Beiträge von Curculio

    Ich mag auch lieber die alten Folgen mit Kennys Tod, wenngleich es freilich besser ist, dass man damit aufgehört hat, wenn keine guten Ideen mehr kamen, als dass man es bis zur Einfallslosigkeit ausgelutscht hätte. Umso schöner, wenn so ein alter Running-Gag dann hin und wieder doch einmal wieder aufgegriffen wird, wenn man nicht mehr damit rechnet (wie etwa in "The List"). Ähnlich ist es mit Stans Kotzen bei Wendy.

    Nicht speziell Cartman, aber mein "Lieblingsschimpfwort" aus SouthPark generell ist "verdammte Mistsau" - ein Schimpfwort, das ich außer in SouthPark noch nirgendwo gehört oder gelesen habe und das wahrscheinlich ein Neologismus der SouthPark-Übersetzer ist. So weit ich weiß, steht im englischen Original dabei meistens irgendwas ("dirty", "fucking",...) mit "bastards". Cartman sagt das sicher auch das eine oder andere Mal.

    Es ist wohl nicht nur die "kostbare" Sendezeit für Werbeeinblendungen, sondern auch die Furcht der Sender, der Zuschauer könnte während des Abspanns bereits umschalten und auf einem anderen Sender hängen bleiben. Wenn es dagegen gleich im Programm weitergeht und man, bevor die alte vorbei ist, bereits in die nächste Sendung beziehungsweise die Vorschau darauf hineingeworfen wird, bleibt man eher auf dem Sender. Das macht diese ärgerliche Sache aber freilich nicht besser.

    Mich stört der abgeschnittene Abspann auch; bei manchen Folgen hat auch die Musik beim Abspann noch einen Bezug zur Folge und gehört dann auch dazu.
    Was die Anfangszeiten angeht, kann man sich meiner Meinung nach aber nicht über ComedyCentral beschweren. Wenn ich da an alte RTL-Zeiten denke, als mit der angekündigten Sendezeit vollkommen willkürlich umgegangen wurde, ist es jetzt schon vergleichsweise komfortabel.

    Zitat

    Original von Kyle Fan
    Ach und Nein, ich denke nicht, dass "Ohnmacht gegenüber herrschenden Autoritäten" der Hauptgrund für Jugendliche ist sich einer bestimmten Gruppe anzuschließen oder gar Atheismus.
    Was'n Hirnschiss.


    Das Phänomen des "Schüleratheismus" ist wissenschaftlich untersucht. Jugendliche, die sich Autoritäten wie Lehrern und Eltern gegenüber machtlos fühlen und keine Chance haben, gegen diese aufzubegehren, begehren stattdessen gegen eine Autorität auf, die sich offenbar nicht wehren kann; die man etwa beleidigen kann, ohne dafür bestraft zu werden, nämlich Gott. Die malen einem dann Pentagramme auf die Religionsarbeiten und freuen sich darüber, weil sie es einem ja damit gezeigt haben. Wirkliche Atheisten, bei denen das andere Gründe hat, sind die aber deshalb noch nicht.
    Aber warum sollte man sich denn auch über solche psychologisch belegten Tatsachen informieren, wenn man es einfach als "Hirnschiss" abtun kann. Vielleicht solltest du statt der Haltung "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal herumpöbeln" mal die ähnlich lautende Weisheit von Dieter Nuhr beherzigen.
    Ebenfalls sehe ich Anspielungen nicht als Notwendigkeit, sondern sage nur, dass eine Folge, die voller Anspielungen steckt, lustiger für jemanden ist, der deren Hintergrund kennt. Was anderes habe ich nie gesagt.
    Und es ist wunderbar in Bayern zu leben.

    Zitat

    Original von Kyle Fan
    Ich kenne die Original High School Musical auch nicht.


    Unglaublich ich kann auch ohne Anspielungen lachen. O.o 8o


    Natürlich hatte jene Folge auch abseits der Anspielungen ihre lustigen Seiten, etwa den ehrgeizigen Vater, der nicht will, dass sein Sohn sich sportlich statt musisch betätigt, was ja normalerweise eher umgekehrt ist. Trotzdem denke ich, dass einem die Folge wesentlich mehr zusagt, wenn man das High School Musical gesehen hat. Und deshalb hat mir persönlich die aktuelle Folge besser gefallen. Per se!


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    Original von Kyle Fan
    Informatiklehrer mangel,? 8o Wo? Also in Unseren Schulen definitiv nicht.


    Ich weiß nicht, wie es in anderen Bundesländern und in anderen Schularten ist, aber bei uns an den bayerischen Gymnasien sind Informatiklehrer absolute Mangelware. Da müssen dann Mathematiker und Physiker einspringen und wenn die vielleicht schon etwas älteren Semesters und auch privat nicht computerinteressiert sind, kanns schon so zugehen wie bei Mr. Mackey.

    Eine "per se" sehr gute Episode. Nachdem mich 1213 - Elementary School Musical eher gelangweilt hatte (ich kannte ich auch die reale Vorlage nicht, weshalb mir die Anspielungen nichts gesagt haben), konnte ich hier mal wieder richtig lachen. Das ging schon bei Mr.Mackey los, der versucht hat, ohne irgend eine Ahnung Informatikunterricht zu erteilen (beim derzeitigen Mangel an Informatiklehrern, der dann von fachfremden Mathematikern ausgeglichen werden soll, auch bei uns Realität) und setzte sich bei den Jugendkultur-Modeerscheinungen fort, die hier prächtig durch den Kakao gezogen wurden. Butters war wohl der einzige, der das Vampirsein wirklich ernst genommen hat (was man an seinem alten Professor-Chaos-Lachen erkennen konnte), weil er sich damit gegen die herrschende Autorität seiner Hausarrest verteilenden Eltern (der alphabetisch geordnete Vorratsschrank als perfektes Symbol für deren Regulierungswut) auflehnen wollte. Diese Ohnmacht gegenüber herrschenden Autoritäten ist ja wirklich der Hauptgrund für Jugendliche, sich okkulten Szenen oder einem demonstrativen Atheismus anzuschließen, was hier herrlich persifliert wurde. Als außerdem typische Schulepisode alten Stils war diese Folge ganz nach meinem Geschmack!

    Eine tolle Episode. Mal wieder eine richtig schöne Schulgeschichte, mit Mr. Garrison und Mr. Mackey und man hatte sehr interessante Einblicke in Cartmans Wesen. Die 12. Staffel ist wirklich vielversprechend, dass die Ideen für gute SouthPark-Folgen noch lange nicht ausgegangen sind.

    Ich fand die Folge sehr schwach. In dem Indiana Jones - Handlungsstrang war das Originelle schnell ausgelutscht und bestand dann nur noch aus einem einfallslosen Wiederkäuen desselben Witzes. Ich habe überhaupt nichts gegen RunningGags, aber hier war es einfach langweilig. Die Cartman-Butters-Geschichte war auch nicht sehr originell. Es wirkte irgendwie konstruiert: Cartman entwickelt eine rassistische Verschwörungstheorie, Butters will eigentlich nichts falsch machen und rast dabei in die Katastrophe; alles wie gehabt. Lustig waren nur bestimmte Einzelszenen, etwa Butters in der Badewanne oder wie Cartman ihn zurechtweist, weil er gegen wesentliche moralische Grundsätze verstößt, indem er anderen Herren ins Glied schießt.
    Aber nur deshalb muss man meiner Meinung nach auch nicht die ganze Folge aufgrund bestimmter Ereignisse verschieben. Das war übertrieben. Wer sich mit aktuellen Ereignissen beschäftigen will, schaut nicht ComedyCentral, und wer ComedyCentral schaut, tut das vielleicht bewusst, um sich von den traurigen Geschehnissen, die er den ganzen Tag auf anderen Kanälen verfolgen musste, etwas abzulenken.

    Also ich fände es schön, wenn wieder ein paar Geschichten alten Stils kommen würden, die auf den Ort SouthPark und die Provinzcharaktere zugeschnitten sind. Mit Officer Barbrady, Jimbo und Ned, vielleicht ein paar Schulgeschichten um Mr. Garrison und Mr. Mackey undsoweiter. Vielleicht könnten auch die Aliens mal wieder auftauchen. Es wurde ja schon mehrfach drüber diskutiert, dass sich die Serie eben weiterentwickelt hat und für die Dorfgeschichten möglicherweise auch schon die Ideen ausgegangen sind; trotzdem fallen mir die alten Geschichten eben besser. Ich finde, dass etwa Major Boobage (1203) ein Stückchen in diese OldSchool-Richtung geht. Nur auf Mr. Hankey verzichte ich gern. Dafür könnte Stan ruhig mal wieder kotzen.

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    Original von argonaut
    Dafür muss man sich mit den Eltern die meiste Zeit des Lebens im Kindes- und Jugendalter abgeben.


    Vor allem, wenn man dauernd zu Hause ist, weil man ständig Hausarrest bekommt, so wie Butters.

    Also vom Sessel gerissen hat es mich nicht.
    Man hätte aus den YouTube-Stars wirklich mehr machen können (irgendwie haben die mich an die Insel der unfähigen Maskottchen erinnert; nicht nur wegen des Pandas). Immerhin kennt auch SouthPark noch Tabus, wo es aber auch sein muss: alle YouTube-Stars wurden theatralisch getötet, nur das lachende Baby nicht (ebenso das Pandababy).
    Der Kumpel-Freund-Alter-Running-Gag bei den Kanadiern ging mir beim zweiten Mal schon auf die Nerven. Also im Vergleich zur letzten Folge der zwölften Staffel ein deutlicher Abstieg.

    Aber dieser Tabubruch geschieht eben vor allem aus deutscher Sicht. Die USA dagegen haben, wenn man von geschichtlichen Altlasten ausgeht, die solche Tabus verursachen, gegenüber Token wesentlich mehr historischen "Dreck am Stecken" als gegenüber Kyle. Aber auch mit diesem Thema wird in SouthPark gewohnt locker umgegangen.

    Nun, ich würde zunächst in Frage stellen, ob die Witze über Juden in SouthPark wirklich alle als antisemitisch zu bezeichnen sind, also aus einer feindlichen Haltung heraus entstehen. Schließlich ist der Umgang mit den Juden in den USA wesentlich unbelasteter als hierzulande, so dass problemlos ein humorvoller Umgang mit diversen Klischees möglich ist, so wie wir das bei uns vielleicht mit Witzen über Österreicher (oder auch umgekehrt über Deutsche!) machen können, hinter denen ja auch kein Hass steckt. Bei uns wird natürlich jeder humorvolle Umgang mit den Juden gleich in die antisemitische Ecke gesteckt. Aber eigentlich ist ein Witz über den geldgierigen Juden nicht allzu viel schlimmer als ein Witz etwa über den sparsamen Schotten - solange er natürlich nur aus reinem Humor gemacht wird, und nicht, um diese Menschen wirklich in Verruf zu bringen.
    Zudem muss man sagen, dass SouthPark sich über alle möglichen Bevölkerungsgruppen lustig macht, und das unter anderem auch, um die ganzen Gutmenschen zu provozieren, die sich dann darüber beschweren. Mir fällt dazu Harald Schmidt ein, der einmal gesagt hat, dass er sich mit seinen Polenwitzen in Wirklichkeit nicht über Polen lustig macht, sondern über diejenigen, die sich so furchtbar darüber aufregen.

    Zu dieser Folge muss ich jetzt doch mal fragen: wem ging es genauso?
    Für mich ist nämlich das Lustigste an dieser Folge, dass sie mich daran erinnert, dass meine Eltern mich früher auch mit Windpocken anstecken wollten, als meine große Schwester daran erkrankt war. Wir mussten zwar nicht "Igittigittmäulchen" spielen, aber sie haben mich doch immer wieder zu ihr geschickt, damit wir in ihrem Zimmer spielen, in der Hoffnung, dass die Krankheit bei mir in in jungen Jahren ausbricht. Allerdings hat mein Immunsystem meinen Eltern einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Krankheit ist nicht bei mir ausgebrochen. Aber ich kann trotzdem den Zorn der SouthPark-Kinder über diese absichtliche Ansteckung voll und ganz nachvollziehen und frage deshalb, wem es hier genauso ging.

    Die "coolsten" Eltern, vor allem in Bezug auf den Vater, hat auf jeden Fall Mr. Garrison.
    Denn welcher Vater würde schon auf die Idee kommen, einen, ähm, jungen Mann dafür zu engagieren, auf solche tatkräftige Art und Weise den Konflikt mit seinem Sohn aus der Welt zu schaffen?