Beiträge von fatbeard

    Zitat

    Original von dat_kasu
    fatbeard: inwiefern hat sich Kyles Umgang mit Cartman verändert? Dasselbe Verhalten hat Kyle schon in "Cartman's Incredible Gift" gezeigt, als er ihn ermutigt hat, vom Dach zu springen.


    The F*ck?!! :)
    Da hast Du natürlich völlig recht, das hab ich total vergessen (gutes Zeichen dafür, dass ich die Folge dringend mal wieder schauen sollte). Aber irgendwie kommts mir persönlich schon wie eine Steigerung vor. Während ich Kyles Anfeuerungsversuche ("DO IT! JUMP ALREADY!") damals eher noch als komödiantische Variante wahrgenommen habe, hat mich Kyles Vorgehen dieses mal weitaus mehr beeindruckt. Aber wie gesagt, ich werde mir die andere Folge nochmal geben.


    Gruß und Yohoho,
    fatbeard

    Als Cartman gleich zu Beginn in der Kantine angerannt kam und total aufgeregt "You guys! You guys!" schrie, war mir sofort klar dass diese Folge sehr, sehr lustig werden würde. Und so kam es dann auch. Mit der dümmsten Idee des noch jungen Jahrtausends und "mi mother's crrredit carrrrd" bewaffnet gings also ab nach Somalia.


    Mal ab von der üblichen, genialen Satire, der Situationskomik und den wohldosierten Slapstickeinlagen abgesehen sind zwei Dinge besonders erwähnenswert:
    1. Kyles Umgang mit Cartman hat sich verändert.
    2. Das Ende war _richtig_ übel.


    Dass Kyle jetzt von offensichtlich offensiv auf hinterhältig umgesattlet ist, ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass sich die Charaktere verändern - im Gegensatz zu den Simpsons etc. Auch dass er am Telefon bestätigt, dass es nur darum ging ihn in den Tod zu schicken ist echt eine neue Seite von Kyle, die er so noch nicht gezeigt hat. Ich finds aber gut, Kyle vs. Cartman war noch nie unlustig.


    Das Ende war mal wieder ein echter Schocker, den ich eigentlich nur mit Britneys "no top of my head"-Look vergleichen kann. Es war auf eine Art saukomisch, aber hat mich dann doch ziemlich abrupt aus der Piratenromantik zurück in die Realität geholt. Nicht nur, dass all die Piraten mit denen die Kinder eben noch gesungen haben, mit Leichtigkeit ausgelöscht wurden ("Do not hit the white ones"). Das krasseste daran war aber das eine Wort, dass einer der Schützen anschließend sagte: "Clear". Viele Menschen schaffen es mit wenigen Worten viel zu sagen, aber ich habs selten erlebt dass einer es geschafft hätte, so viel mit nur einem Wort zu sagen. Cartmans Reaktion hat mich dann aber wieder besänftigt und die Folge elegant ausklingen lassen.


    Das Eindrucksvollste an der Folge war für mich, mit welcher Leichtigkeit mal wieder bewiesen wurde, wie blöd wir doch alle sind. Die Kinder sind mit romantisierten und stilisierten Piratenfantastereien aufgebrochen, die jeder von uns teilt oder wenigstens kennt, um dann "da unten" auf die knallharte Realität zu treffen, die unsere Vorstellungen von Piraterie in der Luft zerreißt. Ich wette viele (ich eingeschlossen) haben auch - im Geiste - so eine Reise gemacht, als sie von der Sache im Netz oder in der Zeitung lasen. Aber um wirklich anzukommen hab' ich wohl Captn Fatbeard gebraucht. Klar, wenn ich mich am Wochenende wieder um den Verstand saufe ist alles wieder vergessen, aber bis dahin ziehe ich meinen Hut und singe "Thanks for (all) the fish" :)


    (Ja, is lang. Mir war langweilig :p)

    Mit der aktuellen Staffel bin ich ein wenig im Zwiespalt. Während die meisten Folgen gut bis genial sind, hat mich Eat, Pray, Queef einfach nur angeödet, wahrscheinlich weil ich persönlich kein Problem mit "Frontalfürzen" habe und auch niemanden kenne, der sich über sowas aufregt. Außerdem waren Terrance und Philip schon seit der zweiten Staffel ein Garant für unlustigen Schwachsinn (Ausnahme: I'm not your buddy, friend!).


    Die Fishsticks-Folge hat mich auch ziemlich gelangweilt. Die Satire war mir zu plump und bemüht und jeder der nicht gerade geistig benachteiligt ist, hats dann auch irgendwann begriffen. Cartman konnte das sinkende Schiff in meinen Augen noch retten und gab dem Zuschauer mal wieder einen sehr lustigen Einblick in seine kranke Psyche.


    Pinewood Derby war toll, wenn auch wieder die Moral von der Geschicht etwas zu langatmig präsentiert wurde um noch als geschickt platziert zu gelten. Randy zu beobachten, wie er seinen Sohn als Projektionsfläche benutzt und als Princess Leia unterwegs ist ist einfach unbezahlbare Unterhaltung. Und wer hats denn bitteschön kommen sehen, dass Baby Fart McGeezaks gar kein Verbrecheralien ist? Nur Schade, dass Nokia... ähm Finnland umgelegt wurde :)


    Magaritaville (das Teil gibts übrigens wirklich) fand ich auch super, auch wenn mich die Kyle Christus Metapher nicht wirklich überzeugt hat und Cartman wohl gerade nicht da war. Stans Oddysse hingegen hat mich immer wieder zum Lachen gebracht und das kopflose Huhn war ein Brüller.


    The Ring... hm... diese Episode werde ich trotz ihrer Schwächen immer wieder sehen und zwar einzig und allein wegen Mickey:
    "You don't *kick* fucking *kick* talk to me *kick* like that!" :D


    The Coon ist genial und endlich mal wieder eine Folge ohne starke politische oder gesellschaftliche Bezüge (außer Batman, natürlich :)). Auch als Superheld kann Cartman einfach nicht anders, als seine wahre Natur zu offenbaren und sich mit Prof. Chaos zu verbünden, der sich endlich von der fiesen Morgensternattacke erholt hat.
    The Coon: "Now I'm over here" (zwei Meter weiter rechts)


    Bleibt noch Fatbeard, die Folge die zusammen mit The Coon Platz Eins in meiner persönlichen Bestenliste belegt. Endlich mal wieder ein Punktsieg für Cartman, der, nachdem er von Wendy auf die Fresse bekommen hatte, in letzter Zeit ziemlich viel einstecken musste. Die Szene mit dem verstrahlten Fisch ist wohl das Lustigste, was ich seit laaaangem gesehen habe und die Satire ist auf den Punkt.
    Pirat: We're going to start killing [the children]! Starting with the fat one!
    Cartman: Yeah, that's good and now you say AAAARGHHH!


    Alles in allem nach wie vor genial :)