Beiträge von En Man

    Erstmal möchte ich mich bei Zwerg-im-Bikini für den Guide bedanken, es ist sonst wirklich nahezu unmöglich die 100% zu erreichen. Egal wie aufmerksam man spielt und wie viel Mühe man sich auch macht, viele Erfolge sind sonst einfach nicht machbar.


    Nun gut, mittlerweile habe ich die 100% auch geschafft und blicke auf einige schöne Stunden zurück aber, so sehr ich South Park und dieses Spiel auch liebe, um Kritik kommt es leider nicht herum. Es ist kaum zu bestreiten, dass der geleistete Fanservice wirklich gelungen ist aber dennoch habe ich einiges vermisst und auch generell noch auszusetzen. Gleich vorweg: Der Stab der Wahrheit ist zu leicht. Ich bin ein großer Freund von verstellbaren Schwierigkeitsgrade, so das jeder einen Zugang zum Spiel seiner Begierde findet, ohne gefrustet zu sein aber das funktioniert hier leider gar nicht. Selbst auf "Schwer" ist das Spiel noch unglaublich einfach und wirklich fordernd wird es nie. Mir hätte es gefallen, wenn man einen Schwierigkeitsgrad geboten bekommen hätte, der einen wirklich richtig fordert und es einem auch mal schwer macht. Der erfahrene Rollenspieler kommt hier eindeutig zu kurz und wenn man, kurz bevor mal Der Stab der Warheit gespielt hat, noch Dark Souls eingelegt hat wie ich, fühlt man sich doch arg unterfordert. Auch das Skillsystem und die gegebenen Möglichkeiten, lassen nicht viel Freiraum um sich taktisch zu entfalten. Nicht das der Schwierigkeitsgrad dies hätte nötig werden lassen aber mir fehlt das doch sehr. Ein größerer individueller Freiraum hätte dem Spiel, als Rollenspiel, doch sehr gut getan, denn mit wem man nun rum läuft ist im Grunde irrelevant und vier Skills, bieten auch nicht gerade viel Spielraum.


    Über die spielerischen Defizite kann ich aber noch hinweg sehen. Ich habe mit Der Stab der Wahrheit nicht gekauft weil ich ein Rollenspiel spielen wollte, sondern weil es South Park ist und das habe ich auch bekommen aber auch hier wurde, in meinen Augen, noch Potential in den Sand gesetzt, der dem Umfang des Spieles auch gut getan hätte. Die Hölle, das Raisins, die Mall, der Vampire-, Emo- und Goth Kids Konflikt, Mephesto. Alles Charaktere und Orte die mir gefehlt haben und die man ohne weiteres hätte einbauen können, in das Gefüge des Spiels. Warum zum Beispiel keine längere Nebenquest Reihe mit den Goth Kids in den der Konflikt tiefer aufgegriffen wird, warum keine Hölle, gerne auch mit Hitler, der wunderbar zu den Nazizombies gepasst hätte, warum kein Mephesto der den verrückten Wissenschaftler mimt und ebenfalls an der Lösung beteiligt sein möchte, warum keine Raisinsgirls für den Kampf gewinnen müssen und gleichzeitig hätte man dort auch eine Anspielung auf Butters Liebelei spinnen können, damit der angezeigte Beziehungsstatus auch noch seinen Nutzen findet? Alles Frage, die mir nach dem ich das Spiel beendet habe durch den Kopf schwirrten. Klar, keiner möchte ein Spiel mit unnötigen Längen und Der Stab der Wahrheit hat es geschafft durchgehend zu funktionieren aber ich glaube nicht, dass diese Erweiterungen, dem ein Abbruch gewesen wäre. Ich hoffe, auch wenn sich bis jetzt eher dagegen ausgesprochen wurde, dass noch ein DLC oder ein DLC Paket folgen wird, welches ein paar weitere Inhalte bieten wird. Läuft man nämlich nach dem Spiel noch zu Kyle, sagt er ja, dass es fürchtet, dass Cartman noch etwas vor hat - so komplett abgeschlossen wirkt das nicht.


    Das klang jetzt in den ersten beiden Absätzen so, als wäre es kein gutes Spiel gewesen aber es ist eher die "Trauer" darüber, dass dieses Spiel einen Abspann hat. Gerne hätte ich einfach mehr gesehen und wäre auch gerne mehr gefordert worden. Ansonsten handelt es sich um ein großartiges Spiel, welches durch und durch unterhält und einfach Spaß macht. Für ein paar Stunden darf man ein Teil von South Park sein, ein Traum wird wahr. Allein schon dafür, kann man dem Spiel eigentlich nichts übel nehmen, denn auf dieses Erlebnis wartet der geneigte Fan schon einfach zu lang. Wir haben hier ein wirklich tolles Spiel bekommen aber ausbaufähig ist es sicher noch und es wäre sehr schade, wenn man auf DLCs verzichten würde und das Projekt, mit dem Hauptspiel schon, "stirbt".


    Mal schauen was die Zukunft bringt...

    Das klingt insgesamt nach einem schönen Sonntagabendprogramm.
    Die Namen der Folgen gefallen mir weitestgehend auch recht gut und das "Taming Strange" nicht sonderlich leicht ins Deutsche zu übertragen ist, war abzusehen. Warum sie aber "Black Friday" nicht einfach gelassen haben, verstehe ich auch nicht ganz. Vielleicht weil der Begriff in Deutschland nicht sonderlich bekannt ist? Obwohl, dann macht das mit "Red Robin" auch keinen Sinn mehr, dass kennt ja hier auch niemand. Sonst gibt es aber nicht viel auszusetzen. Passt.
    Mit der vermeintlichen "Weltpremiere" ist den Guten wohl ein Fehler unterlaufen. Ich denke das sollte mal eine Deutschlandpremiere werden.
    Hach, ich freu mich. Das wird ein schöner Abend.

    Großartig. Wohl eines der besten "I learned something today" der South Park Geschichte und das aufgrund seiner enormen Aktualität, im Großen, wie aber auch im Kleinen. Dieses Prinzip was dort so harsch in die Kritik genommen wird hat sicher jeder schon einmal erlebt und im großen Stil hören wir davon regelmäßig in den Nachrichten.
    Es ist wirklich bedauerlich das sie diese Folge(n) gestrichen haben und der "durchschnittliche" South Park Zuschauer sie nie zu Gesicht bekommen wird.
    Auch wenn das wirklich enttäuschend ist muss man Comedy Central aber auch einiges zu Gute halten, würde ich behaupten. Andere Sender hätten vermutlich mit South Park schon wesentlich öfter ihre Probleme gehabt und ich halte Comedy Central schon für einen Sender der South Park nicht gerade an der kurzen Leine hält.
    Ich bin auf jeden Fall froh das es die Audiospur doch noch in die weiten des Internets geschafft hat.
    Großartig. :thumbup:

    Ich freue mich schon riesig auf das Spiel und habe es für den PC bereits vorbestellt - mit dem Risikofaktor das ich es vielleicht nicht ganz zum laufen bekomme. Bis jetzt weiß ich noch nicht wie es um die Anforderungen steht aber ich spekuliere einfach mal darauf, dass sich diese im Rahmen halten werden. Mal schauen, wenn nicht muss ich noch sehen wie ich das veranstalte.
    Den Steamzwang finde ich nebenbei ein wenig schade. Ich bin sonst immer recht froh, wenn ich ein Spiel ganz alt modisch installieren und offline spielen kann - dafür verzichte ich auch liebend gerne auf irgendwelche Trophäen oder Erfolge aber nun gut, man kann nicht alles haben.


    @ Alenny


    Eine Zensur wird jetzt wohl nicht mehr greifen, das Spiel kam mit einer 18er Wertung durch die FSK und aufgrund des Grafikstiles glaube ich auch nicht das dort irgendwelche eingriffe vorgenommen werden. Das einzige, was wohl abhanden kommen wird, sind bestimmte Symboliken. Wie ich South Park kenne wird auch das Spiel nicht ohne Hakenkreuze auskommen und ich glaube die werden wir wohl nicht zu Gesicht bekommen. Mittlerweile sind die FSK und USK schon etwas "kulanter" geworden im Bezug auf die Gewaltdarstellungen.

    Schwierig. Ich bin ein großer Freund der Goth Kids und somit hat "Goth Kids 3: Dawn of the Posers" schon eine besondere Stellung, auch wenn ich meinen Vorrednern absolut zustimme, wenn sie sagen, dass die Folge nicht der große Wurf war. Jedoch fand ich die Emo-Thematik sehr amüsant umgesetzt und auch diese Diskussion, im Bezug auf die Unterschiede, war durchaus unterhaltsam. Als großer Fan von Edgar Allan Poe war es auch absolut genial diesen mal in South Park zu erleben. Die Auflösung war allerdings wirklich etwas schwach aber insgesamt trotz Allem noch eine solide bis gute Folge. Hervorzuheben in dieser Staffel ist die Trilogie die mit der genialen Folge "Black Friday" seinen Anfang genommen hat. Ich fand sie durchweg sehr gelungen. Ich empfand auch den Abschluss "Titties and Dragons" als keineswegs langweilig. Insgesamt absolut gelungen auch wenn die Themen, die direkt an der Oberfläche aufgegriffen wurden, bei weitem nicht so hochtrabend sind wie in manch anderen Folgen - zwischen dem Hunger in der dritten Welt und einem Konsolenkrieg liegt doch einiges.


    Nebst der Trilogie und der Goth Kids Folge bot die Staffel aber auch weiteres. Mit "Let Go, Let Gov" hatte die Staffel einen eher schwach Start hingelegt. Einige Gags waren zwar durchaus gelungen (Bsp. als Cartman von seiner Akte erfährt.) aber insgesamt wurde das Thema doch fast noch zu sanft behandelt. Hier wurde eindeutig Potential verschenkt und auch wenn ich Intention und Aussage durchaus gut finde, ich habe mir mehr erhofft. Mit "Informative Murder Porn" hat die Staffel jedoch wieder eine super Folge in petto und bietet eine Folge die den Kern wunderbar trifft und wie gewohnt absurd und überspitzt darstellt. Die Dialoge sind auch absolut gelungen (Bsp. das schlagen gegen Bäume für Holz) und unterhalten wunderbar. "World War Zimmerman" folgt und hat für den deutschen Zuschauer natürlich ein kleines Problem im Gepäck, das Thema ist hier nicht so präsent gewesen wie in den Staaten und wenn man mit dem Fall nicht vertraut ist, bekommt man eine eher fade Folge die schwierig nachvollziehbar ist. Wer jedoch den Fall verfolgt hat und auch die Details kennt, der wird mit einer Folge bedient die wirklich gelungen ist. Die Anspielungen auf den Fall sind durchaus lustig und der Umgang, mit der doch sehr schwierigen Thematik, kommt wunderbar rüber. Ich kann die negativen Kritiken aber durchaus nachvollziehen, denn wie erwähnt, wer den Fall nicht wirklich kennt, kommt absolut nicht auf seine Kosten. Die fünfte Folge "Taming Strange" empfinde ich als den Tiefpunkt der Staffel. Das die Beziehung zwischen Ike und Kyle in Angriff genommen wird empfinde ich zwar als durchaus interessant aber rein vom Plotverlauf hat mich die Folge nicht fesseln können. Auch Thematisch hatte ich hier meine Probleme gemacht, mit den meisten angesprochenen Themen konnte ich nicht viel anfangen aufgrund von fehlendem Wissen. Ich bin im groben zwar mit dem Patient Protection and Addordable Care Act vertraut aber mir fehlt die Nähe zu dem Thema um über den kritischen Umgang lachen zu können. Schwierige Folge für mich und eher unterdurchschnittlich im Vergleich. Mit "Ginger Cow" bekommen wir mal wieder Cartman wie er leibt und lebt. Aus irgendetwas, im Grunde harmlosen, wird ein Riesending und das bringt alles nur Probleme mit sich. Großartig war jedoch, dass der Spieß mal umgedreht wurde. Cartman hat tatsächlich mal was Gutes angestellt und somit wird der Kampf zwischen Kyle und Cartman mal anders als gewöhnlich geführt. Ich empfand die Folge als grundsolide, es gab einiges zu lachen und die Thematik war wunderbar getroffen. Auch hier ist natürlich ein eher extravagantes Hintergrund wissen von Nöten aber wenn man dieses, warum auch immer, schon vor der Folge hatte, gab es einiges zu lachen. Den Abschluss der Staffel macht dann die Folge "The Hobbit" die nochmals ein Highlight darstellt. Ein alltägliches und bekanntes Thema wird wunderbar aufgearbeitet und kritisch, bis hin ins absurde, behandelt. Besonders schön fand ich das Wendy hier mal wieder hervorsticht, ein Charakter der Grundsätzlich immer einen sehr interessanten Gegenpol bildet. Durch und durch super.


    Rückblickend ist die 17. Staffel ein Erfolg gewesen. Es gab, in meinen Augen, nur zwei Folge die ich unter dem Durchschnitt ansiedeln würde, alle anderen haben mir durchaus gut, bis sehr gut gefallen. Insbesondere die Mischung der Staffel fand ich gut, denn sie bot nahezu alles was ich an South Park liebe: Eine epische Trilogie, die Goth Kids, kritischen Humor und bisweilen tolle Themen. Viel auszusetzen habe ich nicht und war mit der Staffel mehr als glücklich gewesen, auch wenn das wirkliche Highlight, welches es, wie Aquifel es nennt, zum "zeitlosen Klassiker" schafft noch fehlte.