Beiträge von Gladius

    @Zwerg-im-Bikini
    Seh ich ähnlich. Wobeis mir doch insgesamt besser als die erste Episode gefiel, aber es fehlte wieder das was ich vorher bemängelte und in Folge 2 richtig gelöst fand. Man hat nicht so recht die verschiedenen Stränge da gehabt. Klar die Kinder wollten einen Festtag nicht verlieren, aber so richtig im Mittelpunkt standen sie nie. Sie tauchten halt ein paar Mal auf um irgendwie Randy den Plan zu durchkreuzen und das wars (auch wenn ebenfalls die Kennyszene mochte, zum Beispiel).
    Zum Anderen fehlte irgendwie eine Klimax. Ich hatte ja erst erwartet dass das Ganze andersrum verlaufen würde: dass Randy die Statuen abreißen möchte weil er bereits vorher den Gentest machte und dabei rausfand, dass er zu 1/70 Ureinwohnergene in sich hat - das hätte auch besser gepasst. Leute denen Unterdrückung halt egal ist, bis sie rausfinden dass sie selbst zu einem drillionstel Teil mitbetroffen sind :D


    Was danach so gekommen wäre weiß ich jetzt nicht, aber es klang nach einem guten Start. So wies war wirkte es etwas lasch auf mich. Zu allererst gibts hier wieder den Fall eines spontanen Randy Spleens, der keine rechte Ursache zu haben scheint, ähnlich wie in Folge 1. Vielleicht kam er einfach auf den Trip weil andere gerade gegen diese Statuen protestieren und Columbus out ist, aber das wurde nicht gezeigt. Am Ende wars halt alles nur um zu verheimlichen dass er früher mal Columbus cool fand und er deswegen den Gentest machen will. Aber der weist am Ende nur nach dass er halt bis auf den Neandertalerpart normal ist und irgendwie ist dann auch schon die Episode zuende.


    Irgendwie fehlte mir da verschiedenes, auch wenn gleich mehreres gute Ideen waren und den Werbespot fand ich zB ebenfalls klasse, nur kam der schom im Trailer und irgendwie war das auch der Höhepunkte. Wegen dem Trailerinhalt hatte ich auch erwartet es wäre etwas das gegen Anfang der Episode passiert.

    Gefiel mir auch gleich viel besser.
    Man merkte auch wieder wie relevant eine Vielzahl von parallel laufenden Subplots und Running Gags ist, sofern diese alle in einem Wechselspiel zueinander stehen.
    Hier gabs ja den Mainplot Tweek vs NK, daneben Cartmans Aufmerksamkeitsgehasche vs echte Suizidgefährdete und Verkehrssicherheit, welches wiederum in einer Relation zum Handywahn und der Angstmacherei stand von denen Tweek betroffen war. Neben all dem gab gleich zwei semi-Beziehungsdramen, von denen eines auch Development bekam, Fidget-Spinner Running Gags und wieso diese Dinger nur bedingt brauchbar sind, sowie Kritik an Trumps Provokationswahn und der regelrechten Lust auf Eskalation bei der Bevölkerung (man schaue sich die ganzen Internetdramen, Hassposts, Flamewars und Sorgen an in die man sich teilweise selber hineintreibt).


    Und dennoch liefen die ganzen Topics nicht so lose nebeneinander her wie es in der letzten Folge der Fall zu sein schien. Am Ende fügte sich quasi alles auf einmal zusammen.
    Hat mich positiv überrascht, zumal man auch endlich wieder mal auf Sidecharas eingegangen ist und etwas mit denen machte. Gerade Tweek mochte ich sowieso schon immer, weil er auf tragische Art lustig ist.
    Ist jedenfalls mal was anderes als Cartman allein oder Randy. Auch geil war wie fern NK und Trump wirkten. Ich hatte erst gedacht dass das wieder zu einer dieser übertriebenen SP Folgen wird, wo am Ende die Mains auf einen politischen Führer treffen und in Weltpolitik involviert werden. Aber Tweeks Rolle war ja rein passiv und es spielte sich alles in Southpark zwischen den Charas ab. Coole Folge jedenfalls.


    PS.: Die haben Kenny tatsächlich offscreen gekillt. Habs erst eben gemerkt (das letzte Bild mit den Verkehrsopfern)

    Bin auch etwas gespalten. Der Metawitz mit Alexa war geil, genau das sollte Satire auch machen - die Aktion gefiel mir. Generell gefiel mir der Cartman-Plot eigentlich ganz gut, gefehlt hat mir hier nur ein Ende. Typisch für SP wäre es wenn der neue Alexa-Harem letztendlich irgendwelche negativen Konsequenzen hervorgerufen hätte, die Cartmans Masterplan wieder im Chaos ausarten lassen. Wahrscheinlich kommt das auch noch, ich schätze dass das eine Staffel mit episodischen Main- und durchgehenden Subplots wird. Das ist besser als was rein Durchgehendes, aber an sich hätte ich immernoch die rein episodischen Staffeln lieber.


    Das Problem dieser Staffel-Plots ist auch dass Dinge nie auf den Punkt gebracht werden oder die Pointen zu fehlen scheinen. Das war beim zweiten Plot der Folge hier der Fall. Die Rednecks protestieren, aber obwohl man sich auf ein größeres reales Ereignis bezog (bei dem Rednecks auch nur eine untergeordnete Rolle spielten) fehlte dem jegliche Brisanz oder Aussage, das Job-Problem kam irgendwie aus dem Nichts und verflüchtigte sich auch wieder dahin, alles nur weil Randy eine Wand einriss (an sich schöne Metapher, nur macht sie hier irgendwie wenig Sinn). Ich verlange nicht dass das politischer hätte sein sollen, aber nach dem Trailer sahs zB so aus, als würde dieses Konfiflag-für-alles-benutzen relevant werden und ich denke man hätte daraus irgendwie einen witzigen Plot machen können der gleichzeitig manche Ausartungen amerikanischen Patriotismus' gut kritisiert hätte, ohne dass man dabei zu sehr aufs Politische abweicht. Vielleicht da noch irgendwie Sport reinbringen weil Flaggen wedeln da relevant ist - irgendwie hätte da auch Randy besser reingepasst.
    Ich liebe Randy, aber ich mag ich halt weil er immer absolut übertriebene Ideen hat und diese auf übertriebene Art vollzieht und sich dabei nur selbst lächerlich macht, manchmal auf eine Weise dass es einen an sich selbst erinnert. Aber diesmal war er ja irgendwie die Voice of Reason, das ist mir zu sehr Out of Character, das hätte besser zu einer der Mütter gepasst oder sowas. Und ich bin auch kein Fan von urplötzlichen Jobwechseln, die nur dazu da sind den Plot einer Folge voranzutreiben, das ist zB eines der vielen Probleme der Zombiesimpsons was Homer angeht.


    Generell hatte die Folge einen geilen Meta-Gag und ein paar gute Neben-Ideen, die aber überhaupt nicht ausgeführt und zuende gedacht waren. Alexa durch Rednecks zu ersetzen fand ich zB sogar lustig. Nur wars 5 Min. später bereits wieder irrelevant geworden und es ging wieder um etwas anderes. Insgesamt 5/10 oder so, hoffe die zukünftigen Folgen werden ein besseres Script haben. Dass die Macher es immernoch können beweisen eigentlich die Spiele. Stick of Truth war saugeil und alles was ich bisher von Fractured But Whole gesehen habe wirkt sogar noch besser als der Vorgänger. Wieso gehts nicht mit der Serie so?