein bisschen Freude bringen zu können - was gerade in diesem Jahr gar nicht so wenig Wert ist. Und deine Flovatare schlagen in die selbe Kerbe, denn es macht alleine schon Spaß, sie anzusehen. Außerdem haben sie einen eigenen Charakter, was man von den meisten South Park Figuren, die eher auf Akkuratheit der Show gegenüber aus sind, nicht unbedingt sagen kann. Damit hast du finde ich schon ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, mal abgesehen davon, dass du sie gut zeichnest. In der Masse untergehen wirst du damit jedenfalls nicht, weil es weder eine 100%ige South Park Kopie noch Anime-Stil ist. ;)


    Also mach mal! :thumbup:

    Heute wurde ein einstündiges South Park Special angekündigt, das am 30. September ausgestrahlt werden soll:


    Zitat

    Randy comes to terms with his role in the COVID-19 outbreak as the on-going pandemic presents continued challenges to the citizens of South Park. The kids happily head back to school but nothing resembles the normal that they once knew; not their teachers, not their homeroom, not even Eric Cartman.

    The all-new hour-long supersized episode titled “The Pandemic Special” will premiere on Wednesday, September 30 at 8pm ET on Comedy Central.




    Allerdings wird keine neue Staffel erwähnt... aktuell wissen wir nicht, ob die 24. Staffel nur verschoben wurde oder komplett entfallen wird.

    Die beiden Spiele kamen bei South Park Fans besser an als die letzten Staffeln, also würde ich sie definititv empfehlen. :thumbup:


    Was deine Fragen angeht:


    Die TFBW Gold-Edition enthält das Spiel und sämtliche DLC-Packs für das Spiel. Diese kannst du aber hinterher auch einzeln dazu kaufen. Hier haben Lugo und ich sie im Detail beschrieben: https://www.planearium.de/tfbw-dlc.php Meiner Meinung nach lohnt sich die Gold Edition nur, wenn du 100%ig alle DLCs sammeln möchtest... ansonsten würde ich empfehlen, nur die beiden größeren DLC-Packs einzeln zur normalen Edition dazu zu kaufen und den Rest zu ignorieren.


    Die TSOT DLC-Packs sind so günstig, weil sie nur Kostüme erhalten. Die geben Boni, die einem zu Beginn des Spiels helfen. Aber da der Einstieg nicht schwer ist, braucht man sie eigentlich nicht. Und soweit ich mich erinnere, bringen sie im weiteren Spielverlauf nichts, weil man bessere Sachen findet.


    Die Sprache kannst du frei wählen. Die deutsche Version ist nur dahingehend eingscrhänkt, dass Hakenkreuze bei bestimmten Gegnertypen entfernt wurden. TSOT hat nur englische Sprachausgabe.

    Wir sollten uns darauf einstellen, dass die 24. South Park Staffel wegen COVID-19 verschoben wurde. Denn normalerweise kündigt Comedy Central eine neue Staffel mindestens 2 Monate vorher an. :gruebel: Bisher hat sich niemand offiziell dazu geäußert, also wird es dieses Jahr wohl nichts mit dem üblichen September-Termin.


    Es gibt bereits seit letztem Monat Gerüchte, dass der 25.9. der Starttermin sein soll. Die beruhen aber nur auf einem einzigen Tweet eines britischen Streaming-Senders und der wirkt nicht sehr zuverlässig. Wenn es stimmen würde, hätte sich Comedy Central inzwischen bestimmt selber geäußert.

    Die Orginialfiguren sollten auch höchstens am Rande mal eine Rolle spielen, da ich Wiedersprüche zu meiner Vorstellung basierend auf dem Orgininalmaterial nicht ausstehen kann.

    Den Punkt finde ich spannend, denn bei mir ist es genau andersrum. Es schreckt mich direkt ab, wenn OCs in einer Fanfic als Hauptpersonen vorkommen. Ich bin darauf neugierig, wie von mir geliebte Charaktere weitergesponnen werden, aber interessiere mich ehrlicherweise null dafür, welche Figuren sich irgendjemand zusätzlich ausgedacht hat. Das tut mir fast schon leid, weil es ja eine kreative Leistung ist, sich eigene Charaktere zu überlegen. Aber ich konnte mit dem ganzen Konzept nie viel anfangen.

    Leider bekomme ich keine zeigenswerten Ergebnisse hin, weil die App bei mir kaum etwas verändert. Ich habe das Gefühl, sie hält mich wegen der kurzen Haare für einen Mann. :lol: Aber ich sehe mir auch gerne andere Bilder an. Vor allem Gender Swaps von Serien-Casts, da gibt es ein paar überzeugende zu Star Trek (ich hoffe, der Link klappt):


    EaqHiNsX0AIc8T9?format=jpg&name=small


    Allerdings erkenne ich aber die beiden geswappten Schauspieler von KGF nicht. :gruebel:

    Vielleicht solltest du den Link dazu schreiben, damit man die Gruppe findet? :)


    Und ich verschiebe den Thread mal eben in ein anderes Forum, weil hier eigentlich nur Themen reingehören, die das Forum direkt betreffen. Weil es ja keine offizielle Foren-Facebook-Gruppe ist, ist sie im allgemeinen South Park Unterforum besser aufgehoben.

    Ich hatte nie großes Interesse an Fanfics, weil ich wie Flo schon geschrieben hat, erst mal die offiziellen Erzählungen vorgezogen habe. Gerade bei South Park gibt es so viele Folgen, dass ich nie das Bedürfnis hatte, dazu mehr zu brauchen.


    Was ich mit der Zeit außerdem gemerkt habe: South Park ist für mich eine episodische Comedy Serie und überhaupt nicht "character driven". Nicht umsonst wird SP ja häufig mit einer Late Night Show verglichen. Fanfic, die den Charakteren oder ihren Beziehungen untereinander mehr Tiefe verleiht, reizt mich deshalb bei SP überhaupt nicht.


    Dagegen gab es schon ein paar seltene Fälle, bei denen ich einzelne Charaktere in Serien oder Filmen so spannend fand, dass ich danach ein paar Fanfics zu ihnen gelesen habe, weil ich fand, dass ihr Potential nicht ausgeschöpft wurde. Hier kann ich Fanfics etwas abgewinnen, weil es wie ein Spinoff zu coolen Nebenfiguren funktioniert. Viel gelesen habe ich allerdings nie, weil ich es schwer fand, als Laie die Spreu von Weizen zu trennen. Außerdem... vielleicht war es Zufall, aber mir waren viele Enden zu verkitscht. Kann es sein, dass in Fanfics jeder Charakter am Ende verheiratet mit Kind ein hübsches Häuschen beziehen muss, selbst wenn es sich um einen verwegenen Krieger in einer Fantasywelt handelt? :D

    Das ist bei dir wohl ein Extremfall gewesen, und es wundert mich ein wenig, dass diese Person South Park nur mit Sex in Verbindung bringt. Immerhin geht es auch um so ziemlich alle anderen Tabuthemen, wie Gewalt, Rassismus, Religion, usw. Wenn einem nur das besonders auffällt, sagt das wahrscheinlich mehr über die Sexualität dieser Person aus, als über deine als South Park Fan... ;)


    Dass empfindlich oder prüde auf South Park reagiert wurde, kenne ich aber auch von früher. Meistens waren das allerdings etwas allgemeinere Reaktionen, und nicht nur auf die perversen Sexszenen bezogen. Die kommen schließlich gar nicht in sooo vielen Folgen vor. Ich denke mir dann immer, dass es halt eine Serie für Erwachsene ist. Und in den meisten Fällen hatten die Sexszenen für die Handlung ja sogar eine Bedeutung - was man von vielen Hollywoodfilmen nicht unbedingt sagen kann...


    Ob South Park "sexistisch" ist, ist noch mal eine andere Frage. Ich habe mir früher weniger Gedanken als heute darum gemacht, wie frauenverachtend bestimmter Humor in Filmen oder Serien ist, oder ob er Rollenklischees bestärkt. Weil ich es einfach hingenommen habe (. Inzwischen fällt mir das eher auf, weil ich gemerkt habe, was für einen EInfluss es auf unsere Gesellschaft hat, und weil ich selber irgendwann sexistische Sprüche einfach leid war. South Park ist in gewissem Maß sexistisch, weil Klischees über Männer und Frauen vorkommen, die mich manchmal mit den Augen rollen lassen. Allerdings würde man diese wahrscheinlich in vielen Comedy-Serie finden, die von zwei 50 jährigen Männern und ihren Kumpels erdacht wurden. ;) Dafür bricht South Park aber auch immer wieder mit diesen Klischees, und das ist der springende Punkt. Wendy z.B. ist schon öfter die Stimme der Vernunft gewesen, was das angeht. Oder sie nutzen Klischees zumindest für eine Aussage, die gegen Sexismus und Intoleranz steht. Big Gay Al zum Beispiel war bereits in der 1. Staffel ein komplett positiver Charakter, der dafür geworben hat, dass Homosexualität etwas völlig Normales ist. Zusammnefassend würde ich sagen, dass man immer das große Ganze betrachten sollte. In South Park wird sich über so ziemlich jede Personengruppe irgendwann einmal lustig gemacht, und sie wird dabei oft klischeehaft überzogen dargestellt. Aber auf die Botschaften der Folgen kommt es an. Hin und wieder haben sie Mist gebaut, und vor allem in den letzten Staffeln war ich nicht mehr wirklich zufrieden mit den Folgen. Aber ich denke nicht, dass sie Sexismus fördern.

    Angeregt durch spa und Flo, um dem Trend zum analogen Spiel eine würdige Plattform zu bieten, habe ich gerade das ehemalige "PC & Konsolen" Unterforum aufgesplittet. Es gibt ab jetzt stattdessen diese beiden Unterforen:

    • Gesellschafts- & Videospiele
      (mit einem extra Bereich für Threads zu einzelnen Spielen / Spieleserien)
      Für alle Diskussionen über analoge Spiele (Brettspiele, Karten, Pen&Paper,...) und digitale Spiele (PC-Spiele, Konsolen, mobile Games, Let's Plays, Gaming Hardware,...). Forenspiele und Verabredungen gehören aber nach wie vor in die Spielwiese - also alles, wobei wir direkt aktiv werden.
    • Technik & Internet
      Für alle Diskussionen über PCs, Software, Hardware, Internetseiten, Gadgets und Smartphones.

    Wie immer gibt es Überschneidungen. Cheesus' Thread zu unserer D&D Runde kann gerne im Kreativkeller bleiben, weil da ja eine Menge Eigenes drinsteckt. Ab wann ein Internet-Cartoon besser ins Cartoon-Unterforum passt, ist möglicherweise nicht ganz eindeutig. Aber ich denke, so ist das jetzt ziemlich sinnvoll aufgeteilt.

    Falls sich einige wundern, wieso das so schnell ging: Früher wurden solche Entscheidungen in der Regel ausführlich durchgesprochen. Aber ich hoffe, das geht in Ordnung, weil dieses Forum inzwischen ja schon seit längerer Zeit einen ziemlich stabilen Stammuser-Kreis hat, von dem ich die Interessen einigermaßen kenne. Mit mehreren spiele ich regelmäßig Brettspiele. South Park ist für kaum jemanden aus dieser Gruppe noch ein Thema, und deswegen darf der Off Topic Bereich ruhig etwas wachsen.

    Flo Du hattest ja eigentlich angeboten, die Threads zu verschieben, aber ich war gerade so drin und dann ging es relativ fix. Falls dir trotzdem noch etwas auffällt, einfach machen. :)

    Interessant ist natürlich die Frage: Was wäre wenn South Park bereits vor 10 Jahren eingestellt worden wäre? Wäre dann noch weniger los hier oder würde es das Forum überhaupt noch geben?


    Ich denke schon, dass es das Forum dann noch geben würde, weil viele der Stammuser damals schon eher wegen OffTopic gepostet haben. Und ich würde das Forum und das Planearium auf jeden Fall als Archiv online lassen, wenn South Park eingestellt wird. Es gibt ja viele Fan-Foren zu eingestellten Serien.


    Ansonsten, vielleicht wäre es ja auch eine Idee, das mit den "virtuellen Treffen", auch nach Corona, noch irgendwie weiter zu führen oder in die realen Treffen zu integrieren? Allerdings vielleicht auch zu viel Aufwand, der es bei einem Nicht-Jubiläum nicht unbedingt wert wäre...


    Och, die Arbeit ist für mich eigentlich nur die Vorbereitung der Jubiläumsspiele mit Bezug zu den Treffen und dem Forum. Aber wenn wir uns nur ganz normal zum quatschen treffen, TTS Spiele spielen, Musik hören oder Fotos durchgucken wollen, wäre das eigentlich kein Problem. :)

    Für mich ist es eine komische Kombination, weil das SP-Forum trotz der gesunkenen Aktivität hier, anders als andere Foren, die ich besucht habe, nicht einfach nur ein Punkt in meiner Vergangenheit ist. Weil ich z.B. über die D&D Runden, Tabletop Simulator Verabredungen, Filmtreffen mit Sandra und Alex, Brettspieltreffen mit Karin und Flo oder einfach unsere Telegram Gruppen regelmäßig mit mehreren aus dem Forum zu tun habe und euch längst nicht mehr nur virtuell zu meinem Freundeskreis zähle. Diese Ferundschaften bedeuten mir viel. Bei anderen Communities habe ich so etwas nie erlebt und es war immer so, dass sich mit der Zeit alle aus den Augen verloren haben und ich höchstens noch einigen bei Twitter folge. Aber ich bin unheimlich froh darüber, dass es hier anders gelaufen ist, und ich nicht nur spa aus der Blütezeit des Forums mit in die Gegenwart retten konnte - auch wenn das alleine es schon Wert gewesen wäre. ;)


    Aber auch wenn ich durch diese ganzen Aktivitäten mit einem Großteil der alten "Stammuser" einen guten Ersatz für das Forum gefunden habe, trauere ich auch manchmal den Zeiten hinterher, als wir hier richtig aktiv waren und so viel Qautsch passiert ist. Es ist einfach etwas anderes, in einem Forum Diskussionen zu führen als mal eben schnell per Telegram / Twitter / wasauchimmer. Das alles ersetzt für mich eher den SP-Chat, weil man selten noch einmal etwas nachliest und nichts lange ausformuliert. Das macht Spaß, aber mir fehlen die ausufernden Beiträge (wie dieser hier) manchmal.


    Was South Park angeht, spielt die Serie für mich persönlich keine Rolle mehr. Aber ich stimme Sven zu, dass sie zu diesem Forum gehört, und mich hält der Name nicht vom Posten ab. Wir haben den Off Topic Bereich doch schon immer mehr verwüstet als den Rest - als würde uns das kümmern. :D Woran liegt es dann bei mir? Vielleicht hat die Aktivität hier bei uns allen etwa zur selben Zeit langsam abgenommen, weil wir im echten Leben anderes zu tun hatten. Und wenn allgemein weniger geschrieben wird, ist man selber halt auch immer unmotivierter. In meinem Leben wäre aber definitiv noch Platz für das SP-Forum, so ist es nicht. Nur wie? Ich könnte hier mit Leichtigkeit über Filme und Spiele schreiben, aber was wirklich fehlt, sind ja Diskussionen, bei denen man auch aufeinander eingeht. Dafür müssten zur selben Zeit mehr Lust drauf haben, sich wieder zu beteiligen. Und das ist denke ich der Punkt, der schwierig wird. Sonst schreibt man nur ein paar Beiträge aneinander vorbei und es würde schnell wieder versanden.


    Also... keine Ahnung, ob hier noch was gehen könnte. Ich bin an einem Punkt, an dem ich mich von Facebook und co ziemlich abwende und wieder "persönlichere" Plattformen suche. Vielleicht geht es anderen ja auch so, und es kommt irgendwann ein Foren-Revival. Bis dahin wische ich hier einmal im Jahr Staub und lüfte hin und wieder durch.

    Trey Parker hat das ja nicht wirklich gesagt, sondern das Meme wurde wenn ich mich nicht total irre frei erfunden. Und da frage ich mich, was wohl die Motivation dahinter war und aus welchen Kreisen es stammt. Denn die Art wie es formuliert ist (inklusive des Vergleichs von dunkelhäutigen Menschen mit Kacke) und der Zeitpunkt pünktlich zu den BLM Protesten ist schon ein wenig verdächtig.

    Als zweites Beispiel möchte ich die Episode „Goobacks“. Dort wird am Ende als „Moral“ mitgegeben, dass es zwar bedauerlich ist, dass es bei den Einwanderern aus der Zukunft so schlecht es, es durch sie in South Park aber genau so schlecht werden wird. Das könnte meiner Meinung nach auch aus dem Mund eines „gemäßigteren“ Afd-Politikers kommen.


    Diese Folge habe ich glaube ich seit ihrer Erstausstrahlung 2004 nicht mehr gesehen, deswegen musste ich eben erst das Script nachlesen.
    Stan sagt ja eine ganze Menge am Ende:


    "I think it's wrong to call them goobacks because they're no different from us. They're just humans trying to make their lives better. Look, it sucks that the immigrants' time is so crappy, but the cold hard truth is that if we let them all come back to our time, then it's just gonna make our time crappy too. Maybe the answer isn't trying to stop the future from happening, but making the future better."


    Er ist zwar wirklich der Meinung, dass wir nicht alle aufnehmen können, denen es schlecht geht. Das ist etwas, was ich zumindest auf die europäische Situation bezogen, nicht so sehe (wir wissen ja nicht, auf welche Flüchtlinge sich genau bezogen wird). Aber er sagt auch zwei Dinge, die ein AfDler wahrscheinlich nicht so sehen würde: Dass wir alle gleich sind, und man nicht auf die Flüchtlinge herabblicken sollte. Und dass wir helfen sollten, die Fluchtursachen zu bekämpfen, weil wir die Verantwortung tragen.


    Ich stimme dir zu, dass der Part mit dem "...the cold hard truth is that if we let them all come back to our time, then it's just gonna make our time crappy too." für sich genommen heute unangenehm an die Argumente von Rassisten während der Flüchtlings"krise" erinnert. Aber die Folge ist davor entstanden, und ich erinnere mich nicht daran, dass wir sie damals rassistisch fanden. Wenn ich mal so frei sein darf, dich mit deinem Kommentar von 2011 zu zitieren ;) "Das Einwanderungsproblem wurde gut und mit viel Witz dargestellt, ohne ausländerfeindlich zu werden." Und ich hätte dir damals beigepflichtet. Das zeigt denke ich, dass wir dadurch, dass wir uns mehr mit der Fluchtthematik beschäftigt haben, in den letzten Jahren sensibilisiert wurden. Die Frage ist jetzt nur, ob die Folge damals in ihrer Aussage rassistisch war, und wir es nur nicht bemerkt haben... oder ob sie bloß heute auf uns so wirkt, weil bestimmte Phrasen inzwischen nur noch aus rassistischem Kontext kennen. Ich bin mir da selber nicht sicher. Ich war definitiv früher weniger sensibilisiert für das Thema als heute. Aber ich sehe in diesem Fall die Moral der Folge nicht ganz so kritisch, wenn man sie im Gesamten betrachtet. Dass wir alle gleich sind und der privilegierte Teil der Weltbevölkerung den ärmeren Ländern helfen sollte, halte ich auch heute noch für eine Aussage, die ich unterschreibe. Und wenn man das Ganze darauf bezieht, dass wir die Umwelt schützen müssen, um durch den Klimawandel bedingte Massenfluchten in der Zukunft zu verhindern, dann auch.


    Aber das ist natürlich nur meine Sichtweise.

    Worin bestände denn z.B. der satirische Charakter in der besagten Folge über den Mel Gibson-Film?

    Cartman inspiriert der Film dazu, seinen sowieso schon in ihm schmlummernden Judenhass voll auszuleben. Selbst als alle anderen am Ende verstehen, dass Mel Gibson ein Trottel ist, dem man nicht folgen sollte, bleibt Cartman dabei. Das hat finde ich schon deutliche Parallelen zu z.B. den rassistischen Trump-Fans, die ihn selbst dann noch unterstützen, wenn er den größten Quatsch von sich gibt. Und ebenfalls unter dem Vorwand, gute Christen zu sein. Solche Menschen gab es ja schon vorher, sie wurden nur in den letzten Jahren präsenter. Damals war Cartmans Hitler-Darstellung so überspitzt und Hitler galt allgemeinhin so eindeutig als Verkörperung des Bösen, dass die Folge für mich gut funktioniert hat.


    Einen anderen Punkt an der Folge finde ich fragwürdiger als Cartmans Darstellung... damit kommen wir zu etwas, was ich South Park wirklich vorwerfe. Und zwar sind Trey Parker und Matt Stone immer mal wieder der Meinung, dass es nicht der Mühe Wert sei, sich über einen Misstand aufzuregen. Oder zumindest bleiben sie in ihrer Aussage schwammig, anstatt klar Position zu beziehen. Das wurde in den letzten Jahren immer auffälliger im Vergleich zu den frühen Staffeln, als es oft sogar noch die klare Moral am Ende der Folgen gab.

    In "Die Passion des Juden" sagen sie, wenn ich mich richtig erinnere, im Grunde folgendes aus: Mel Gibson ist ein Dummkopf und sein Film ist scheiße. Aber selbst wenn er antisemitisch ist, ist es am besten, ihn zu ignorieren. Sollte man das wirklich? In späteren Folgen wie "Safe Space" wird das noch deutlicher. In dieser Folge ging es darum, wie man auf Hasskommentare im Internet reagieren sollte. Die Aussage ist nicht ganz eindeutig und wurde von vielen Zuschauern so verstanden, dass es albern sei, sich vor negativen Kommentaren schützen zu wollen. Ich habe nach dieser Folge viele South Park Fans gesehen, die meinten: Genau, legt euch halt ein dickes Fell zu, wenn ihr im Internet unterwegs seid! Das fand ich furchtbar, weil ich weiß, welche Macht Hasskommentare haben. Ich weiß nicht, ob das die Absicht hinter der Folge war... aber selbst wenn nicht, muss ich Trey Parker und Matt Stone vorwerfen, dass sie eine sehr fragwürdige Botschaft verbreitet haben. Auch die PC Babys aus den neueren Folgen sind so ein Fall. Sie wurden als Parodie auf übertriebene Political Correctness eingebaut, weil South Park traditionell gegen alle schießt. Das mochte ich eigentlich auch mal an der Serie. Nur sind die Zeiten gerade etwas Spezielles. Was vor 20 Jahren noch harmlos war, wird heute dankend von Alt-Right Kreisen aufgenommen und verbreitet. Nicht alle, die die PC Babies lustig finden, haben natürlich solche Ansichten. Aber sehr viele mit solchen Ansichten fühlen sich durch sie bestätigt.


    Ich denke auf keinen Fall, dass Trey Parker und Matt Stone Rassisten sind. Schon alleine wegen dem, was man über ihre Familien weiß, und weil sie sich in den Folgen oft genug gegen Rassismus positioniert haben. Aber ich denke, dass es heutzutage immer schwieriger wird, die alte "wir sind neutral und verarschen jeden gleich" Schiene zu fahren, ohne dabei dann doch einer Seite (und das ist in diesem Fall die mit den Rassisten und Sexisten) mehr in die Karten zu spielen. Das ist das selbe Problem wie mit etablierten Videospielefirmen, die auf Teufel komm raus behaupten, unpolitisch zu sein. Und vor 20 Jahren etwas zu feiern, weil es nicht politisch korrekt war, war auch etwas anderes, als heute.

    Cartman war für mich immer eindeutig eine negative Figur, die in erster Linie Dummheiten von sich gibt und fragwürdige Meinungen vertritt. Vernünftige Ansichten kamen von Stan und Kyle, während Cartman laut Trey Parker und Matt Stone als das böse, dumme Kind konzipiert wurde. Dass sie darauf abzielten, dass ausgerechnet er zu einer Kultfigur wird, würde ich nicht bestreiten... aber beliebt zu sein, muss ja nicht bedeuten, dass er eine Vorbildfunktion haben soll. Denn die haben viele beliebte Filmböesewichte auch nicht.


    Trotzdem finde ich die Idee zu dem Thread gut, denn ich habe auch schon oft über Rassismus und South Park nachgedacht. Was mir dabei immer wieder auffällit, ist, dass es zwei Sichtweisen gibt: Die, wie etwas gemeint ist... und die, wie es von den Fans verstanden wird. Fast alle South Park Fans, die ich kennen lernen dürfte, waren eindeutig gegen Rassismus und verstanden South Park als Satire, die der Gesellschaft mit Cartmans Verhalten einen Spiegel vorhalten will. Aber es gibt leider genügend Ausnahmen. Nazis benutzen South Park Zitate völlig unironisch, und dazu zählt dann natürlich vor allem Cartman. Damit wird die Botschaft ins Gegenteil verdreht. Ich selber würde heute auf keinen Fall mehr aus dem Zusammenhang gerrissene Stellen aus South Park auf der Straße zitieren, weil mir inzwischen klar ist, wie sie auf Außenstehende wirken. Aber bei dem, was andere Fans völlig unreflektiert so von sich geben, wird mir schon manchmal ein kleines bisschen schlecht (Klassiker: Juden-Beleidigungen).