Der Film
Film Plakat

Allgemeines


Der bisher einzige South Park-Kinofilm "South Park - Bigger, Longer & Uncut" ("Größer, Länger und Ung(b)eschnitten") lief am 30.06.1999 in den USA an und am 20.01.2000 war es dann endlich auch in Deutschland soweit: 80 zum Schreien komische, fiese, perverse, brutale, und natürlich ungeschnittene Minuten South Park vom feinsten, denn der Film ist noch verrückter als die meisten Folgen und kaum jemand wird bestreiten dass er einfach gelungen ist! Das Hauptthema kommt in einem Zitat von Mrs Broflovski sehr gut rüber: "Horrific deplorable violence is ok as long as people don't say any naughty words!"
 
Die deutsche Übersetzung ist bei dem Film glücklicherweise besser gelungen als bei der 1. Staffel, was vor allem bei den Liedern auffällt. Es wird ziemlich viel gesungen, so dass es sich schon fast um ein Musical handelt, und nicht umsonst wurde ein Song (Blame Canada) sogar für den Oscar nominiert (verlor dann aber leider gegen Phil Collins "You'll be in my Heart"). Immerhin heimste Terrance und Phillips grandioses Lied "Unclefucka" bei den MTV Movie Awards einen Preis als beste Musicaleinlage ein.
 

Inhalt


Es ist ein friedlicher Sonntagmorgen in South Park und Stan, Kyle, Kenny und Cartman freuen sich auf den neuen Terrance & Phillip-Film "Feurige Ärsche". Obwohl der Film wegen seiner schlimmen Ausdrucksweise erst ab 18 freigegeben ist schummeln die vier sich ins Kino und kommen mit einem stark erweiterten Wortschatz wieder raus. Die Eltern - allen voran natürlich Kyles Mutter - sind über den kanadischen Film der ihre Kinder verdorben hat so empört, dass sie die Organisation M.A.C. (Mothers against Canada) gründen und mit ihren Protesten bis zum Präsidenten vordringen. Tatsächlich werden Terrance und Phillip verhaftet, woraufhin Kanada als Gegenschlag diverse Hollywood-Stars auszulöschen beginnt.
 
Während die Lage sich immer mehr zuspitzt, Terrance und Phillip zum Tode verurteilt werden und die USA Kanada den Krieg erklären haben unsere vier kleinen Helden noch andere Probleme: Kenny stirbt relativ früh und kommt in die Hölle, wo er erfährt, dass Satan mit seinem neuen Liebhaber Saddam Hussein die Erde heimsuchen will, sobald Terrance und Phillip sterben. Cartman bekommt einen sogenannten V-Chip eingepflanzt, der ihm jedes Mal einen elektrischen Schlag verpasst, wenn er flucht. Und Stan ist zutiefst eifersüchtig auf Wendys neuen Freund Gregory. Damit Wendy ihn wieder mag, macht er sich auf Chefs Rat hin auf die Suche nach der Klitoris, ohne zu wissen, was das überhaupt ist.
 
Um Terrance und Phillip zu retten, gründen die Kinder die Geheimorganisation "La Resistance" und hecken einen Plan aus, um die Kandier vor ihrer Hinrichtung im Rahmen einer Militärshow zu befreien. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen französischen Untergrundkämpfer "Maulwurf" schleichen sich Stan, Kyle und Cartman zu der Show, es geht aber bei der Aktion einiges schief, so dass letztendlich ein riesiges Gemetzel zwischen kanadischen und amerikanischen Soldaten stattfindet, in dessen Verlauf Terrance und Phillip von Kyles Mutter erschossen werden.
Kaum berührt das Blut der beiden die Erde, erscheinen Satan und Saddam Hussein auf dem Schlachtfeld. Saddam hat den sensiblen Satan vollkommen um den Finger gewickelt, und selbst Kennys Versuche, dem klar zu machen, dass Saddam der Falsche für ihn ist scheinen nichts gebracht zu haben. Plötzlich stellt Cartman fest, dass sein V-Chip eine Funktionsstörung hat und er immer wenn er flucht Blitze schleudert. Das nutzt er in einem finalen Kampf gegen Saddam aus, und schließlich begreift auch Satan, was für einen Fehler er gemacht hat und schleudert Saddam zurück in die Hölle.
 
Dankbar dafür, dass er ihm die Augen geöffnet hat, stellt Satan Kenny einen Wunsch frei. Der Kleine will, dass alles so wird wie vor dem schrecklichen Krieg, auch wenn er dann tot ist. Er nimmt zum Abschied seine Kapuze ab (!) und verschwindet dann in Richtung Himmel, während in South Park die Welt wieder in Ordnung ist, Wendy Stan (der inzwischen die Klitoris gefunden hat) wieder mag und sich Kanadier und Amerikaner friedlich die Hände reichen - Happy End!
 
Film Bilder

Produktionsteam


Produzenten: Trey Parker, Matt Stone
Co-Produzenten: Anne Garefino, Deborah Liebling
Regie: Trey Parker
Drehbuch: Trey Parker, Matt Stone, Pam Brady
Musik: Trey Parker, Marc Shaiman
 

Prominente Gastsprecher (original)


George Clooney - Dr. Gouache
Brent Spiner - Conan O'Brien
Minnie Driver - Brooke Shields
Dave Foley - The Baldwin Brothers
Eric Idle - Dr. Vosknocker
Howard McGillin - Gregory (Singstimme)
Mike Judge - Kenny (ohne Kapuze)
 

Prominente Gastsprecher (deutsch)


Heiner Lauterbach - Satan
Jenny Elvers - Wynona Rider
Heinz Hoenig - Saddam
Andreas Türck - Conan O'Brien
Sigmar Solbach - Bill Clinton
Guildo Horn - Obdachloser
Klitoris - Lilo Wanders
Elmar Wepper - Dr Doctor
Rick Kavanian - Terrance
Christian Tramitz - Phillip
 

Besonderheiten rund um den Film


• Die Entstehungszeit des Films betrug etwa ein Jahr, hauptsächlich wurde daran in der Sommerpause der 3. Staffel gearbeitet.
• Der Titel sollte ursprünglich "All Hell breaks loose" lauten, das Wort "Hölle" war den Jugendschützern der M.P.A.A. aber ein Dorn im Auge. Dass "Bigger, Longer & Uncut" zweideutig ist haben sie womöglich zu spät bemerkt ;-)
• Ursprünglich sollte Mrs Cartman keine Scheiße essen, sondern ein Mann ein Pferd ficken. Sex mit Tieren wurde aber verboten.
• Fans und Kritiker nahmen den Film sehr positiv auf, und er wurde ja sogar für einen Oscar nominiert.
• Trey Parker und Matt Stone erschienen in Kleidern Jennifer Lopez und Gwyneth Paltrow zur Oscarverleihung.
• "Blame Canada" wurde während der Oscarverleihung leicht abgeändert von Robin Williams vorgetragen
• Der Film hat etwa 21.000.000 $ gekostet und 83.137.600 $ eingespielt
• Angeblich haben amerikanische Soldaten den Film Saddam Hussein während seiner Gefangenschaft gezeigt.
• Der Film wurde bisher auf DVD und VHS veröffentlicht, eine BluRay erscheint im Oktober 2009 vorerst nur in den USA
• Man kann den Soundtrack auf CD kaufen, allerdings nur auf englisch. Es gab außerdem einen Promo-CD mit allen intrumentalen Musikstücken, in den Handel kam dieser aber nicht.
• Die deutsche Synchro ist besser als bei den ersten Staffeln der TV-Serie, das merkt man auch an den Singstimmen.
• Im Film wird Stan von Dominik Auer gesprochen, weil sein Standard-Sprecher aus der Serie (Benedikt Weber) an einer Stimmbandentzündung erkrankt war und 2 Wochen nicht sprechen durfte.
• Es wird höchstwahrscheinlich nie einen zweiten South Park-Film geben, denn Trey Parker und Matt Stone betonen immer wieder, dass es eine zu stressige Zeit war und sie die Arbeit fürs Fernsehen mehr genießen, weil sie spontaner ist.
• "Imaginationland" wird zwar manchmal als zweiter South Park Film bezeichnet, allerdings handelt es sich dabei nur um einen zusammengefügten Dreiteiler aus der Serie, der in dieser Form nur auf DVD erschien.
 

Besonderheiten im Film


• Im Guinness Buch der Rekorde 2001 wird der Film als Rekordhalter für Schimpfwörter in einem Zeichentrickfilm genannt. Er soll 399 Schimpfwörter (allein 146 mal "fuck"), 199 beleidigende Gesten und 221 Gewalttaten enthalten.
• Im Kino hängt ein Plakat, das den Film "Mecha Streisand Takes New York" bewirbt - eine Anspielung auf Folge 112.
• Es gibt unzählige Filmanspielungen zu entdecken, z.B. sagt ein Soldat "Yis some people gonna die?" wie Jar Jar Binks.
• In "Full Metal Jacket" heißt es: "I don't know what I've been told, Eskimo pussy is mighty cold", hier "Canadian pussy".
• Cartmans Kampf am Ende ist eine Anspielung auf Animes wie "Dragonball Z".
• Im Film war erstmals Kennys komplettes Gesicht ohne Kapuze zu sehen - und er redet sogar!
• Kelly und Damien sitzen mit im Kino, um sich den Terrance & Phillip Film anzusehen. Die lange Anreise extra dafür?
• Der Song "Little Boy you go to Hell!" wurde von James Hetfield (Metallica) gesungen.
• Der Pianist bei Big Gay Als Auftritt ist Marc Shaiman, der die Musik für den Film komponiert hat.
• In der deutschen Synchro wird aus dem deutschen Porno-Video ein englisches.
• Nach dem Abspann sollte man sitzen bleiben, denn es folgt noch eine kurze Szene mit Ike.
 

Media


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